Recke in alten Ansichten

Recke in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Schwabe
Gemeente
:   Recke
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2847-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Recke in alten Ansichten'

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19. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde wohnte in einem bäuerlichen Pfarrhaus auf dem Pottkamp, mitten im alten Kirchenland, der Wehme. Die Geistlichen waren darauf angewiesen, Landwirtschaft zu treiben, denn erst um die Jahrhundertwende wurde eine geregelte Pfarrbesoldung eingeführt. Ein neues Pfarrhaus wurde an der Stelle des alten 1912 errichtet. Es ist heute noch Wohnsitz des Ortsgeistlichen.

20. Siebenmaligen Glaubenswechsel hatte der Augsburger Religionsfriede (1555) für Reckes Bewohner zur Folge. Erst unter preußischer Herrschaft wurde den Katholiken die freie Ausübung der Religion wieder gestattet. 1752 konnte auf Homeyers Grund die Pfarrkirche St. Dionysius eingeweiht werden. Sie diente der Gemeinde bis 1955 als Gotteshaus. Über dem nördlichen Eingang steht die Inschrift:

GEBENEDEYET SEI DER HERR GOTT UNSER VATER DER DIESES GEGEBEN HAT INS HERZ DES KÖNIGS

Im Vordergrund rechts Homeyers Hofgebäude, links ein Heuerhaus.

21. Innenansicht der alten Dionysius-Pfarrkirche, noch vor einer letzten Renovierung. Wesentliche Teile der Innenausstattung, wie Seitenaltäre, Kanzel und Kronleuchter, sind nicht in die neue Kirche übernommen worden (1955). Restauriert und wieder aufgestellt wurde der barocke Hochaltar. Vom Landeskonservator ist das Bauwerk als erhaltenswertes Gebäude eingestuft. Es dient heute der katholischen Kirchengemeinde als Jugendheim.

22. Das St.iBenediktus-Hospital ist eine Stiftung von Benedierus Huster, der 1895 starb. Seine Eltern hatten 1841 bereits das Armenhaus an der Vogteistraße der katholischen Kirchengerneinde geschenkt. Die Umbauten zum Krankenhaus waren 1900 abgeschlossen. Die Führung des Hauses übernahmen die Franziskus-Schwestern von St. Mauritz in Münster. Das Krankenhaus ist bis zur Gegenwart mehrfach erweitert und modernisiert worden.

23. Bis 1834 besuchten die Kinder beider Konfessionen aus Recke-Dorf die einklassige Schule an der Wieboldstraße, das Gebäude steht noch. Dann erst ging die Trennung vor sich. An dem Weg nach Hopsten, der dann Schulstraße genannt wurde, wurde die katholische Volksschule errichtet. Das Haus hatte zunächst einen Klassenraum, später durch Erweiterungen drei Räume. Der Spielplatz befand sich vor dem Gebäude und auf der anderen Straßenseite. Der Hauptlehrer hatte seine Dienstwohnung links neben der Schule. Nach den Schulneubauten der Nachkriegszeit wurden die alten Gebäude abgebrochen. Josef Goecke errichtete hier seine Hosenfabrik.

24. Dies ist ein erster und zweiter Jahrgang der katholischen Volksschule Recke. Klassenlehrerin ist Fräulein Emmi Markschat Ü 1970), eine Lehrerin der 'alten Schule'. Sie war mehr als vierzig Jahre in Recke tätig und hatte immer die Aufgabe, die l-Männchen zu betreuen. Die katholische Volksschule Recke erhielt 1959 den Namen Overbergschule, den nach der Schulreform die Grundschule übernommen hat. Die heutige Generation kann sich nicht vorstellen, wie einfach Bau und Ausstattung der Volksschule früher gewesen sind.

25. Auch für die Schüler der evangelischen Volksschule wurde das Häuschen an der Wiebaldstraße mit den Jahren zu eng. Die Schule bezog 1907 ein neues Haus auf dem Pottkamp. Ein Klassenraum aber reichte immer noch. Lehrer Heinrich Teismann unterrichtete alle Jahrgänge. Die Aufnahme wurde 1923 gemacht. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zwei Erweiterungen. Die Bodelschwinghschule, den Namen erhielt sie 1962, wurde im Zuge der Schulreform zum 31. Juli 1969 aufgelöst.

26. Für die Steinbecker Schuljugend wurde 1780 ein einfaches Schulhaus gebaut. Es hat dann etwa hundertfünfundsiebzig Jahre seinen Dienst getan. In einer alten Chronik heißt es: Die Umgebung glich einer Wildnis von Birken, Kiefem und Gestrüpp. Sie bildeten fûr die Jungen einen schonen Ausgleich für den Mangel jeglichen Turngerätes. Die Raphaelschule - katholische Volksschule -, inzwischen in einem großzügigen Neubau, wurde nach der Schulreform zur Grundschule.

27. Im Jahre 1910 bezogen die ersten Kinder und ihr Lehrer den Klassenraum und die geräumige Dienstwohnung der neuen einklassigen katholische Volksschule in Obersteinbeck am Fuße des Kälberberges. Der zweite Lehrer war Josef Große-Rechtien, der später bis 1956 Hauptlehrer in Steinbeck war. Da die Sprengungen in den Steinbrüchen des Kälberberges den Schulbetrieb erheblich störten, wurde das Gebäude verkauft. Aber erst 1943 konnte ein neues Schulhaus auf der anderen Kanalseite bezogen werden. Es wurde später noch einmal erweitert und beherbergt heute die Grundschule St. Martin.

28. Auch die Bauernschaft Twenhusen hatte ihre eigene Volksschule. Klassenraum und Lehrerwohnung waren unter einem Dach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein modernes Schulhaus gebaut und eine großzügige Dienstwohnung dazu. Aber auch die Klaus-von-der-Flüe-Schule wurde 1969 geschlossen. Heute wird allerdings kaum noch bestritten, daß die damals vielgeschmähte 'Zwergschule' in hohem Maße ihrer erzieherischen Aufgabe gerecht geworden ist. Jugendliche der Pfarrgemeinde St. Suitbert in Buer-Erle verbringen nunmehr schon seit Jahren ihre Ferien im ehemaligen Schulhaus.

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