Recke in alten Ansichten

Recke in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Schwabe
Gemeente
:   Recke
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2847-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Recke in alten Ansichten'

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39. Schnetkamps Moritz war Landwirt und Schäfer. Sein Besitztum, eines der ältesten in Steinbeck, lag am Fuße des Kälberberges. Das strohgedeckte Zweiständerhaus war ausgestattet mit Lehmdiele, Herdfeuer ohne Schornstein und Durks (Schlafschränken). Schnetkamps Moritz war ein Original, Zahllose Anekdoten von und über ihn sind unvergessen. Er starb während des Ersten Weltkrieges, Noch nicht gefunden sind die 40000 Goldmark, die er für den Verkauf eines großen Teils des Kälberberges an die Kanalverwaltung erhalten hatte. Als sparsamer und vorsichtiger Hausvater soll er sie an drei Stellen vergraben haben!

40. Vom Hofe des Bauern Heinrich Schulze-Feldmann in Obersteinbeck wird Recke heute mit frischem Spargel versorgt. Feldmanns hatten den Hof 1902 gekauft. Vorbesitzer war über Jahrhunderte die Familie Landwers gewesen. 1812 hatten Bernd Carl Wersburg und Anna Catharina Landwerts das alte Haus gebaut, so steht es im Spruchbalken. Zum Hofe Landwers gehörte auch das große Heilige Meer, das aber 1912 nicht mit an Familie Feldmann verkauft wurde. Bis zur Übernahme als Naturschutzgebiet durch den Landschaftsverband war es im Besitz der Familie Coppenrath, Münster.

41. Etwa dreihundert Jahre ist der Stroothof im Besitz der Familie Strootmann. Der Hof gehört seit ältester Zeit zu den größten landwirtschaftlichen Betrieben in Twenhusen. Pferde- und Rindviehzucht brachten den Hofbesitzern manchen Preis. Das Bild ist von 1910. Damals plante der damalige Bauer einen ersten Anbau an den Wohnteil. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden erst die Wirtschaftsgebäude, später auch das große Haupthaus abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

42. Am heutigen Eichenweg (Bauernschaft Haerhof, früher Sunderbauer) liegt der Hof der Familie F. Goecke. In den Jahren 1828/1829 waren die Eheleute H.H. Greve und L. Greve geborene Feldhache Besitzer. Sie bauten das Haus an anderer Stelle neu auf. Naeh alten Unterlagen kostete der Bau hundertfünfundfünfzig Reichstaler! Der Vater des H.H. Greve hatte übrigens auf Limborgs-Hof eingeheiratet. Etwa 1835 heiratete dann J.B. Goecke bei Greves ein. Familie Goecke gehört zu den alten Töddenfamilien Reckes. Sie stellte zudem in zwei Generationen die Gemeindevorsteher für das Dorf. Der ältere August Goecke hatte das Amt vor dem Ersten Weltkrieg inne, der jüngere war Gemeindevorsteher bis in die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

43. Das Datum ist noch genau bekannt: Am 27. November 1912 war die Übergabe des von der Alfa-Laval-Sep, GmbH Berlin gestifteten Bullen 'Alfa-Sultan' an die Rindviehzuchtgenossenschaft 'Halverde'. Bullenstation war der Hof Schmiemann in Twenhusen. Die Aufstellung eines anerkannten Zuchtbullen war offensichtlich ein wichtiger Termin. Die bescheidenen Leistungen der Milchkühe der damaligen Zeit genügten weder Bauern noch Zentrifugenherstellern.

Gruss ven der 1aumühle ' 1ecke

44. Die königliche Ruwe- oder Raumühle zu Espel wurde 1764 zum Verkauf ausgeboten. Das strenge 'Mühlenreglement' der damaligen Zeit sicherte dem Müller Kye (oder Kühl) als 'Mahlgäste' die Eingesessenen der Bauemschaften Bockraden, Espel, Steinbeck und auch noch einige Bewohner von Westerbeek zu. Diese durften 'keineswegs das Korn mutwillig verschieppen und auf anderen Mühlen mahlen lassen'. Die Besitzer der Raumühle wechselten dann mehrfach; seit etwa hundert Jahren ist sie nun in Besitz der Familie Voßbeck.

45. Das Rad von 'Voßbecks Mühle' dreht sich aber schon lange nicht mehr. Die großen, fischreichen Teiche, die sich bis zur heutigen Siedlung Sandbrink erstreckten, sind verschwunden. Die Vergrößerung der Ibbenbürener Zeche ließ den Grundwasserstand sinken und den Mühlenbach fast austrocknen.

46. Es gab dann noch folgende Mühlen in der Gemeinde Recke: In Steinbeck die Visse-Mühle, in einem Taleinschnitt am Abhange des Gebirges gelegen, die Mühle Vorberg, ebenfalls am Gebirgshang, und die 'königliche Hammermühle' in Twenhusen an der Aa, die unser Bild zeigt.

o Hammermûhle sei gegrüßt Mit deinen trauten Teichen Wie glänzen sie im Mondenschein, Umrauscht von hohen Eichen.

(L. Stüve)

Gottlob stehen noch viele Bäume um die ehemaligen Mühlengebäude, gemahlen und gesägt wird nicht mehr.

47. Zu nennen ist nun noch die Ruthemühle, die ebenfalls von hohem Alter ist. Sie liegt am Ortsrand von Steinbeck, unmittelbar an der Straße von Recke. In der Nähe stand auch eine Windmühle. Auf unserem Bild sehen wir einen um die lahrhundertwende erneuerten Bau. Im vorderen Teil des Hauses trieb das Wasser des Mühlenbaches eine Turbine. Mit Dampfkraft wurde ab 1889 das Gatter der Sägemühle bewegt. Die Mühle war in Besitz der Familie Feldmeyer. Sie wurde dann von der Familie Wesselmann erworben. Die Sägemühle ist noch in Betrieb,

48. Wir kehren noch einmal in die Ortsmitte Recke zurück, um einige Häuser etwas genauer zu betrachten. Zur Zeit der Tödden kam auch etwas Wohlstand nach Recke, jedoch haben hier die reisenden Kaufleute bescheidener gebaut als in Hopsten und Mettingen. Bemerkenswert ist das Haus der Familie Eugen Weller, das 1872 an der Hauptstraße errichtet wurde und als Baudenkmal bis heute erhalten geblieben ist. Vater und Sohn Eugen Weller waren Kaufleute in den Niederlanden.

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