Recke in alten Ansichten

Recke in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Schwabe
Gemeente
:   Recke
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2847-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Recke in alten Ansichten'

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49. Das Eckhaus Hauptstraße/Pottkamp gehörte früher zusammen mit dem Nebenhaus der KaufmannsfamiJie Gerdemann, die in Oldesloe in Holstein ein Geschäft betrieb. Als Mieter werden unter anderen genannt Eugen Weller, August Flacke und der Postagent Lehrer i.R. Wiewinder. 1905 ging das Haupthaus in den Besitz des Wagenmachers Wennemer über. Von dessen Sohn kaufte 1942 Laurenz Nospickel dieses Haus und 1952 von der Erbengemeinschaft Gerdemann dann auch 'Meyknechts Hus', das Nebenhaus. Auf der anderen Straßenseite stand Reckes berührnte Dorflinde. Wir werden noch auf sie zu sprechen kommen.

Grnss ans Recke i. W.

Hotel Berentelg.

Kgl, Kanalbauamt.

50. Bis etwa zur Jahrhundertwende stand an der Straßenecke Hauptstraße/Poststraße das Hotel Schweigmann. Hugo Berentelg aus Mettingen heiratete dort ein, Er führte das Hotel weiter, betrieb eine Textilwarenhandlung und leitete von hier aus seine Steinbrüche und Ziegeleien. Das Königliche Kanalbauamt wurde von Berentelg gebaut und dann verrnietet. Nach Abzug des Bauamtes wurde der Laden in das neue Haus verlegt (heute Franz Raker). 1914 verkaufte A. Berentelg das Hotel an Familie Fartmann. Als 'Haus Füsting' hat es bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gestanden. Dann hat es dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses von Ludger Lührmann Platz gemacht.

51. Auch noch einmal ein Bliek auf die Häusergruppe unmittelbar im Anschluß an den Marktplatz mit der einmündenden Hauptstraße, dem Anfang der Vogtei- und der Hopstener Straße. Links Hugo Rohlmanns Anwesen, dann die Schlüter'sche Apotheke, einst Reckes ansehnlichstes Wohn- und Geschäftshaus. August Schockmanns Garten und Emil Fangmeyers großes Haus liegen hinter der Mauer. Das Maggi-Auto hält da, wo heute die Fensterfront des Eiscafés 'Venezia' ist.

52. Lange vor dem Ersten Weltkrieg hatte sich Tischlermeister Theodor Maag an der Vogteistraße ein Haus mit Werkstatt gebaut (im Bilde links). Die Bauern Heeger-Strootmann und Homeyer eröffneten 1905 eine Mühle und Molkerei (Bildrnitte), und Hermann Wenker hatte hier sein Cementwarenlager. An der Mühle und Molkerei erfolgten bald Anbau und Aufstockung, aber auch häufiger Besitzerwechsel. Josef Flacke und Leo Kerk werden unter anderen genannt. Am angestammten Platz wird auch heute noch das Möbelhaus Maag geführt ; das Lager der Baustoffgroßhandlung Wenker befindet sich an der Klosterstraße.

53. Im Jahre 1931 pachteten die Brüder Joseph und Felix Wierlemann die stillgelegte Molkerei. Die Anlagen wurden überholt und der Betrieb am 1. Mai 1931 wieder eröffnet. Das ist der Geburtstag der inzwischen weithin bekannten Molkerei und Eiskremfabrik Wierlemann GmbH & Co. KG, Hersteller der Sanobub-Eiskrem. Alle Altbauten sind verschwunden und haben einer zweckmäßigen, modernen Produktionsstätte Platz gemacht.

54. Mitten im Dorf, am Anfang der alten Kuhstraße, heute Rothertshausener Straße, stand dieses Heuerhaus von Homeyers Hof. Wann es erbaut wurde, ist nicht mehr bekannt, abgebrochen wurde es erst 1938. Meist waren es Einzelpersonen, die hier eine dürftige Bleibe hatten, sie wechselten oft. Eine Zeitlang soll auch ein aus Kalifornien zurückgekehrter Goldgräber hier gewohnt haben. Seine Schufterei war offensichtlich vergeblich gewesen. Die letzte Bewohnerin war 'Osterburgs Tante', an die sich manche Recker noch erinnern.

55. Schnetkamps Moritz hielt nichts von Sparkassen (Nummer 39); es gab seit 1885 in Recke die Sparund Darlehnskasse eG. Der erste Kassenraum befand sich im Haus des ersten Rendanten H.l. Bahlmann an der Wieboldstraße (heute Frau Dr. H. Johannes). Ähnlich wie bei der Post wechselten die Stelleninhaber und Geschäftslokale häufig. Rendant Eduard Kampmeyer verwaltete gleichzeitig auch Post und Steuerkasse in seinem Haus an der Vogteistraße. Erst 1956 gab es ein eigenes Gebäude an der Hauptstraße, inzwischen auch schon eine 'alte Ansicht'. Es mußte bald erheblich erweitert werden. Über 1 700 Recker sind Mitglieder dieser Genossenschaftsbank.

56. Im Jahre 1908 eröffnete dann auch die Kreissparkasse in Recke eine Zahlstelle. Zunächst ebenfalls in verschiedenen Privathäusern, unter anderem beim Zweigstellenleiter August Schiefenhövel an der Hopstener Straße (Haus Rumöller, später Böckrnann), schließlich in Schiefenhövels Neubau an der Poststraße (heute Werner Wallus). Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dann ein eigenes Haus (1951), das schon vierzehn Jahre spater erheblich erweitert werden mußte. Zu Beginn der achtziger Jahre wird die Recker Geschäftsstelle der Sparkasse Ibbenbüren, wie das Geldinstitut nach der Auflösung des Kreises Teckienburg nunmehr heißt, einen Neubau im ÖDZ beziehen.

57. Was wäre ein westfälisches Dorf ohne seine Gaststätten! Unser Bild zeigt die alte 'Flora' an der Straße nach Hopsten. J. Strotrnann, ein heimgekehrter Tödde, hatte die Gastwirtschaft etwa um 1870 eingerichtet. In der 'Abendgesellschaft' trafen sich bis in unser Jahrhundert hinein die Tödden von Recke rnit ihren Freunden. Spätere Besitzer waren durch Einheirat Heinrich Weglau und der Anstreichermeister Franz Doeker. In dem Haus war zeitweilig auch die Postagentur. 1915 wurden einige Fremdenzimmer eingerichtet, 1928 das Dachgeschoß ausgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg brannte die 'Flora' ab, eine neue wurde gebaut.

58. Gut besucht waren die Recker Gasthäuser zumindest, wenn die Handwerker werktags zum üblichen Dämmerschoppen erschienen und wenn sich die Kirchgänger am Sonntag für den Rückweg stärkten. Zu Fuß oder in der Kutsche ging es oft recht spät nach Hause! Die alte 'Marktschänke' war in einem Haus, das ursprünglich zu Homeyers Hof gehört hatte, 1768 erbaut durch Joh. Heinr, Homeyer. Ab 1910 hat dann Familie Schockmann hier Wirtschaft, Bäckerei und Kolonialwarenhandlung betrieben. Abriß und Neubau erfolgten 1956. August Schockmann hat seine neue 'Marktschänke' verpachtet.

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