Regen in alten Ansichten Band 1

Regen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2010-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 1'

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37. Fast alle der hier abgebildeten Schüler des ersten Kurses der Knabenschule von 1927 konnten durch die Mithilfe des Herrn Malerrneisters Fritz Biller identifiziert werden. Die Aufzählung der Namen erfolgt jeweils von der linken zur rechten Bildseite und beginnt mit der unteren Reihe: Max Grassl, Michael Kuchler, Franz Hendlmeier, Fr.X. Lang, Philipp Graf, Ludwig Kubitschek, Karl Presl, unbekannt, Josef Brunnbauer, Peter Geier, Karl Geiß, Michael Altmann, Max Ilgmeier, Josef Hof, August Gstöttner, Fritz Biller, Rudolf Bründl, Josef König, Rudolf Birnböck, unbekannt, Max Kappl, Karl Probst, Georg Ertl, Michael Weinberger, Xaver Artmann, Rupert Geiger, Josef Lorenz, Richard Biller, Max Feigl, Josef Dachs, Hans Bredl, Anton Ruderer, Anton Ruderer (Maurermeister), Rudolf Koller, Josef Hartl, Ferdinand Aschenbrenner und drei Unbekannten. Viele von ihnen sind gefallen.

38. Das Regen, das hier beschrieben wird, wäre nicht zu denken ohne seinen 'Fize', den Benefiziaten Karl Partheter. Er war ein wortgewaltiger Prediger, gestrenger Katechet und leidenschaftlicher Fischer, Jäger und Förster. Fischdiebe und Holzfrevler schalt er, und wenn ihm dabei manchmal auch in seinem heiligen Zorn ein Fluch über die Lippen kam, so neutralisierte er sofort dieses Mißgeschick mit einem Kreuzzeichen und einem Vaterunser. Seit 1907 wirkte der 1881 geborene Bürgerrneisterssohn in seinem Heimatort Regen. Generationen von Regenern hat er Zucht und Ordnung beigebracht und die Grundwahrheiten des christlichen Glaubens gelehrt. Öffentlichen Rummel und Fotografen scheute er. Mit Eifer, Ernst und Hingabe hat er einundsechzig Jahre lang in Regen seine priesterlichen Pflichten erfüllt. 1m Jahre 1968 starb er.

39. Überall im alten Regen konnten die Kinder ungestört spielen und umhertollen - entweder auf dem geräumigen Marktplatz oder in den verlorenen Gassen und stillen Winkeln oder an den seichten Ufern des Regenflusses. Das alte Spielzeug wurde von Generation zu Generation weitervererbt, vor Gebrauch liebevoll repariert und angestrichen und als 'neues' an Geburtstagen oder an Weihnachten geschenkt. Anton Fuchs schleppt gerade zum Hoftor des Hofwirtes seine gesamte Spielzeugausrüstung herein. Heiter und verschmitzt stellt sich der uns allen bekannte Malermeister Friedrich Biller mit seinem nur einrädigen 'Postkarren' dem Fotografen. Die Großmutter Franziska Biller und die Mutter Katharina Biller freuen sich offensichtlich über ihren Liebling. Im Jahre 1925 entstand dieses an unbeschwerte Kindertage erinnernde Foto.

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40. Regen mit seinen Bergen und dem manche Jahre zugefrorenen Regenf1uß bot schon immer genügend Gelegenheit, die Freuden des Winters zu genießen. Eisstockschießen, Schlittenfahren und Schlittschuhlaufen waren seit eh undje beliebte Sportarten. An die Holzschuhe hatten manche Jungen sich sogar mitunter hölzerne Kufen angenagelt, die sogenannten 'Spangel', und sausten den Berg hinunter. Seit der Jahrhundertwende wurde auch das Schifahren immer beliebter. Freilich war, einschränkend gesagt, das Schifahren noch nicht Massensport, wie hier das Foto aus der Zeit um 1930 zeigt. Schispuren im Schnee, wie die Abfahrt vom Fürhaupt ins winterliche Regen hinunter, waren halt noch selten.

41. Am 17. April 1865 wurde die Regener Bürgerfeuerwehr gegründet. Da die notwendige körperliche Geschicklichkeit der Feuerwehrleute nur durch eifriges Turnen gefördert werden sollte, wurde die Bürgerfeuerwehr offiziell 'Freiwillige Turnfeuerwehr' genannt. Als Uniform wurde ein Rock aus 'weißgrauem' leinenem Turnerjoppenstoff', eine Kappeaus demselben Tuch und eine dunkle lange Hose getragen. Das Foto mit den Verantwortlichen der Regener 'Turnfeuerwehr' muß vor dem 4. September 1881 entstanden sein, da ab diesem Zeitpunkt laut Beschluß Uniformröcke aus grauschwarzem Tuch eingeführt wurden. Die Aufzählung der Namen erfolgt jeweils von links nach rechts und beginnt mit der sitzenden Reihe. Es sind dies die Herren: Wailrab, Seibold, Roth, Hauf, Josef Grübl, Hüttinger und Preisler und die stehende Reihe: Seibold, Ebner, Alois Eder, Peter Biller, Franz Huber, Mühlbauer und Franz Xaver Wieninger.

42. Erst 1929 ermöglichten es die Finanzen, daß in Regen die erste Motorspritze angeschafft werden konnte. Bis dahin mußten sich die Regener mit einfachen Druck- und Saugspritzen, welche natürlich von Hand betrieben wurden, behelfen. Der geräumige Marktplatz und die angrenzenden Häuserzeilen boten sich geradezu an, hier Übungen durchzuführen. Das Foto zeigt einen Teil der nördlichen Häuserzeile. Auf ihm sind der stattliche Barockbau des Gasthauses 'Zum Pius', der erst vor wenigen Jahren abgerissen wurde, und die heute völlig veränderte Fassade des Geschäftshauses Anton Wieninger zu sehen. Am linken Bildrand ist ein Teil der Neurenaissancefassade des Gasthauses Oberhofer, des ehemaligen 'Glaserwirtes', erkennbar.

43. Es war in Regen Brauch, daß bei Festen die Honorationen Zylinder und Frack trugen, Bis auf die dritte Person von links konnten alle hier abgebildeten Ehrengäste festgestellt werden. Es sind diese von links nach rechts: Max Biller, Herr Tröger, Karl Eder (Bader), Karl Grill; dahinter: Fr.X. Maier, Postmeister Maier, Josef Kräh und Alfons Dachs, Das Foto wurde in der Zwieseler Straße vor dem Gasthaus 'Zum grünen Tal' aufgenommen. Leider konnte nicht eruiert werden, um welches Fest es sich handelte und wann es stattfand.

44. Beim Hofwirt Anton Winter feierten am Kirchweihrnontag, dem 27. Juli 1874, der Bürstenfabrikant Josef Hüttinger, der Zeugschmied Xaver Sedlmayer, der Bäckermeister Peter Biller und der Holzhändler Michael Loibl das erste Pichelsteiner Fest. Wie die an jenem denkwürdigen Kirchweihmontag angelegte und vorn Hofwirt gestiftete Chronik beweist, wurde das erste Pichelsteiner Fest nach dem Gericht gleichen Namens bezeichnet. Hatten 1874 nur die oben genannten vier Bürger den Kirchweihmontag mit Harfenmusik, Gesang, Pichelsteiner Eintopf und süffigem, rotbraunem Festbier gefeiert, so erhöhte sich wohl wegen des gemütlichen Ablaufes dieses Festes die Zahl der Gäste 1875 auf sechzehn und 1876 bereits auf einhundertdreißig. Das aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammende Foto zeigt den Hofwirt mit der damals üblichen Wirtskappe.

45. Vor der Wiedereinführung des Pichelsteiner Festes im Jahre 1930 wurden in Regen bereits ab 1926 Volksfeste gefeiert. Der Festumzug des Jahres 1928 wurde von den Regener Vereinen gestaltet. In der Bildmitte ist deutlich der Festwagen des Regener Turnvereins zu sehen, wie er gerade vom Moitzerlitzplatz zur Brückenauffahrt einbiegt. Der gekennzeichnete Knabe auf dem Festwagen ist der heutige Stadtrat Karl Rechenmacher.

46. Das Pichelsteiner Fest hatte in den Jahren von 1884 bis 1894 und von 1911 bis 1930 nicht stattgefunden. In den Jahren, in denen es seit 1874 gefeiert wurde, war es ein reines örtliches Kirchweihmontagsfest, bei dem der Pichelsteiner Eintopfverzehrt wurde. Um aber den Fremdenverkehr und einzelne Wirtschaftszweige, insbesondere den des Regener Handwerks in den Zeiten der sogenannten Grenzlandnot zu beleben, wurde 1930 das Pichelsteiner Fest wieder eingeführt, auf drei Festtage ausgedehnt und als großes Heimat- und Volksfest arrangiert. Dabei wurden das Pichelsteiner Essen am Montag und der Festzug am Sonntag als Höhepunkte herausgestellt. Prächtige Pferdegespanne und festlich geschmückte Wägen, wie hier der Wagen der Regener Metzgerinnung, haben Tausende von Besuchern aus dem gesamten ostbayerischen Raum angelockt.

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