Regen in alten Ansichten Band 1

Regen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2010-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 1'

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47. Die hier abgebildete 'Regener Trachtenkapelle' von 1935 war in ganz Niederbayern bekannt. Als Tracht wurde von jedem Musiker eine dunkelblaue Tuchjacke, eine schwarze Stoffbundhose, weiße Kniestrümpfe, schwarze Halbschuhe und ein Halstuch aus bunter Seide getragen. Die Farbe der Leibweste war nicht einheitlich, jedoch so fein abgestimmt, daß die gesamte Kapelle ein farblich aufgelockertes Gesamtbild ergab. Folgende Regener spielten in dieser Kapelle. Stehende Reihe von links nach rechts: Michael Weber, Heinrich Schnitzbauer, Max Kronschnabl, Josef Ertl, Anton Huber, Josef Sadlo und Hans Schwaighofer. Sitzende Reihe von links nach rechts: Alois Biller, Paul Ederer, Hans Biller, Josef Fuchs und Anton Brand!. Links neben der Trommel kauernd: Max Peringer und rechts neben ihm Max Fuchs.

48. Die feschen Uniformen des Regener Turnvereins von 1888, welche aus einer hellgrauen hochgeschlossenen Jacke, einer schwarzen Hose, einem breitkrempigen Hut und einem weißen Hemd mit schwarzem Turnerselbstbinder bestanden, wurden bei Aufmärschen immer wieder bestaunt. Von den hier abgebildeten Personen konnten nur mehr noch wenige identifiziert werden. Es sind diese am äußeren linken Bildrand der Marktschreiber Franz Xaver Maier und der Konditormeister Karl Bründl. Der Brillenträger links hinter der Vereinsfahne ist der Konditormeister Max Huber. Es war unter dem Hausnamen 'Hüttinger' bekannter. Hinter dem Fahnenträger steht der Gerichtsschreiber Johann Zitzelsperger. Als zweiter von rechts in der mittleren Reihe ist der Uhrmachermeister Max Feigl zu erkennen. Der Herr mit dem aufgezwirbelten Schnurbart ist der Goldschmied Karl Grill. Die Aufnahme entstand 1910.

49. Der Erste Weltkrieg hat auch die Reihen der Turner gelichtet. Viele Turner sind gefallen, und die Bevölkerung war enttäuscht über die Folgen des Krieges, In der nachfolgenden schwierigen Zeit war es doch dem Uhrrnachermeister Max Feigl, dem Optikermeister Richard Gundermann und dem Goldschmied Karl Grill gelungen, ehemalige Turner und Jugendliche wieder für die Ideen des Turnvaters Jahn zu begeistern. Ein ordentlicher Turnbetrieb wurde aufgebaut und bereits 1920 war der Regener Turnverein wieder so gefestigt, daß die Vorstandschaft des 'Donauwaldgaues' den Regenern die Ausrichtung des elften Gauturnfestes übertragen konnte. Bei herrlichem Sommerwetter bewegte sich am Sonntag, dem 1. August 1920, der Festzug durch den fahnengeschmückten Markt.

50. Der Regener Malermeister Alois Eder lernte während seiner Gefangenschaft in England den Fußballsport kennen und konnte nach seiner Rückkehr in die Heimat 1919 ein Häuflein junger Burschen für die neue Sportart begeistern. Der Richtplatz wurde als Fußballfeld hergerichtet. Das Foto zeigt den Regener Fußballclub aus der Zeit um 1921. Die Namen der Mitglieder sind folgende. Stehend von links: Hechenrieder, Max Loisl, Max Blickenzellner, Sixtus Hollmeier, Josef Trepl (Maiserl), Konrad Stern, Sepp Walbrunn, Peter Pongratz, Ludwig Obermeier, Fred Eder, Heinrich Pongratz, Baptist Zellner, Hans Biller, Ludwig Altschäf1 und Josef Huber, Kniend mittlere Reihe: Otto Huber, Josef Dimpfl, Ernst Zellner und Anton Kestl (Wuz). Untere Reihe: Ludwig Trepl, Franz Stern, Köst1meier und Ferdinand Trepl.

51. Die 'Wilde Liedertafel Regen' ging aus einer Stammtischrunde hervor und pflegte die Geselligkeit. Gesungen wurde gerade so, wie es die bierselige Laune eingab, ohne Dirigenten und in keiner Konkurrenz zu der am 6. Juli 1856 gegründeten 'Liedertafel Regen'. Der Stoffhändler Hans Oswald führte diese urige Gesellschaft an.

52. Als 'gstandnes Mannsbild' wurde früher nur derjenige respektiert, der auch die gesellige Runde am Stamrntisch zu pflegen wußte. Bei einer frischen Maß Bier vom Faß, einer guten Zigarre oder einer erfrischenden Prise Schnupftabak wurde über Zeit und Ewigkeit sowie über alles Menschliche und Unmenschliche diskutiert und gewitzelt. Zu einer solohen gemütlichen Runde am Kachelofen beim Gastwirt Peter Wittmann am Sand haben sich folgende Herren eingefunden. Sitzend von links nach rechts: der Schiller Otto, der Leid Schuster, der Schnitzbauer Xaver; stehend von links nach rechts: der Fotograf Xaver Biller, die daneben stehende Person konnte nicht identifiziert werden, der Landwirt Lohberger, der Postbote Köppl, die Arbeiter Köstlmeier und Johann Pravda. Die Aufnahme stamrnt aus dem Anfang der dreißiger Jahre.

53. Im Jahre 1829 wurde auf der Brückeninsel die Statue des Brückenheiligen Joharm Nepomuk von Prag aufgestellt. Als die hölzerne Brücke 1902 abgerissen wurde, entfernte man auch diese Statue. Erst knapp dreißig Jahre später kehrte der in Altbayern so bekannte Heilige wieder an seinen angestammten Platz zurück. Nachdem die Statue gründlich gereinigt und neu gefaßt wurde, weihte man sie am 23. Mai 1931 wieder feierlich ein. Die Regener und vor allem die Moitzerlitzer hatten ihren Heiligen wieder.

54. Die Orgelbauerstochter Katharina Edenhofer und der Kaufmannssohn Josef Biller waren von Bürgermeister Joharm Partheter gebeten worden, dem königlichen Prinzen Ludwig, der anläßlich des Landwirtschaftsfestes im Juli 1903 in Zwiesel weilte, nicht nur Regens Grüße zu übermitteln, sondern auch die Sorgen vorzutragen, die der Markt mit der alten, hölzernen Brücke hatte, In Versen schilderte dabei Fräulein Edenhofer die Brücke als 'Gefahr für Leib und Leben, empfahl dem Benützer vor der Überfahrt das allerhöchste Testament noch in der Kutsch'n niederschreiben zu lassen' und bat den königlichen Gast doch auch für die Regener ein gutes 'Wörtl' am 'rechten Ortl' einzulegen, da der Markt das nötige Geld für einen Brückenneubau nicht aufbringen könne. Wie berichtet wird, war der hohe Herr über die frisch vorgetragenen Verse hocherfreut. Das Foto zeigt Katharina Edenhofer in der Regener Bürgerinnentracht,

Gruß aus Regen

55. Der Einfluß des Prinzen, des späteren Königs Ludwig Ill., und der tatkräftige Einsatz des Regener Abgeordneten, Wachsziehers und Lebzelters Josef Huber dürften wohl bewirkt haben, daß der bayerische Landtag bereits schon im Dezember 1901 der Regener Marktgemeinde einen Zuschuß zum Brückenbau in der Höhe von 50 000 Goldmark gewährte. Im Jahre 1902 wurde der Bau begonnen und 1905 beendet. Die neue Steinbrücke, wie sie hier abgebildet ist, wurde von den Bürgern des Marktes als technisches Wunderwerk betrachtet. Der dreigeschossige Bau auf der Brückeninsel ist das Färberhaus. Unter seinem vorspringenden, schützenden Dach wurden die gefärbten Tuche zum Trocknen aufgehängt. Vor der Veranda des Färberhauses mitten auf der Brücke stand das Brückenzollhäusl. Die runde Zolltafel ist auf dem Foto gut zu erkennen.

56. Auf alten Postkarten fällt immer wieder auf, daß Straßen, Brücken und Plätze nur an Sonn- und Feiertagen, zu Festen oder an Markttagen belebt sind. So war es auch am Sonntag, dem 2. August 1907, nach dem Kirchgang. Unbekümmert passieren die Kirchgänger die neue Regenbrücke, die heute tagtäglich von Tausenden von Fahrzeugen befahren wird.

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