Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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VORWORT

Der vorliegende Band soll das Verständnis für den unmittelbaren Lebensbereich wecken, das Wissen über die Heimat im Regental unterhalb der stolzen Burg Weißenstein vertiefen.

Regen kann mit Stolz auf eine über achthundertj ährige Geschichte zurückblicken. Trotz vieler Wirrnisse und Schicksalsschläge konnte das Erbe vergangener Zeiten nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt werden. Mit Genügsamkeit und Fleiß wurde in Regen um die materiellen Güter des täglichen Lebens gerungen.

Benediktiner aus Rinchnach und Niederalteich haben im Regental gerodet, die Grafen von Bogen um die Herrschaft gekämpft und die Wittelsbacher auch in Regen ihre Landeshoheit errichtet. Mönche und Weltklerus haben die Herzen der Menschen geformt, der Marktgemeinderat wachte über Sitte und Ordnung. Die kulturellen Werte Regens zu bewahren, Schöpferisches Gedankengut zu fördern, ist Aufgabe der Heimatpflege.

Inhaltsübersicht:

Panorama 1-7

Aus der Geschichte 8-10 Der Regenfluß 11 Brücken 12-18 Denkmäler 19-22 Kirchen 23-32

Der alte Marktplatz 33-34 Ortsteile und Häuser 35-46 Der Ochsenmarkt 47-50

Industrie- und Manufakturbetreibe 51-57 Gewerbe, Handel und Handwerk 58-67 Der Holzschneider 68-69

Das 'Eis'n' 70-71

Landwirtschaftliche Arbeiten 72-75 Abschied von Regen 76

Benützte Quellen:

Pfarrarchiv Regen, Fach J, 1,2,3,4,5;

Fach 14,1,2,3,4,5,6; Stadtarchiv Regen, Aktenrepertorium Nr. I und IJ.

Literatur:

Bundscherer, Otto: Häusergeschichte des Marktes Regen, Regen o. J.: Manuskript in Stadtarchiv Regen. Burkhardt, Manfred: HAB, Teil Altbayern, Heft 34, Regen, München 1975.

Oswald, Gotthard: Die Geschichte der Stadt Regen, Regen 1952.

Sauer, Horst: Regen in alten Ansichten, Zaltbommel/Niederlande 1979.

Sauer, Horst: Regen und die Regener in alten Bildern und Berichten, Grafenau 1981.

Bildnachweise:

Biller, Friedrich, Stadtplatz 8, Regen: 15,70.

Bründl, Ludwig, Bergstraße 14, Regen: 44.

Landesamt für Denkmalpflege, München: 26, 32, 47. Deutsches Museum, München (aus Sondersammlung R 17 89/6): 16.

Hof Georg, Am Sand 11, Regen: 74, 75.

Limbaeher, Hildegard, Frauenhoferstraße 37, Regen: 57, 71.

Hüttinger, Jeannette, Am Platzl3, Regen: 40. Huber, Johann, Ruselstraße 9, Regen: 72. Huber, Otto, Bachgasse 8, Regen: 19.

Franz Xaver Maier, Stadtplatz 27, Regen: 12, 16,28,30, 36,45,48,51,56,59.

Partheter, Gunther, Kirchplatz 1, Regen: 21, 64, 67. Pfarrarchiv Regen: 20.

Pfeffer, Heinz, Amtsgerichtsstraße 1, Regen: 63, 41. Pfundtner, Max, Kirchplatz 8, Regen: 66.

Rauscher, Hans, Buchenweg 1, Regen: 29, 50, 65. Rosenberg, Friedelinde, Waldesruhweg 29, Zwiesel: 10. Stadrarehiv Straubing: 39, 54, 55, 61, 62.

Stadtarchiv Regen: 4, 5, 6, 8, 17,22,34,37,38. Schosser, Fritz, Gotteszell: 58.

Sommer, Maria, Bahnhofsweg 15, Regen: 43.

Weikl, Georg, Osserstraße 23, Regen: Titelbild, 52, 73. Archiv des Verfassers: 2, 3, 7, 9, 11, 13, 14,23,24,26,27, 33,42,46,49,53,60,68,69,76.

Allen Leihgebern bin ich zu herzlichem Dank verpflichtet.

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REG~N

1. Über Regen schreibt das Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern aus dem Jahre 1904 (München, 1904, S. 601) folgendes: Markt mit stiidtischer Verfassung; 664,90 ha; Bahnstation; Postamt mit Telegraph und Telephon; Sitz des Amtsgerichtes, des Notariats und des Bezirksamtes; katholische Pfarrei und Dekanat; Filiale der armen Schulschwestern und armen Franziskanerinnen; 2 katholische Schulen; Kinderbewahranstalt; 2366 Einwohner (2338 Katholiken, 25 Protestanten, 3lsraeliten) 289 Wohngebäude, 60 Pferde, 473 Rinder, 15 Schafe, 265 Schweine und 19 Ziegen. Die dreiteilige Grußkarte mit ansprechender Bordüre zeigt Regen, St. Johann und den Rittersteig nach Weißenstein. Am 20. August 1898 traf die Karte aus Regen (im Original: eine Lithographie im Fotografieton) in Plattling ein.

2. Und über Arbeit und Erholung berichtet Leo Woer!: In Regen grosse Zündholzfabrik und Fabrik optischer Instrumente der Fabrik Rodenstock, München. In der Nähe bedeutende Schneidsägen. Angenehme Badegelegenheit, Kahnfahrten, Jagd und Fischerei. Regen eignet sich infolge seiner günstigen Lage und herrlichen Umgebung zu längerem Sommeraufenthalte. Grußkarte mit drei Abbildungen: Ruine Weißenstein, Eisenbahnbrücke bei Regen und Regen selbst. Die Lithographie im Fotografieton wurde bei Ottmar Ziehrer, München, gedruckt und verlegt. Am 8. Oktober 1894 wurde die Karte in Regen nach Wasserburg aufgegeben. (Literatur: Lee Woerl, Führer durch den Bayerischen Wald und die angrenzenden Gebiete des Böhmerwaldes, Eisenstein und Umgebung, Leipzig, 19013, S. 84.)

3. Die Lichtdruckpostkarte wurde um die lahrhundertwende sehr geschätzt; wirkte sie doch sehr wirklichkeitsnah und naturgetreu. A1phons Adolph hatte in Löbau in Sachsen 1879 erstmals Lichtdruckpostkarten hergestellt und bei seinem Umzug nach Passau 1889 das Verfahren weitergeführt. So entstanden auch Ansichten aus dem Bayerischen Wald im Lichtdruck. Auf der vorgegebenen Lichtdruckpostkarte , die am 2. März 1902 in Regen abgestempelt wurde und am 3. März 1902 in Kirchberg im Wald eintraf, hat der Fotograf den alten Ortskern, die FluBlandschaft mit der Färberinsel und das Viertel jenseits des Regen (Heiliggeist und Moizerlitz) wirkungsvoll herausgearbeitet. (Literatur: Herbert Wolf, Farbige PostkartengrüBe aus dem Bayerischen und Oberpfälzer Wald, Grafenau 1985, S. 38-40.)

4. Regen am Regen ist eingebettet in helle Wiesenhänge und umgeben von lavendelblauen Wäldern und Bergen. Im schmalen Flußtal reiht sich Haus an Haus. Nach Osten hin steigt die Landschaft ständig an. Dem mächtigen Rachelmassiv mit 1 453 Metern Höhe sind die sich weit ausladenden Rinchnacher Hochwälder und der Riedberg vorgelagert. Der Kirchturm überragt noch die Weinberghöhe. Deutlich erkermbar sind die Ortsteile St. Johann, Froschau, der Wieshof mit der alten Poschetsrieder Straße und das Bahnhofsviertel. Die Luftaufnahme stammt von dem Regener Fotografen Xaver Biller. Rechts im Vordergrund wurde bereits mit dem Erdaushub der 1936137 gebauten Ostmarktstraße begonnen.

5. Diese Luftaufnahme des Fotografen Xaver Biller fängt die Felder und Fluren nördlich von Regen bis hin zum Großen Arber, dem mit 1 455 Metern höchsten Berg des Bayerischen Waldes, ein. Der wehrhafte Kirchturm scheint mit den Kuppen des Arbergipfels korrespondieren zu wollen. Die Fluren Mesnerseuge, Steinäcker, Hinhart und Rotkreuzäcker sind noch unbebaut. Die Aufnahme entstand 1935, dem Jahr, in dem die Regener Pfarrkirche über das Presbyterium hinaus verlängert wurde. Das Dach ist gerade aufgezimmert, wie auf dem Bild zu erkennen ist.

6. Auch nach Westen hin steigen die weiten Wälder bis zur Oberbreitenau (1 127 Meter hoch) an. Wiesen und Wälder wechseln sich einander ab. Die ein- und zweigädigen Häuser scharen sich um das Regener Gotteshaus. Nur der vom Niederalteicher Abt Joscio Hamberger kurz nach 1700 umgestaltete Pfarrhofmit seinem Halbwalmdach kann der Pfarrkirche trotzen. Er ist eben ein Amtsgebäude und dokumentiert deutlich, werin Regen das Sagen hatte. Die Aufnahme entstand um 1940. Der Umbau der Pfarrkirche ist abgeschlossen. Die Rusel- und die Ostmarkstraße sind die neuen Verkehrsadern nach Regen.

Regen, bayer. Wald

7. Der Bliek nach Süden wird bekrönt von der Silhouette der Burgruine Weißenstein, dem Burgkasten und dem Windrad, das Siegfried von Vegesack Anfang der zwanziger Jahre zur Gewinnung von Strom aufstellen ließ. Es ist in der Mitte des Bildes nur schwach zu erkennen. Unterhalb des Pöschlhofes verläuft die 1877 erbaute Eisenbahnlinie. Der stolze Schützenhof liegt innerhalb einer Blockflur. Die Straße nach Weißenstein war mit weißem Quarzbruch, der in der Nähe der Burg gebroehen wurde, geschottert.

8. Regen liegt innerhalb des Schenkungsgebietes, das Kaiser Konrad II.am 1. Januar 1029 an das Kloster Rinchnach übergab. Sicherlich sind wohl zunächst unter der Leitung der Benediktiner aus Niederalteich und Rinchnach die Fluren um Rinchnach gerodet und Dörfer angelegt worden. Viel später erst, 1148, wird eine Kirche von Regen erwähnt. Als Ortschaft und Dorf ist Regen erstmals 1228 urkundlich belegt. 1254 wird der Ort -als Niederalteicher Klostermarkt bezeichnet. Die Gelängefluren zwischen Galgenberg, Bärndorf, Schönhöh und Langdorferstraße nördlich von Regen sind wohl von Rinchnacher und Niederalteicher Benediktinern angelegt worden. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1909.

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