Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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9. Diese Luftaufnahme von 1935 zeigt deutlich den alten Ortskern und die Regenbrücke. Die Regenbrücke war auch Grenzbrücke zwischen der durch Kauf an das Passauer Hochstift gekommene Grafschaft Windberg bei Windorf an der Donau und der Grafschaft Bogen. Das DorfRegen, am rechten Ufer des Flusses gelegen, gehörte offenbar zur Grafschaft Bogen. Als Graf Albert II. von Bogen am 15. Januar 1242 ohne Leibeserben starb, erbte der Wittelsbacher Otto 11. Vogtei- und Grafschaftsrechte in Regen. Zum Aufbau von Verwaltung und Gericht im Sinne der Landeshoheit fehlte dem Wittelsbacher aber in Regen die Grundherrschaft. Ein Tauschvertrag, der am 1. April 1270 zwischen dem niederbayerischen Herzog Heinrich XIII. und Abt Hermann von Niederalteich geschlossen wurde, brachte sie dem Wittelsbacher.

10. Aufgrund des Tauschvertrages überläßt der Herzog dem Abt je einen Hof in Sallitz, Metten und auf der linken Seite des Regen; dafür aber erhält er einen Hofund zahlenmäßig nicht erfaßbare Hofstellen in Regen, vier Lehensgüter in Chundorf und dreieinhalb Lehensgüter in Greimprechtstorf. Der Herzog ließ beide Dörfer abreißen, wohl zwischen 1270 und 1307 den Marktplatz anlegen und die Plangewannfluren der beiden Orte in die des schon bestehenden Marktes Regen einbeziehen und neu verteilen. Regen wurde ein Gemeinwesen mit herzoglichen Gerichts-, Vogtei-, Verwaltungs- und Grunduntertanen . Der alte Klostermarkt wurde herzoglicher Bannmarkt, dem am 10. Juli 1448 Wappen und Siegel verliehen wurde. Am 1. Januar 1932 wurde Regen zur Stadt erhoben. Das Foto hat Anton Pech aus Zwiesel am 1. Januar 1932 gemacht.

11. Durch Regen fließt der Große oder Schwarze Regen. Hunderte von Bächen im Grenzkamm zwischen Arber und Lakkaberg speisen den Fluß. Seine Name ist bereits schon 179. n. Chr. belegt. Eine in der alten Römerstadt Regensburg entdeckte Bauinschrift bezeugt dies. Die neuere Flußnamenforschung hingegen nimmt an, daß der Flußname Regen, der in Übersetzung aus vorgermanischen Sprachelementen soviel wie Wasser bedeutet, wohl schon im 1. Jahrhundert v. Chr. von den ins Regental vordringenden germanischen Stämmen besonders im Unterlauf des Flusses gebraucht wurde. Der Flußname hat sich auf den Ort übertragen.

12. Die Ludwigsbrücke, genannt nach Prinz Ludwig, dem späteren König Ludwig 111., wurde in den Jahren von 1902 bis 1905 erbaut. Der Kostenvoranschlag des Straßen- und Flußbauamtes Deggendorfvom 31. Dezember 1898 betrug 140 000 Reichsmark. Auf Vermittlung von Prinz Ludwig wurde dem Markt Regen für den Brückenneubau ein Staatszuschuß von 50 000 Reichsmark gewährt. Mit dem Abzahlen der Schulden ließen sich die Regener Zeit. Noch am 18. Juni 1914 betrug die Brückenbauschuld 72 038 Reichsmark und 14 Pfennig. Die alte hölzerne Brücke, deren einzelne Brückenteile zusammen eine Länge von 56 Metern hatten, war nicht mehr verkehrssicher und Spaßeshalber erzählte man sich, daß man vor dem Überschreiten der wackeligen Brücke lieber doch ein Testament aufsetzen sollte.

Regen (Ndb.~

13. Die Ludwigsbrücke war ein gelungenes Bauwerk und eine Zierde des alten Marktes, die jeder Gast bestaunte. Harmonisch fügten sich die Brückenbögen in die Flußlandschaft. Die sanfte Ausgeglichenheit der Bögen setzte sich im schmiedeeisernen Geländer fort. Beim Umbau der Brücke 1973 büßte dieses technische Meisterwerk seine Archtektonik ein, auch das kunstvolle Geländer wurde beseitigt. Die Ansichtskarte erschien kurz nach 1920. Der Kaufmann Hugo Hesse hat sie verlegt.

14. An das Zollhäusl mitten auf der Ludwigsbrücke erinnern sich die älteren Mitbürger noch gerne. 1935 wurde es abgerissen. Noch 1921 hatte es die Marktgemeinde, die 1808 das Zollrecht und die Baulast von der Pfarrkirche St. Michael übernahm, neu aufgebaut. Doch die Zeit der großen Zolleinnahme war vorbei. Seit 1877 transportierte die Eisenbahn Holz und Glas aus dem Zwieseler Winkel und Vieh aus dem Rinchnacher Land. Bedeutend weniger Fuhrwerke passierten die 'innere' Brücke. So bittet am 4. Oktober 1928 der Zolleinnehmer Alois Rettenberger die Marktgemeinde urn Ermäßigung der Brückenzollpacht. Er hatte im September 1928 nur 19,20. Reichsmark eingenommen und mußte 40,80 RM draufzahlen, da die monatliche Pacht an die Marktgemeinde 6û RM betrage. Als Begründung führt er an, daß der Bau der Nebenbahn Zwiesel-Bodenmais 1928 auch noch die letzten Fuhrwerke verdrängte habe. Der Markt reduzierte die monatliche Pacht auf 40 RM.

15. Die Einnahmen aus dem Brückenzoll sollten für den Unferhalt der Brücke verwendet werden. Noch am 21. Mai 1931 hatte der Marktgemeinderat folgende Gebührenordnung beschlossen: Für jedes Pferd in oder außer Gespann waren 10, für jedes Stück Hornvieh in oder außer Gespann 5 und für jedes Stück Jungoder Kleinvieh (Schaf, Schwein oder Ziege) ebenso 5 Reichspfennig zu entrichten. Für den herdenweisen Trieb von mehr als 10 Stück mußte je Tier 3 Reichspfennig bezahlt werden. Von Autos wurden keine Gebühren erhoben, da man sie nicht aufhalten konnte, wie noch 1914 allen Ernstes der Marktgemeinderat meinte. Außerdem wollte man in Regen nicht verkehrsfeindlich wirken. Eine Statistik beweist, daß vom 12. März bis 11. November 1910 insgesamt 235 Automobile den Markt passierten. Die Aufnahme zeigt einen vom Saumarkt heimkehrenden Bauern.

16. Die üstmarkstraße führt von Bayreuth über Cham durch den Bayerischen Wald nach Passau. Sie sollte den Bayerischen Wald mit dem Berliner Raum und dem sächsischen Industriegebiet verbinden. 1936/37wurde die Teilstrecke Regen gebaut. Die Aufnahme des Regener Fotografen Franz Xaver Maier zeigt den Bau der Brücke über das Tal der Schlossauer Ohe.

17. Die neue Ostmarkbrücke wurde von der Bevölkerung viel bestaunt. Die nationalsozialistischen Machthaber benutzten sie sozusagen als Aushängeschild, wie die Reichsregierung Arbeitslosigkeit und Elend in einem Notstandsgebiet behebe. In Wirklichkeit aber wurde der Bevölkerung nur eine Scheinblüte vorgegaukelt, um von den menschenverachtenden Zuständen dieser Diktatur abzulenken. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Regen hatten Pioniere der deutschen Wehrmacht wider alle Vernunft am 24. April 1945 um 10.45 Uhr die Brücke gesprengt.

18. Im Jahre 1877 wurde die Eisenbahnbrücke über die Schlossauer Ohe fertiggestellt. Drei mächtige, turmhohe Pfeiler tragen die 3481ange Brücke. Die Spannweite des mittleren Stückes, an dem gerade gebaut wird, beträgt 76 Meter. Beeindruckend ist auch die Dachlandschaft des Weilers Frauenmühle: Flachere, mit Steinenbeschwerte Legschindeldächer wechseln sich mit steileren Scharschindelndächern ab. Im Vordergrund sind deutlich gegen den Hang angelegte Bifänge zu erkennen. Heute besteht der Weiler Frauenmühle nur noch aus einem Wohngebäude und einem Stadel.

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