Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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19. Den Opfern des Krieges 1870/71 hatten die Männer der Pfarrei Regen ein Denkmal gesetzt. Es wurde 1872 vor dem Haupteingang der Pfarrkirche an der Nordseite aufgestellt und am 11. März 1873 enthüllt. Elf Opfer hatte die Pfarrei Regen zu beklagen: Max Mächtlinger, Färberssohn; Josef Maier, Postbotenssohn; Georg Münichsdorfer, Hutmacher; Michael Schlagintweit, Hutmachergeselle; Franz Xaver Syroth, Tuchmacherssohn; Kaspar Weichl, Schuhmacher; Michael Schuh, Landrichterssohn; Franziska Raith, Hausbesitzerstochter (alle Regen); Jakob Mühlbauer, Häuslerssohn von Sumpering; Georg Niedermaier, Gütlerssohn von Sumpering; und Anton Pledl, Bauerssohn von Augrub. Seit 1922 steht dieses Kriegerdenkmal am Friedhof. Die Aufnahme wurde am Tag der Enthüllung gemacht. Das neugotische Denkmal ist fünfeinhalb Meter hoch.

20. Erst 1931 wurde die Nepomukstatue wieder auf der Ludwigsbrücke aufgestellt. Beim Bau der Brücke stüzte sie 1902 in den Regenfluß, wurde nach längerer Zeit erst geborgen und im Rathaushof eingelagert. 1911 entschlossen sich Magistrat und Gemeindekollegium, das Kunstwerk an der Wolfgangshöhe auf einem vorragenden Felsen wieder aufzustellen. Den Moizer!itzern blutete das Herz. Sie holten ihren Heiligen wieder auf die Brücke zurück. Am 16. Mai 1931, dem N amensfest des Heiligen, wurde die renovierte Statue von Stadtpfarrer Nikolaus Hackl feierlich benediziert.

21. Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde 1926/27 errichtet. Heute steht das Denkmal am Stadtplatz, ein Mahnmal der Lebenden. Nach der statistischenErhebung von 1952 hat die Pfarrei Regen 461 Opfer aus den drei letzten Kriegen zu beklagen.

22. Mitten auf dem Stadtplatz steht die Mariensäule. Sie wurde 1872 errichtet und am 1. Mai 1873 feierlich eingeweiht. Als Dank dafür, daß der Frankreienfeldzug schon 1872 beendet war und auch die um diese Zeit in Regen grassierende Blatternepidemie aufhörte, wurde die Mariensäule aufgestellt. Die Initiative ging von den damaligen Benefiziaten Franz Xaver Wieberger und den Frauen und Mädchen des Marktes aus. Die Kosten der Säule beliefen sich auf rund 1 300 Gulden und wurden durch Spenden aufgebracht. 1948 wurde im Zuge der 500-Jahr-Feier der Wappenverleihung an Regen die Mariensäule zum Brunnen umgestaltet. Die kunsthandwerklichen Steinmetzarbeiten führte Franz Schwate aus. Die Friedenseiche wurde ebenfalls 1872 gepflanzt.

23. An der Regener Pfarrkirche haben die Jahrhunderte gebaut. Der kleine Turm an der Nordseite stammt aus der romanischen Zeit. Pfarrer Ulrich Schacz (1462-1482) dürfte mit dem Bau der gotischen Kirche begonnen haben. Der mächtige Wehrturm war ursprünglich nicht mit der Kirche verbunden. Erst 1473, wie die Jahreszahl an der Südecke des Turmes beweist, wurde das Langhaus an den Turm angebaut. Am 13. September 1648 wurden der Markt und die Pfarrkirche von den Schweden in Brand gesteckt. Nur die Umfassungsmauern der Kirche blieben stehen. 1656/57 wurde die Kirche wieder aufgebaut und hat bis zum Umbau von 1935 keine wesentlichen baulichen Veränderungen erfahren. Die vorgegebene Ansicht zeigt die Pfarrkirche vom Osten her mit Presbyterium, Ölberg und Frauenkapelle. Das Foto entstand um 1930. In alten Prospekten wird diese Ansicht auch als Malerwinkel angepriesen.

24. Unter Pfarrer Josef Maser (1848-1862) wurde 1861 das Innere der Pfarrkirche erneuert. Die Ausstattung des 17. und 18. Jahrhunderts mußte einer byzantinisch-neuromanischen weichen, die in der Mayerschen Kunstanstalt in München hergestellt worden war. In zwölf Kisten verpackt wurden die Altarbauten und Statuen mit der Eisenbahn am 21. September 1861 von München nach Plattling transportiert und von dort mit Pferdefuhrwerken nach Regen gebracht. Die Fracht der zwölf Kisten von München bis Plattling kostete 33 Gulden und 18 Kreuzer. Die Kiste mit dem heiligen Michael, dem Kirchenpatron von Regen, wurde einige Tage später nachgeliefert, wie aus einem Schreiben der Kunstanstalt hervorgeht. Der imposante Hochaltar mit dreiteiligem Retabelaufsatz wirkte in sich geschlossen streng, füllte aber die Apsis aus. 1935 wurde er abgerissen.

25. Das spätgotische Chorbogenkruzifix aus der Zeit um 1500 beeindruckt jeden Besucher der Regener Pfarrkirche. Mit seiner Höhe von 2,70 Metern beherrschte es das Langhaus. Leiden und Sterben des Schöpfergottes sind wirklichkeitsnah und künstlerisch vollendet dargestellt. Im Hintergrund das dreiteilige Retabel des Hochaltares. Die auf dem Reißbrett entworfene Architektur und Ornamentik entbehrten jeder künstlerischen Kreativität, betonten aber deutlich, daß sich die Menschen jener Zeit einem festen Welt- und Lebensbild unterzuordnen hatten. Darin lag eben der Wert des neuromanischen Gestaltungswillens. Der Hochaltar kostete 2 150 Gulden. Die Wandmalereien am Chorbogen wurden 1920 angebracht und stammen vom Kirchenmaler Johann Böckl aus Weichs bei Regensburg.

26. Der Altar der Frauenkapelle stammte ebenfalls aus der Mayerschen Kunstanstalt in München, wurde 1861 aufgestellt und kostete 700 Gulden. Die Aufnahme entstand etwa um 1925. Der Fußboden ist mit Bohlen ausgelegt.

27. Bis zum Umbau von 1935 befand sich in der Nische zwischen Apsis und Frauenkapelle ein Ölberg, der vom Friedhof her zugänglich war. Die Qualen und Ängste des Schöpfergottes gestaltete die Barockzeit in äußerst anschaulichen Bildern und Szenerien, um auf die Betrachter sinnlich einwirken zu können. Die Ölbergnische dürfte wohl 1697 gleichzeitig mit dem Umbau der Frauenkapelle entstanden sein. Die Ausstattung ist wohl dem 18. Jahrhundert zuzuordnen. Wie Pfarrer Nikolaus Hackl berichtet, wurde am Gründonnerstagabend vor dem Ölberg der Rosenkranz gebetet.

28. Der 'Herrgot auf der GaB' war im 18. und 19. Jahrhundert ein bekannter Christuswallfahrtsort. Der Hauptwallfahrtstag war der 3. Mai, das Fest der Auffindung des heiligen Kreuzes. Aus sieben Pfarreien, wie Pfarrer Nikolaus Hackl in seinen Aufzeichnungen berichtet, kamen Prozessionen nach Regen zum 'Herrgott auf der GaB'. Leider gibt Pfarrer Nikolaus Hack.l nicht die einzelnen Orte an. 1887 wurde diese kleine Gebetsstätte am Kirchplatz rechts neben dem Aufgang zur Pfarrkirche neugestaltet und dabei die Eisenkonstruktion, die 480,30 Reichsmark kostete, aufgestellt. Aus der Zeit der Wallfahrt haben sich silberne Votivgaben erhalten.

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