Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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29. Im alten Regen hatte man es mit der Zeit nicht so genau genommen. Bei Hochzeiten und Beerdigungen hatte der Mesner absichtlich die Uhr vorgestellt, um auch noch die Säumigsten bei der Kollekte oder beim Opfergang zu erwischen. Ansonsten ließ man die Uhr in Regen nachgehen, was den Amtsrichter erboste. Die Streithanseln konnten bei Vorladungen auf die Kirchenuhr verweisen. 1874 griff sogar das königliche Bezirksamt ein und drohte der Gemeinde, das Bezirksamt nach Zwiesel zu verlegen, weil dort 'bessere Uhrenverhältnisse' bestünden, wie es in einem alten Akt allen Ernstes heißt. Trotz obrigkeitlicher Drohung hatten Gemeinde und Kirche erst 1887 das hier abgebildete Uhrwerk von J. G . Pfaffenberger aus Gubitzmoos bei Bayreuth um 1 251 Reichsmark erworben. Kosten und Eigenturnsrechte teilten sich Marktgemeinde und Kirchenverwaltung je zur Hälfte.

30. Die Heilig-Geist-Kirche am Südende des alten Marktes auf der linken Flußseite wurde zwischen 1421 und 1425 als Spitalkirche von Hans von Degenberg erbaut. 1623 wurde die Kirche durch Feuervernichtet und erst im 18. Jahrhundert gründlich renoviert. Die Einrichtung stammt aus der Zeit um 1735. Das Altarbild des nördlichen Seitenaltares mit der Muttergottes, St. Nepomuk, St. Johannes dem Täufer und St. Gunther malte der Regener Künstler Joseph Sänft11737. Das Hochaltarbild stammt von Franz Anton Rauscher. Es stellt die Krönung Mariens dar. 1780 wurde es gemalt.

31. Die Antoniuskapelle unterhalb von St. Johann war ein kleiner Zentralbau mit kreuzförmigem, lebhaft bewegtem Grundriß und drei Apsiden. Ursprünglich war dieses Kirchlein dem heiligen Gunther geweiht, dem großen Rodungsapostel des mittleren Bayerischen Waldes. 1717 wurde der hier abgebildete Barockbau errichtet. Besonders wirkte der Dachreiter mit dem Kuppelhelm. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Schwedenkrieg übertrug sich das Patrozinium auf den heiligen Antonius; 1884 wurde die Kapelle durch den Bierbrauer und Hofwirt Anton Winter von Regen um 6 000 Reichsmark renoviert. Das Deckengemälde stellte den heiligen Antonius dar, wie er den Fischen predigte, auf dem Altarbild erteilte der Heilige den Segen, wobei ein Esel in die Knie fiel. 1946 wurde die Kapelle wegen Baufälligkeit abgebrochen.

32. Ein Kleinod des so kunstvollen 18. Jahrhunderts ist die Inneneinrichtung von St. Johann. Der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre stammen aus der Zeit um 1700; die Kanzel, eine Rokokoarbeit, wohl um 1779. Das Hochaltarbild zeigt den heiligen Johannes auf Patmos, das Altarbild des linken Seitenaltares stellt die Himmelfahrt Mariens dar, das des rechten St. Joseph mit dem Kind. Jubelnde Formen und Farben beherrschen den lichtdurchfluteten Raum. Die Aufnahme entstand um 1925.

33. In seinem 1254 angefertigten Güterverzeichnis bezeichnet Abt Hermann von Niederalteich Regen als Markt, der der Klostergrundherrschaft Rinchnach untersteht. Aufgrund eines Tauschvertrages vom 1. April 1270 zwischen Herzog Heinrich XIII. und Abt Hermann von Niederalteich wurde Regen herzoglicher Markt. Der rechteckig angelegte Marktplatz dürfte wohl in den folgenden Jahrzehnten entstanden sein. Der Herzog hatte Regen zum Gerichts-, Verwaltungs- und Wirtschaftsmittelpunkt ausgebaut. Die Aufnahme entstand etwa um 1895. Neben Handel und Gewerbe hatten viele Regener Bürger noch eine Landwirtschaft betrieben.

34. Der Marktplatz Ende der zwanziger Jahre. Die beherrschenden Häuser an der Nordseite sind: das 1900 im Neurenaissancestil erbaute Oberhofer-Haus und das barocke Pius-Haus.

35. St. Johann vom Westen her. Bis zum Neubau der Ostmarkstraße 1936/37 war die alte Deggendorferstraße die Verbindung ins niederbayerische Flachland. Die Aufnahme entstand um 1930.

36. Dieses Foto vor 1930 zeigt hauptsächlich die Untermühle auf der Froschau in der Deggendorferstraße. Saftige Wiesen wechseln sich mit wogenden Kornfeldern ab. Am rechten Bildrand ist die St.-Anna-Kapelle am Weinberg zu erkennen. 1904 wurde sie gebaut. Beim Untermüller hatte 1901 der spätere Maler Georg Broel als 17jähriger Holzkaufmannsvolontär der Münchner Holzfirma Freundlich logiert.

37. Im Jahre 1927 wurde die Turnhalle an der Deggendorferstraße fertiggestellt. Die Metzgermeisterseheleute Xaver und Karolina Schnitzbauer hatten dafür den Grund auf der Osterwiese hergegeben. Für das ein Tagwerk und 24 Dezimal große Grundstück zahlte der Mark 4 960 Mark. Der Kostenvoranschlag einschließlich der Grunderwerbung und der Inneneinrichtung betrug circa 65 0000 Mark. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus gab einen Zuschuß von 8 000 Mark. Der Markt Regen nahm bei der bayerischen Gemeindebank einen Kredit von 30 000 Mark auf. Die Turnhalle diente auch als Konzert- und Veranstaltungsraum . Später wurde noch in den freistehenden Zimmern die Jugendherberge untergebracht.

38. Gegenüber dem königlichen Bezirksamt (heutigem Rathaus) stand bis 1912 die Obergraßlsche Brauereigaststätte, eine beliebte Einkehr. Das Gebäude einschließlich der Wirtschaftsteile wurde abgebrochen und an seiner Stelle das neue Bezirksamt (Landratsamt) 1913 errichtet. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1910.

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