Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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39. In de Pfleggasse zeigt sich ganz das altertümliche Regen. Vor dem Haus des Pfleggassenschmiedes warten Räder und Wagen auf Reparatur. Die Stadeltore der Ackerbürger künden davon, daß neben einem Handwerk auch noch eine kleine Landwirtschaft betrieben wurde. Wegen des Funkenfluges mußte der Kamin des Backofens abgeschirmt werden. Breit ausladende Flachdächer wechseln sich mit Halbwalmdächern ab. Die Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren, mindestens vor 1928, denn in diesem Jahr erfolgte der Umbau der Schmiedewerkstätte zu einem Verkaufsladen.

40. Als die Schweden am 10.12. 1633 den Markt in Brand steckten, wurde auch das Haus des Bäckermeisters Paul Regner (heute Hüttinger Haus am Platzl) durch das Feuer vernichtet. Er hatte in seinem Hause ein Bild, welches die Muttergottes darstellte, wie sie das Jesuskind in Windeln legt. Dieses Bild wurde nach dem Brande mitten im glühenden Schutt zur allgemeinen Verwunderung unversehrt gefunden. Das Bild karn in der Folge in die Schloßkapelle des Pflegers von Fürsteneck an der 1lz und von dort 'ûber Umwegen' nach Salzburg und auf den Plainberg, auf dem 1657 eine Kapelle und 1676 eine große Wallfahrtskirche errichtet wurde. Der Regener Kunstmaler Franz Sänft! fertigte 1729 eine Kopie an, die den Hauseigentümern gehört und erst in unserem Jahrhundert oberhalb des Türsturzes angebracht wurde. (Zitiert nach: G. Oswald. Gesch. d. Stadt Regen, Regen 1952, S. 265.)

41. Das ehemals kurfürstliche weiße Brauhaus an der Ecke Amtsgerichts-/Bodenmaiserstraße hat schon im 19. Jahrhundert eine Reihe von Umbauten erfahren. 1900 wurde in den Seitenflügel an der Bodenmaiserstraße eine Schlosserwerkstätte eingebaut. Im Brauhaus an der Amtsgerichtsstraße wurden 1901 Wohnungen eingerichtet. 1811 kauften die elf Bräuer von Regen das Bräuhaus vom Staatsärar , wahrscheinlich um eine Konkurrenz auszuschalten. Seit 1909 betrieb die Familie Pfeffer in diesem geschichtsträchtigen Haus eine Gastwirtschaft mit Metzgerei. 1986 wurde das Gebäude abgerissen.

42. Die Bemühungen um ein Krankenhaus in Regen reichen bis in das Jahr 1840 zurück. Am 28. Januar 1850 kaufte der Magistrat von Regen vom Maurer Michael Maier das Privathaus in der heutigen Amtsgerichtsstraße. Die Vorarbeiten dazu hatte der Landgerichtsarzt Dr. Brunner geleistet. Am 11. Juli 1872 kauft der Distrikt Regen das Krankenhaus auf. Mallersdorfer Schwestern übernehmen die Pflege. Für jede Schwester ist eine jährliche Entlohnung von 86 Mark vorgesehen. Mehrere Erweiterungsbauten folgten. 1896 erhielten Krankenhaus (links im Bild) und Amtsgericht eine eigene Wasserleitung (rechts im Bild). 1913 wurde für das Krankenhaus ein eigenes Telefon genehmigt. 1896 versorgte das Krankenhaus 265 Patienten. Das Amtsgericht wurde 1874175 gebaut.

43. In Moitzerlitz lebten und arbeiteten die Menschen als Händler, Handwerker und Kleinlandwirte. Es reichte halt gerade zum Überleben. Die kleinen geduckten Häuser mit ihren breitausladenden Giebeln sind ein getreues Abbild der Genügsamkeit der Bewohner. Aber ein wacher Geist wohnte schon immer in den Moitzerlitzern. 1501 bereits kämpfen sie mit den Regenern am anderen Ufer des Flusses um ihre Gleichberechtigung. Am 1. Januar 1918 wurde die Ortschaft Heilig Geist aus dem Verband der Gemeinde Eggenried herausgelöst und dem Markt Regen einverleibt.

44. Café und Konditorei von Kar! Bründl in Moitzerlitz nahe an der Regenbücke waren ein zweigeschossiger Massivbau, an der Straße etwas in den Boden gesenkt. Als Eckhaus beherrschte es den Ortsteil Moitzer!itz. 1905 wurde das Obergeschoß aufgesetzt und die nachbarocke Fassade aufgeführt. Als Spezialität konnte Karl Bründl seinen Gästen vorzüglich behandelten Meth und kräftige Lebzelten aus Roggenmehl und Waldhonig anbieten. Auch dieses Haus wurde wegen des Baues der Ruselstraße abgebrochen.

45. Beim Bau der Ruselstraße 1934 wurden in den Ortsteilen Heilig Geist und Moitzerlitz dreizehn Wohnhäuser abgebrochen, darunter auch die Wohnhäuser und Werkstätten der Schneidermeister August Schwaighofer und Franz Feineis (bzw. Alois Reitbauer). Wegen Verbreiterung der Straße wurden beide Häuser zurückversetzt und zweigeschossig wieder aufgebaut. Beim Einmarsch der Amerikaner am 24. April 1945 wurden beide Häuser in Brand geschossen, konnten aber 1946/47 wieder aufgebaut werden. Die Aufnahme um 1935 zeigt deutlich den Einfluß oberbayerischer Stilelemente.

Regen - 8ahrhofstraße

46. Die Bahnhofstraße Anfang der zwanziger Jahre. Eine Allee von Bäumen ziert noch die Straße , die heute täglich von Tausenden von Fahrzeugen passiert wird.

47. Die herzoglichen Marktrechtsverleihungen beweisen eindeutig, daß sich Regen zum zentralen Marktort entwiekelt hat. Besonders der Ochsenmarkt in Regen hatte überörtIiche Bedeutung erlangt. 1599 ließ der Landrichter von insgesamt 1 531 Ochsen Zoll einheben. 728 Ochsen wurden von Händlern aus Nürnberg, Cham, Straubing und Perlesreuth auf den Regener Markten aufgekauft. 803 wurden entweder durchgetrieben oder in Regen aufgeboten. Die überwiegende Zahl der Ochsen wurde aus dem Passauer Abteiland oder aus dem Land ob der Enns eingeführt. Auch böhmische und ungarische Ochsen wurden in Regen aufgetrieben. Offenbar ist der Metzger und OchsenhändIer Ulrich Mathäus aus Augsburg bei einem Markttag 1586 in Regen verstorben. Noch bis zum Beginn unseres Jahrhunderts war das abgebildete Denkmal an der Nordseite des Langhauses der Pfarrkirche zu sehen. Zwei Engel halten das Wappen mit einem wildaufsteigenden Ochsen.

48. An manchen Markttagen wurden zwischen dreihundert und vierhundert Ochsen aufgetrieben. Besonders im Rinchnachtal und im Zwieseler Winkel wurde noch in den zwanziger und dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts eine intensive Rinderzucht und Ochsenmast betrieben. Per Bahn wurden dann die aufgekauften Mastochsen in die Großstädte Bayerns transportiert. Das Foto stammt aus der Zeit um 1930.

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