Regen in alten Ansichten Band 3

Regen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4600-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regen in alten Ansichten Band 3'

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49. Ein Bauer treibt seine erstandenen Gangochsen nach Hause. Gangochsen durften nicht älter als zwei Jahre sein und wurden als Zugtiere abgerichtet. Bevor die etwa achtjährigen Schlachtochsen auf den Markt getrieben wurden, sind sie einen Herbst und Winter zuvor auf Mast gefüttert worden.

50. Auch Zuchtvieh wurde auf den Regener Märkten aufgeboten. Der Unterschied zwischen Herr und Knecht wird auf diesem Bild deutlich.

51. Am 1. Januar 1883 eröffnete die Sparkasse in der Landgerichtsapotheke am Kirchplatz ihren Geschäftsbetrieb. Benefiziat Franz Xaver Wieberger hatte die Gründung vorangetrieben. Er war auch bis 1887 der Kassenverwalter. Kassenstunden waren nur einmal in der Woche am Montag von acht bis zwölf Uhr. Auf Vorschlag von Franz Xaver Wieberger wurde der Apotheker Johann Prunner vom Distriktsrat zum Kassenverwalter bestellt. Bis zu seinem Tod am 17. Juni 1917 übte er dieses Amt aus. Von 1918 an hatte die Sparkasse ihr Geschäftslokal im Ergeschoß des heutigen Rathauses. 1928 erwarb die Sparkasse das Haus Nr. 248 in der Bahnhofstraße, in dem sie wenig später ihre Geschäfte aufnahm.

52. Eine der ersten größeren Industrieansiedlungen in Regen war die Zündholzfabrik der Gebrüder Müller, die der Kaufmann Josef Eder errichtet hatte. Die Aufnahme aus der Zeit um 1890 stammt von M. Kopecky aus Winterberg im Böhmerwald. Links von der Mitte des Bildes in der Zwieselerstraße ist noch die Orgelbauanstalt des Ludwig Edenhofer zu erkennen. Es ist ein stattlicher Massivbau mit zwei Geschossen, ausgebautem Giebelgeschoß und vorgezogenem Dach. Unter dem Dach ist ein Holzbalkon sichtbar. In der Zeit von 1850 bis zum Tod Ludwig Edenhofers 1895 wurden in Regen nicht weniger als 210 Orgeln gebaut, die sogar bis nach Rußland geliefert wurden. 1897 wurde nach dem Tod von Josef Edenhofer, dem Sohn Ludwig Edenhofers, die Orgelbauanstalt in Regen stillgelegt.

53. Im Jahre 1899 errichtete der königliche Kommerzienrat Josef Rodenstock in Regen ein Zweigwerk seiner optischen Fabrik. Die günstige Lage des Werksgeländes in unmittelbarer Nähe zur Eisenbahn hat sicherlich die Wahl des Standortes beeinflußt. Mit 90 Arbeitern begann loser Rodenstock in Regen die Produktion. Zunächst wurden hergestellt: Bigläser, flache Zylindergläser, Bistigmate, Aplanate, Landschaftslinsen, Projektionsobjektive nach Petzvall, Beleuchtungslinsen, Dialyte und Hohlspiegel. Die ersten Fabriksgebäude wurden von einer Deggendorfer Baufirma gebaut. Den ersten Erweiterungsbau 1905 übernahm die Regener Baufirma Michael Ruderer. Direktor Leisegang leitete das Werk von 1900 bis 1948.

54. Die Greiplsche Federhalterfabrik in der Bahnhofstraße gleich im Anschluß an den Moitzerlitzplatz ist aus einer Drechslerei hervorgegangen. 1898 begann Heinrich Greipl mit der Herstellung von Federhaltern. 1904 wurde der erste Gasmotor angeschafft. Weitere Spezialmaschinen folgten. Je nach Konjunktur schwankte die Zahl der Beschäftigten in den zwanziger und dreißiger Jahren zwischen zwanzig und dreißig Personen.

55. Greiplsche Federhalter wurden in die ganze Welt geliefert. 20 000 - 30000 Federhalter wurden am Tag hergestellt. Über 800 verschiedene Sorten konnten angeboten werden. Über eine Bank in Saloniki wurden die Federhalter nach Griechenland, Türkei und Ägypten vertrieben. Erst wenn die Kunden und Abnehmer einzahlten, händigte ihnen die Bank die Kisten mit der Ware aus. Ein Agent besorgte die Ausfuhr nach Südamerika, Indien und China. Über Holland wurde auch nach Hinterindien und Australien geliefert. Gearbeitet wurde in der Greiplschen Federhalterfabrik von sechs Uhr morgens bis elf Uhr mittags und von zwölf Uhr bis sechs Uhr abends. Diese Angaben beziehen sich auf das Jahr 1910.

56. Max Biller stellte in seinem Beton- und Zementwerk Fensterbretter, Treppenstufen, Zementziegel und Kanalrohre her. Es wurden Regensand und Donaukies verwendet, der waggonweise herangeschafft werden mußte. Die Aufnahme zeigt das Werk in den dreißiger Jahren.

57. Das Sandschöpfen aus dem Regen war eine mühevolle und schwierige Arbeit. Von einem befestigten Floß holten die 'Kieserer' mit Schöpfschaufeln den Sand vom Grund des F1usses und schaufelten ihn auf eine Zille. Das Beton- und Zementwerk Max Biller nahm den gewonnenen Sand ab. Die Aufnahme stammt von dem Fotografenmeister Xaver Biller.

58. Die 1877 eröffnete Bahnlinie Plattling - Zwiesel belebte Handel, Gewerbe, Märkte und Industrie. Regen hatte Anschluß zum Münchener, Nürnberger und sächsischen Raum. Die Aufnahme zeigt die Regener Station und ihr Personal im Jahre 1902. Der erste Herr rechts außen ist Oberexpeditor Joseph Seemül!er; neben ihm steht der Adjunkt Valentin Hag!. Die übrigen Stationsbediensteten waren namentlich nicht mehr zu erfassen. Der Bahnhof hat den Regenern eine neue Welt erschlossen. Es war bis in die dreißiger Jahre in Regen üblich, Sonntagnachmittags einen Spaziergang zum Bahnhof zu unternehmen, auch wenn man niemanden erwartete.

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