Regensburg in alten Ansichten Band 1

Regensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Bernd Meyer, Franz Hiltl und Paul Eickhoff
Gemeente
:   Regensburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2607-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Regensburg in alten Ansichten Band 1'

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9. 'Schutz und Trutz' am Portal zum Reichssaal.

Bis auf den Verlust der schönen Laterne ein Bild, das bis heute unverändert ist. Das Portal am Alten Rathaus, das zum Reichssaal führt, stammt aus der Zeit um 1408; das Interessanteste an ihm sind die zwei Halbfiguren von Schwerbewaffneten. Der Gewappnete auf der Südseite hat die Arme vor der Brust verschränkt, Die linke Hand umfaßt den Streithammer, der den treffen soll, der sich erkühnt, anzugreifen. Die Abwehrbereitschaft will diese 'Schutz-Figur verkünden. Der Kämpfer auf der Nordseite ist in voller Aktion. Der Feind steht vor den Toren; ihm gilt der Stein, den der Bürger in Waffen feindwärts schleudert, Der bürgerliche 'Trutz' soll in dieser Figur seinen Ausdruck finden.

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REGENSBURG

10. Der Reichssaal in frischem Glanz nach der Restaurierung.

Nachdem der alte Repräsentationssaal des Regensburger Patriziats - im Bliek die Musikempore - nach der Auflösung des 'Imrnerwährenden Reichstages' im 19. Jahrhundert völlig heruntergekommen war, gab eine für die damalige Zeit mustergültige Restaurierung von 1908 bis 1910 den Bürgern 'ihren' Reichssaal wieder. Der Glanz hielt nur wenige Jahrzehnte: 1974 bis 1976 mußte der ganze Bau grundlegend saniert werden. Eine Restaurierung des Saales nach neuesten Erkenntnissen der Denkmalpflege hat vieles von der Schönheit aus früheren Jahrhunderten zu Tage gebracht.

11. Ritterromantik im Rathaus.

Die Restaurierung des Alten Rathauses nach der Iahrhundertwende hatte die Wiedergewinnung eines Nationaldenkmals im Auge. Unverkennbares Pathos verband sich auch mit falscher Romantik: die Vorhalle des auf diesem Bild gar als 'Rittersaal' bezeichneten Reichssaals zierten zwei lebensgroße Ritter zu Pferd.

12. Der Dellingersaal.

Noch bis 1889 hatte der Dollingersaal mit seinen eindrucksvollen Halbplastiken seinen angestammten Platz in einer Patrizierburg gegenüber dem Rathaus. Dann mußte er einem Totalabbruch des Hauses weichen und wurde in das Erhardihaus in der Kallmünzergasse übertragen. Im alten Rathaus fand er schließlich in den sechziger Jahren eine endgültige Bleibe, wurde in seiner ganzen Schönheit wiedererrichtet als Ausdruck des Willens der Stadt, Tradition und historisches Erbe zu wahren.

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13. Haidplatz mit 'Goldenem Kreuz'.

Unter den gewichtigen Gebäuden, die den Haidplatz umstehen, hat das Gasthaus 'Zum Goldenen Kreuz' einen besonderen Rang, diente es doch jahrhundertelang als Nobel-Herberge für Kaiser und Könige, Fürsten und Diplomaten. Bekannt ist die Begegnung Kaiser Karls V. bei seinem letzten Aufenthalt in Regensburg im Jahre 1546 mit dem Regensburger Bürgermädchen Barbara Blomberg, aus der ein Sohn hervorging: Don-Juan-d' Austria der als Sieger in der Seeschlacht von Lepanto 1571 in die Weltgeschichte eingegangen ist. Diese Aufnahme muß kurz nach der Schließung des berühmten Gasthauses im Jahre 1898 entstanden sein. - Der Haidplatz ist einer der wenigen Plätze Regensburgs, an denen seit der Jahrhundertwende überhaupt keine baulichen Veränderungen stattgefunden haben. Selbst die 'Mietdroschken' haben bis heute den angestammten Platz behalten, nur die PS-Zahl hat sich verändert.

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14. Haidplatz mit der 'Neuen Waag'.

'Goldenes Kreuz', die 'Arch', Thon-Dittmer-Palais und 'Neue Waag' bilden bis heute eines der eindrucksvollsten Ensembles in Regensburg. Nur der Platz hat sich verändert. Gerade dieses Bild macht deutlich, wie sehr die aus der Sicht der Verkehrssicherheit wohl unumgängliche 'Kanalisierung' eines mittelalterlichen Platzes seine Gesamtwirkung zerstört.

15. In engster Nachbarschaft,

Enge wie hier im Rehgäßchen bestimmt auch heute noch das Bild der Regensburger Altstadt. Diese Bauweise, die dem heutigen Schlagwort von 'Licht, Luft und Sonne' so sehr widerspricht, hatte ihre Ursache nicht nur im Schutzbedürfnis des mittelalterlichen Bürgers, sich eng innerhalb der Mauern zusamrnenzuschließen und den vorhandenen Raum so gut wie möglich auszunutzen. Sie bot auch Schutz vor der Witterung, vor Wind und Regen und machte Leben und Treiben im Freien oft erträglicher als die Windkanäle moderner breiter Stadtstraßen.

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16. Die Regensburger Straßenbahn.

Die Geschichte der Regensburger Elektrischen Straßenbahn dauerte einundsechzig Jahre: von der ersten Probefahrt im Jahre 1903 bis zur endgültigem Stillegung im Jahre 1964. Vor allem die frühesten Wagen waren in ihrer zierlichen Kompaktheit dem Maßstab der Altstadt durchaus angepaßt. Sie könnten fast als nostalgische Vorlage für ein modernes Transportmittel in verkehrsfreien Altstadtzonen dienen!

17. In Großformat: der Kampf Davids mit Goliath.

Zu den zutiefst beeindruckenden Kunstwerken Regensburgs gehört auch das Kolossalgemälde von Kampf Davids mit Goliath, auf der Nordfront des ehemaligen Patrizierhauses der Thundorfer angebracht. Wie kam es zur Entstehung dieses Gemäldes? Aus den Geschichtsquellen ist keine Antwort mit absoluter Sicherheit zu erholen. Sicher ist, daß um das Jahr 1573 der Maler Melchior Bocksberger diesen Faasadenschmuck geschaffen hat. Ein Glücksfall, daß diese großartige Schöpfung fünf Jahrhunderte überstanden hat. Der 'Königlich-bayerische Hoflieferant' mußte allerdings einem modernen Kaufhaus weichen.

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Regensburg.

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18. Goldene Bärenstraße, Am Wiedfang.

Die Goldene Bärenstraße, nach einem Wirtshaus 'Zum Goldenen Bären' benannt, verbindet die Brückstraße mit der Keplerstraße. Die Straße ist reich an mittelalterlichen Gebäuden von hohem Kunstwert. In einer nördlichen Ausbuchtung der Goldenen Bärenstraße, 'Am Wiedfang' genannt, stand die St. Georgskapelle, errichtet in der Mitte des 12. Jahrhunderts, de schon sehr früh profanisiert wurde. Bei Baurnaßnahmen im Jahre 1905 kam sie wieder zum Vorschein - zum Staunen der Regensburger! Die wiederentdeckte Apsis weist die St. Georgskapelle als Doppelkapelle aus. In nächster Nachbarschaft zu St. Georg steht bis heute ein Ziehbrunnen aus dem Jahre 1610. Links eines der schönen alten Wirtshausschilder: 'Zum Goldenen Posthorn',

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