Rehburg-Loccum in alten Ansichten

Rehburg-Loccum in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. med. Werner Hübner
Gemeente
:   Rehburg-Loccum
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2162-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Rehburg-Loccum in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die Stadt Rehburg-Loccum besteht, wie wir sie heute kennen, erst nach dem Jahre 1974. Jede Ortschaft, die heute zu Rehburg-Loccum gehört, hatte ihre Eigenständigkeit und ihre Geschichte. Im Zuge der Gebietsreform wurden die alte Stadt Rehburg, Loccum, Münchehagen, Bad Rehburg und Winzlar zu einer neuen Stadt mit obigem Namen vereint. Das ging nicht ohne kommunalpolitische Schwierigkeiten vor sich, die leider nicht bis zum heutigen Tag ganz ausgeräumt werden konnten.

Rehburg brachte die Stadtrechte mit, die ihr nach dem Dreißigjährigen Krieg verliehen wurden. Im 12. Jahrhundert wird der Ort zum ersten Mal erwähnt. Der Grund und Boden auf dem die Burg erbaut wurde, gehörte dem Kloster Loccum. Ein buntes Dureheinander von Besitztum, Lehen, Krieg und anderen Unannehmlichkeiten haben die Rehburger nie reich werden lassen. Hinzu kam die karge Landschaft, der nichts abzugewinnen war. Mitten im Wasser und Moor gelegen, und von Heide umgeben, war das einzig Ertragreiche die Viehzucht.

Der Ort Loccum hat eine ebenso lange Geschichte und ist in aller Welt durch sein im 12. Jahrhundert erbautes Zisterzienserkloster bekannt geworden. Münchehagen war im vorigen Jahrhundert und Anfang des Jetzigen das Zentrum der Braunkohleförderung in diesem Raum, und hat Vorgeschichtsforschern reichlich Material an Versteinerungen und Lebewesenresten gegeben.

Bad Rehburg, auch Brunnen genannt, ist durch die Aussiedlung einiger Rehburger Familien nach dort entstanden. Am 5. Juli 1690 findet der Ort erstmals durch einen Amtmann Arens Erwähnung. Der danach entstandene Kurort war einer der Beliebtesten im Raum Hannover und wurde sogar von der königlichen Familie besucht. Als der Badebetrieb aufhörte, wurde im Jahre 1885 durch einen Arzt, Dr. Peter Kaatzer, die erste Lungenheilanstalt eröffnet, der dann sieben weitere folgten.

Der kleinste zur Stadt gehörende Ort ist Winzlar, der auch nicht ohne Bedeutung ist. Hier stand auf dem Harberg die Wiege deren von Münchhausen. Ihr wehrhaftes Dorf läßt sich bis zur Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) ausmachen, danach wird es nicht mehr erwähnt. Der Heimatdichter Carl Mardorf schildert in seiner Skizze Münchhäuser Schicksalstage den Untergang des Ortes.

Bei dem vorliegenden Bildband handelt es sich nicht um eine Dokumentation. Willkürlich sind alte Ansichten von Häusern, die es zum Teil nicht mehr gibt, der Bewohner, ihre Gepflogenheiten, Trachten, besondere Ereignisse und vergessene technische Einrichtungen aneinandergereiht, um an eine Zeit zu erinnern, in der Hektik, Unrast, sowie Sorge um die Zukunft und vieles andere Negative noch Fremdworte waren.

Nach der Neuordnung der Stadt, mußten auch die Wappenverhältnisse neu überdacht werden. Es lag nichts näher als aus den beiden Wappen der größten Orte Rehburg und Loccum eine Kombination zu schaffen. Eine solche wurde im Jahre 1975 vom Regierungspräsidenten genehrhigt.

Das Wappen hat heute eine obere und untere Abteilung. In seinern oberen Teil zeigt es ein rotes dreitürrniges Gemäuer mit einern offenen Gittertor auf silbernem Grund. Davor, und etwas tiefer gestellt, füllt die Toröffnung ein nach rechts springender Rehbock aus. Dieser Teil des Wappens ist aus dem alten Rehburger entnommen.

Im Schildfuß befinden sich drei rote Rosen mit goldenem Fruchtstand und grünen Laubspitzen. Dieser untere Teil ist dem Loccumer Wappen entnommen, das seine Insignien wieder aus dem Wappen des Grafen von Hallermund, dem Günder des Klosters, entlehnt hatte.

1. Diese Luftaufnahme zeigt uns den Stadtkern nach der Meerbachregulierung im Jahr 1955. Die romantischen Ufer des Baches sind einer unschönen Betonwanne gewichen. Die Häuser stehen aber alle nahezu unverändert, wie um die Jahrhundertwende. Links vorn ist das alte Rathaus mit Saal und Kegelbahn. Gegenüber steht das zum neuen Rathaus umgebaute Forstamt. Dem alten Rathaus gegenüber, auf der Südseite des Baches, sind das alte Badehaus und das Haus von Ernst Meyer (genannt Lötenernst) sichtbar. Dahinter ist das Ohr, der älteste Stadtteil. Neben dem großen Geschäftshaus von W. Grote stehen etwas weiter südlich auf der Hauptstraße die beiden Stöxenhäuser und gegenüber das Haus der Familie Voigt,

2. Von Süden her kommend zeigt uns das Bild links das alte Badehaus, das in den Jahren 1913/14 gebaut wurde. Hier konnten Wannenbäder verabfolgt werden. Hinter der alten Meerbachbrücke steht die Bauschule, die an das alte Rathaus angelehnt ist. Das danach folgende kleine Fachwerkhaus wurde durch ein großes Wohnhaus ersetzt. Das Badehaus wurde von Gerd Artmann erworben; in welchem er sein erstes Blumengeschäft eröffnete.

3. Dieses etwa 1750 entstandene Haus der Familie Voigt in der heutigen Mühlentorstraße wurde als Dreiständerhaus erbaut. 1926 gestaltete man es aus Zweckmäßigkeitsgründen um. Das Fachwerk wurde durch bunte Klinker ersetzt. Nach Norden wurde ein großes Tor angebaut, das einen weiteren Anbau, in dem die Feuerwehr untergebracht war, mit dem alten Haus verband. Das ist das Geburtshaus der unvergessenen 'Putzerelse', die hier auf dem Schoß der Mutter auf die Zeit wartet, die sie zum letzten Original der Stadt machte. In ihrem Putzersalon, der dort lag, wo das große Tor zu sehen ist, wurden Kaiser und Könige rasiert und verließen alle mit dem gleichen Haarschnitt, und den besten Informationen ausgerüstet, das Haus. Nur gute Freunde bekamen Einen eingeschenkt! Das Haus mußte im Dezember 1974 für den Parkplatz eines Großmarktes abgerissen werden.

4. Auf diesem Bild standen südlich vom Meerbach diese beiden alten Fachwerkhäuser, die dem Viehhändler Ernst Stöxen gehörten, In dem vorderen Haus war ein Uhrengeschäft untergebracht, das von einem nach dem Ersten Weltkrieg hiergebliebenen russischen Kriegsgefangenen Smykow unterhalten war. Beide Häuser wurden abgerissen und es entstand ein modernes Wohnhaus mit Obergeschoß. Die Häuser zählten mit zu den ältesten Fachwerkbauten der Stadt.

5. Rechts erkennt man das Wahrzeichen Rehburgs um die Jahrhundertwende. Das ist der nach Plänen von Wilhelm Meßwarb erbaute Feuerwehrturm, der im Jahre 1908 entstand. Von dem im Jahre 1910 angebauten Feuerwehrgerätehaus, das später abbrannte, ist noch nichts zu sehen. Links vom Turm erkennt man das Haus von Suer 55 und auf der anderen Straßenseite die spätere Turnhalle.

Rerburg i. H.

,V!ör. tpletz ?? 't KircfJe, pic:r'r BUS U'1C 5~' u.e.

6. Ein Bliek von Osten her über den Marktplatz zeigt auf der rechten Seite die im Jahre 1905/06 erbaute Schule nach den Plänen Meßwarbs sen. Zwischen Kirche und Schule stand das alte Pfarrhaus, das später durch einen Neubau ersetzt wurde. Die Kirche wurde 1749 durch Pastor Friedrich Andreas Crome geweiht. Sie ersetzte einen alten Holzbau. Links von der Kirche hat das Ehrenmal für die Gefallenen der Jahre 1914-1918 gestanden. Dieses Denkmal wurde abgerissen und in das Neue, das zwischen Schule und Pfarrhaus steht, eingebaut. Das Denkmal in der Platzmitte wurde zur Erinnerung an den Bau der Wasserleitung erstellt. Es ist ein Opfer des Zweiten Weltkrieges geworden.

7. Das Bild zeigt uns die heutige Mühlentorstraße von Süden her gesehen um die Jahrhundertwende. Im Vordergrund ist die Brücke, die über die Judenbeeke ging. Dahinter reihen sich auf beiden Seiten Haus an Haus, alte Fachwerkhäuser oder auch schon Klinkerbauten mit ihren breiten Hauseinfahrten. Über den Haustoren lagen zum größten Teil handgeschnitzte breite Eichenbalken mit religiösen aber auch freien Sinnsprüchen. Außerdem waren die Namen der Hauserbauer, manchmal auch der Name des Baumeisters, eingeschlagen. Straßenbezeichnungen gab es damals noch nicht. Die Häuser trugen alle Hausnummern in der Reihenfolge, wie sie erbaut wurden.

8. Diese Aufnahme zeigt uns die Bäckerei von Heinrich Lustfeld, auch Mittelbäcker genannt. Vorn links ist das Ladenfenster zu sehen; den Laden erreichte man über den großen Flur. Das Haus war etwa um 1720 gebaut. Im Jahre 1925 erfuhr es die erste Veränderung dadurch, daß der Aufbau hinzukam. Heute ist die ganze Front ein Ladengeschäft für Glas und Porzellanverkauf. Auf dem Hof steht, nachdem im Jahre 1974 das Nachbarhaus der Familie Voigt weggerissen war, heute ein Großmarkt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek