Rehburg-Loccum in alten Ansichten

Rehburg-Loccum in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. med. Werner Hübner
Gemeente
:   Rehburg-Loccum
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2162-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rehburg-Loccum in alten Ansichten'

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9. Diese Häusergruppe mit der alten Straßenleuchte, die seit dem Jahre 1890 mit 22 anderen die Hauptstraße beleuchtete, ist auf den ersten Bliek kaum noch zu erkennen. Das vordere Haus ist seit dem Jahr 1754 bekannt und ging 1823 in den Besitz einer Familie Suffert ein. Ein Familienangehöriger ist im Gibraltarkrieg als Militärarzt bekannt geworden. Durch Heirat kam das Haus dann 1869 als Gemischtwarenladen und Gastwirtschaft mit Ausspann an die Familie Korte. Im Jahre 1907 wurde das Haus nach Süden erweitert und mit grofsen Schaufenstern versehen. Das zweite Haus ist das der Familie Diele; es ist fast noch unverändert, dagegen ist das nächste Gebäude der Familie Grote einem Neubau gewichen.

10. Am 16. Januar 1896 wurde in Rehburg die Feuerwehr gegründet. Bis dahin war es Ehrensache beim Nachbarn das Feuer zu löschen, falls es brannte. Da das aber eine unzuverlässige Sache war, wurde das Brandwesen organisiert. Der erste Hauptmann und Commandeur war Heinrich Lustfeld 16-5. Ihre erste große Probe sollte die Wehr am 25. und 26. Dezember 1902 bestehen, als auf dem Heerhorst zwölf Häuser abbrannten.

11. Am 12. September 1915 gab es wieder Großalarm bei der Feuerwehr. Nördlich der Stadt lagen 30 Feldscheunen, wie sie uns das Bild zeigt. Hier hatten die Bürger, die keine Stallungen hatten, denn die alten Häuser in der Stadt lagen dicht an dicht mit vielleicht einem Meter Zwischenraum, ihre Futtermittel gelagert. Von diesen Scheunen brannten 24 ab. Dieses Scheunenviertel war seit dem Jahr 1738 bekannt und lag zu der Zeit außerhalb des Ortes vor dem Heidtor.

12. Das 'Schiebenscheeten', die höchsten Festtage der alten Stadt Rehburg, wird seit der Schützenprivilegsverleihung im Jahre 1736 durch König Georg lIL unverändert gefeiert. Bis zum Jahre 1914 durften nur die 165 Realbürger ausmarschieren, danach war es unter bestimmten Bedingungen auch den Stadtbürgern gestattet. Dadurch kommt es, daß heute im Zug zwei Fahnen mitgeführt werden. Unser Bild, das um 1900 entstanden ist, zeigt den Festzug vom Bahnhof kommend, an der Ecke der Winzlarer Straße. Die Häuser Buck und Meßwarb stehen noch nicht. Als erste Fahne wird hier noch die auf Leinen gemalte vorangetragen. Sie ist sicher 300 Jahre alt. Im Hintergrund kommen die Fahnen der Real- und Stadtbürger.

13. Im Jahre 1927 baute Hermann Schröder das erste Ausflugslokal an der Straße nach Bad Rehburg. Es war vielleicht einige Jahre zu früh, denn die Inflation war gerade vorüber, das neue Geld war knapp und die ersten Zeichen der Arbeitslosigkeit machten sich bemerkbar. Schon nach wenigen Jahren mußte er aufgeben. Von dem Haus, das heute völlig eingewachsen ist, und im Laufe der Jahre einige Male umgebaut wurde, ist heute von der Straße her nichts mehr zu sehen. Von der herrlichen Allee stehen links nur noch zwei Bäume. Wer sich die Mühe macht die Treppe heraufzusteigen, kann damit rechnen vom 'ollen Dokter', einen eingeschenkt zu bekommen.

14. Sein Arbeitstag begarm mit einern steifen Grog und endete auch so. Im Morgengrauen marschierte der alte Hausschlachter Wilhelm Meyer durch die Straßen zu seinem Arbeitsplatz. Wie würzig duftete es in der Vorweihnachtszeit aus den Garküchen der Häuser nach Wurstbrühe und frischem Fleisch. Lange ist der alte Hausschlachter vergessen. Niemand macht sich heute noch die Mühe zu Haus zu schlachten. Auf dem Bild sehen wir ihn, wie er bei August Linnemann 85 für den Winter sorgt.

15. Am 20. April 1725 wurde die alte Stadt mit dem Marktprivileg ausgestattet. Die Markttermine fielen nicht immer auf den gleichen Tag und wurden anfänglich dreimal im Jahr abgehalten. Außer der noch heute üblichen Volksbelustigung wurden Fahrzeuge, Pflüge, Futtermittel und Vieh gehandelt. Das Bild zeigt uns ein schönes altes Bodenkarussell um die Jahrhundertwende auf dem Rehburger Markt.

16. Zu dem Markttag gehörte früher auch Musik, die von einer oder mehreren großen handgedrehten Orgeln, die bei den Karussells standen, geliefert wurde. Dazwischen erklangen Glockensignale, die Anfang und Ende einer Fahrt einläuteten, sowie die Stimmen der Ausrufer und Anpreiser von Waren. Zwei große Orgeln, die um die Jahrhundertwende in Waldkirch erbaut wurden, sind uns erhalten geblieben.

17. Wir sind hier auf der Hauptstraße, heute die Nienburger Straße, die von Rehburg zur Kreisstadt führt. Auf der linken Bildseite ist hinter der Brücke die Einmündung der Düsselburger Straße. Der Weg nach rechts führt zum Friedhof. Das Fachwerkhaus auf der rechten Seite ist das heutige Gasthaus 'Zur Eiche'. Pferde waren rar, es wurden hauptsächlich Ochsen und Kühe zum ziehen verwendet.

18. Von der Meerbachbrücke nach Westen bliekend sah der Meerbach, wie das Bild zeigt, romantisch und geheimnisvoll aus. Manche Sage und Geschichte rankt sich um das Flüßchen, das aus dem Steinhuder Meer kommt, und bei Nienburg heute in die Weser mündet. Rechts vom Bach steht das Rathaus, das im Jahre 1869 erbaut wurde. Die auf der linken Seite gelegenen Fachwerkstallungen gehörten zu den Häusern im Ohr.

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