Warning: mysql_connect(): Headers and client library minor version mismatch. Headers:50156 Library:50527 in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php on line 15

Warning: session_start(): Cannot send session cookie - headers already sent by (output started at /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php:15) in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/require.req.php on line 2

Warning: session_start(): Cannot send session cache limiter - headers already sent (output started at /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php:15) in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/require.req.php on line 2
Uitgeverij Europese Bibliotheek | Reichenbach in alten Ansichten Band 2 | boeken | alfabetisch-overzicht
Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Einleitung

Mit dem vorliegenden Band 2 wird dem interessierten Leser eine weitere Dokumentation zur Geschichte der Stadt übergeben. Der Autor war wieder bemüht, viel wissenswertes in den Bildtexten unterzubringen. Das Erscheinen im 300. Geburtsjahr der 'Neubcrin' soll eine Ehrung der berühmtesten Tochter der Stadt Reichenbach mit sein. Eine Kurzbiographie sei mir an dieser Stelle gestattet:

Am 8. März 1697 kam Friederike Caroline als Tochter des Daniel Weißenborn, Gerichtsdirektor bei der Patrimonialherrschaft der Stadt Reichenbach, zur Welt. Der von Krankheiten geplagte Vater schied aus diesem Grunde 1702 aus seinemAmt aus und zog mit Frau und Tochter nach Zwickau. Hier starb 1705 die Mutter. Nun mußte Friederike die drückende Last des aufbrausenden und gewalttätigen Vaters allein ertragen. Deshalb floh sie aus der Enge und Trostlosigkeit des Vaterhauses. Auf Betreiben des Vaters verhaftet und dreizehn Monate eingesperrt, versuchte sie 1716 mit ihrem späteren Ehemann [ohann Neuber erneut und erfolgreich die Flucht. Sie schlossen sich einer Schauspielertruppe an, wechselten aber bald zu einer berühmteren über. 1727 gründeten beide in Dresden eine eigene Theatergesellschaft und erhalten dazu das Privileg des sächsischen Kurfürsten und König von Polen August dem Starken. Es folgten Auftritte in vielen Orten Deutschlands. Ein Gast-

spiel in Petersburg blieb durch den plötzlichen Tod der Zarin versagt. Sie mußten zurück nach Deutschland.

Ihr Kampf galt der Reformierung des deutschen Theaters. Sie bemühte sich um junge deutsche Bühnendichter und führte die frühen dramatischen Werke von GelIert, Schlegel, Weiße und Lessing auf. Damit förderte sie das deutsche Sprechtheater mit deutschen Bühnenwerken. Ihr Weg war nicht frei von Intrigen, Rückschlägen und Mißerfolgen. Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) flüchtete sie vor der Beschießung Dresdens nach Laubegast, wo sie am 29. November 1760 einsam verstarb.

Die Frühgeschichte von Reichenbach ist wie bei vielen alten Orten durch Urkunden spärlich belegt. Viele Fragen harren noch der Beantwortung. Erschwerend ist für Reichenbach, daß in den [ahren 1460 bis 1463 von einem gewissen Gregorius Wernher, Notar in der Stadt Eger, für den Deutschen Ritterorden Urkunden verfàlscht worden sind. Damit wollte der Orden seinen Besitz im Vogtland durch Betrug vermehren. Die von Wernher verfälschten Urkunden aus dem 11. bis 14. [ahrhundert sind somit für die Frühgeschichtsforschung wertlos geworden. Durch intensive Forschung von Dr. Willy Flach, Direktor des Staatsarchivs in Weimar, konnten die Fälscherwerkstätten entlarvt und das Ergebnis seiner Forschung im [ahre 1930 bekannt

gemacht werden. Die bis dahin geführte Geschichtsforschung beinhaltet also fehlerhafte Angaben, die zum Teil bis heute in wissenschaftlichen Abhandlungen verschleppt sind. So war eine gefälschte Urkunde Grundlage für die von Reichenbach begangene 850-Jahrfeier. Diese sollte 1930 stattfinden, wurde aber wegen der damaligen Arbeitslosigkeit verschoben. 1934 mißbrauchten die Nationalsozialisten diese Veranstaltung für ihre Propaganda.

Die im ersten Band 'Reichenbach in alten Ansichten' angeführten Urkunden: 1212 für die Ersterwähnung des Ortes, 1225 für die indirekte Erwähnung der Stadtkirche durch die Nennung eines Pfarrers, 1271 für die Ersterwähnung als Stadt, 1260 für die Belehnung des Deutschen Ritterordens mit der Reichenbacher pfarrkirche und 1315 für den indirekten Nachweis des Schulunterrichts in der Stadt durch die Nennung eines Ordensgeistlichen mit Lehrtätigkeit als Zeuge in einer Urkunde, gehören zu den echten Urkunden und sind Grundlage für das Feiern von Jubiläen.

Die Einleitung zum Band 1 bedarf der Ergänzung:

Am 1. März 1994 wurden die Orte Brunn und Friesen in die Stadt Reichenbach eingemeindet.

Erstmals wird der Ort Brunn 1367 als 'Brunnc' genannt. Die Dorff1ur und ein Flurname slawischer Herkunft lassen die Vermutung einer sorbischen Ansiedlung zu. Im 13. Jahrhundert werden sich deutsche Siedler an der Sorbensiedlung niedergelassen haben, die ihre Siedlung 'am Quell' (Brunnen) nannten. Der Ort Friesen wird 1433 erstmals als 'Frysen' genannt. Der Name ist slawischen Ursprunge und deutet aufBirkenwald' hin;

eine Charakterisierung der damaligen Gegend. Wahrscheinlich entstand bereits im 13. [ahrhundert neben dieser Sorbensiedlung ein deutsches Rittergut. Im 15. Jahrhundert gelangten dieses und das dazugehörige Schloß in den Besitz der Familie Metzsch, den damaligen Patrimonial-(Gerichts)-herren von Reichenbach. Am 1. [anuar 1996 erfolgte die Eingemeindung von Rotschau. Dieser Ort ist 1317 urkundlich als 'Ratschaw' belegt und ist slawischen Ursprungs. Mit dieser Eingemeindung erhöhten die 883 Personen die Einwohnerzahl der Stadt Reichenbach auf 25405.

Ebenfalls am 1. [anuar 1996 hat sich im Rahmen einer Verwaltungsreform der 'Vogtlandkreis' gebildet. Damit ist nach 122 [ahren das sächsische Vogtland wieder vereint. Die bis dahin bestehenden fünfLandkreise, darunter der Landkreis Reichenbach, haben sich aufgelöst.

Bei der Bearbeitung dieses Bildbandes habe ich Unterstützung von der Leiterin des Neuberin-Museums, Frau Marion Schulz, und durch das Stadtarchiv Reichenbach erfahren, denen mein Dank gebührt.

1 Blick vom Flugzeug zur Heinsdorfer Straße mit Bergstraße, Moritzstraße, Karlstraße, Webergasse und Mittelgasse. Im Vordergund befinden sich die Betriebe:

Sächsische Stückfärberei und Appreturanstalt A.G. (rechts), Tuchfabrik und Appretur Ringk & Werner (mitte) und die Streichgarnspinnerei Wolff & Dressel (links). Vor den Betrieben verläuft der mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Mühlgraben zur Angermühle. Die Luftaufnahme entstand um 1930.

2 Beliebter Spielplatz der Kinder des Angerviertels , einer sehr alten Vorstadt, war natürlich der Raumbach mit seinem Umfeld. Aber auch die Schmalspurbahn mit seinem Güter- und Personentransport übte eine große Anziehung aus. Hier an der Haltestelle 'Bergstraße' erwarten die barfüßigen Buben das Rangieren in das Anschlußgleis der Firma Ringk & Wernero Im Hintergrund Häuser der Mittelgasse, darüber Häuser der Webergasse.

3 Die kleinen Häuser in der Angergasse verraten ein hohes Alter. Aus den Handwebern in ihren Häusern wurden Anfang des 19.Jahrhunderts Fabrikweber in den vielen Textilfabriken am Raumbach. Zu den Häusern gehörte meist ein sehr kleiner Hausgarten. Ihr Grundbesitz machte sie trotz des geringen Einkommens sehr stolz.

4 Vom Flugzeug aus blickt man auf die Lengenfelder Straße im Vordergrund. Sie wurde 1859/60 als Notstandsarbeit angelegt. Das langgestreckte Fabrikgebäude daran ist die um 1875

erbaute Kammgarnspinnerei von Petzold & Ehret. Dahinter befindet sich das Fabrikgebäude van Robert Tröltzsch & Sohn, Spinnerei, Weberei und Appretur. Am linken Bildrand zeigt sich das 'Sorgengut' aus dem 18. Jahrhundert. Steil führt die Plauensche Straße, eine alte Fernstraße, den 'Hospitalberg' hinan, vorbei am Stadtkrankenhaus, was bereits 1 638 erwähnt wird.

5 Das städtische Krankenhaus an der Plauenschen Straße entstand 1862 mit 36 Betten neben dem alten Hospital. Dieses brannte zu Pfingsten 1878 ab. Bald reichte die Bettenkapazität nicht mehr aus. Durch Gebäudeaufstockung im]ahre 1898 kam man auf sechzig Betten. Es folgten Umbauarbeiten, Einbau eines Operationssaales und weitere Modernisierungen. 1923 karn ein neuer Gebäudeblock hinzu. 1928 verlegte man das Altersheim und nach Umbau des Gebäudes verfügte das Krankenhaus im]ahre 1929 über 120 Betten. Die Ansichtskarte zeigt den Gebäudekomplex in diesem]ahr.

6 Blick von der Höhe der Wiesenstraße zur 1902 erbauten Turnhalle an der Engen Gasse. 1893 begann man von der Reichsstraße im Tal eine Straße durch Wiesen und Felder auf die Höhe des Spitalberges zu bauen, wo sie sich mit der vom Krankenhaus kommenden Hospitalstraße vereinigte. An beiden Straßen entstanden Häuser mit vielen Arbeiterwohnungen, denn die Fabriken brachten viele Arbeiter in die Stadt. Für die Geselligkeit entstand im Eckhaus die Gaststätte 'Zurn Edelweiß'. Der Hausbesitzer Moritz Scherzer mußte sich viele [ahre lang um die Schankgenehmigung bemühen.

7 Wegen dem Bau einer schmalspurigen Industriebahn vom unteren Bahnhof Reichenbach nach Oberheinsdorfim]ahre 1902 mußten mehrere Häuser abgebrochen werden. Dazu gehörten auch das Haus von Franz Würker, Lengenfelder Straße 1, und die anschließenden Häuser Heinsdorfer Straße 51, 50,49 und 48. Die Grundstücke wurden enteignet und ihre Besitzer mit Geld entschädigt. Das Foto entstand am 3 1. August 19 01 vor der Räumung und dem Abbruch der Häuser. Rechts führt die Straße nach Lengenfeld bergan, während im Tal die Heinsdorfer Straße verläuft.

8 Das 1798 erbaute Haus Heinsdorfer Straße 1 1 zählt mit zu den ältesten in der Stadt. Im [ahre 1917 verlegte der Fleischermeister OUo Krumbholz seine 1908 in der Angergasse 7 eröffnete fleischerei in dieses Haus, wo es heute noch in der vierten Generation betrieben wird. 1902 erfolgte vor dem Haus die Schienenlegung für die schmalspurige 'Rollbockbahn", wobei die Pflasterung mit geschah. Hier wechselte die Bahn die Straßenseite und den Fuhrwerken war größte Aufmerksamkeit geboten. Bis zur Einstellung der Schmalspurbahn im Iahre 1962 hatten die Anwohner sechzig [ahre lang, mehrmals täglich, unter Qualmbelästigung durch die Lokomotiven zu leiden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek