Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

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9 Das Helenenbad ist eine der vielen Stiftungen des sozialeingestellten Fabrikantenehepaares Kommerzienrat [ulius Sarfert und dessen Ehefrau Leonie. Sie erwarben ein Grundstück am Fuße der Hutleite und ließen darauf ein Schwimmbad erbauen. Am 11. September 1887 übergaben die Stifter in einer schlichten Feier das erste Schwimmbad der Stadt in die Obhut des 'Vereins für naturgemäße Gesundheitspflege'. In den folgenden [ahren erlangte das Bad Volkstümlichkeit. Als im Iahre 1890 die zweite Tochter des Ehepaares Sarfert verstarb, gab man aus Dankbarkeit und zur bleibenden Erinnerung dem beliebten Bad den Namen 'Helenen-

bad' . In Anerkennung der vielen Wohltätigkeiten bedachte die Stadt Reichenbach im [ahre 191 1 Frau Leonie Sarfert mit der Ehrenbürgerwürde.

10 Für den 1863 neugegründeten Turnverein Reichenbach entstand 1866 eine Turnhalle an der nach Greiz führenden Straße. Da diese auf Initiative eines Turnhallen-Bauvereins gebaut wurde und eine Bewirtschaftung mit vorgesehen war, kam es zu Abstimmungsschwierigkeiten zwischen dem Pachtwirt und dem Turnverein. 1 872 entschloß sich deshalb der Verein zum Bau einer eigenen Turnhalle auf dem Sperlingsberg. 1913 war diese für die gewachsenen Mitgliederzahl viel zu klein und man bemühte sich erfolgreich um die Mitbenutzung der großen Turnhalle an der Weinholdschule. Die Turnhalle am Sperlingsberg kaufte die Landeskirchliche Gemeinschaft und errichtete darin eine Kindertagesstätte für Arbeiterkinder.

Turnhalle 1'1111 Speriing'sberg'

1 1 Vom Kirchturm der PeterPaul-Kirche hat man einen guten Blick zur Hutleite mit der Ausflugsgaststätte 'Schone Aussicht'. Am Fuße des Berges entstanden in den [ahren 1896-1898 mehrgeschossige Wohnhäuser und die Straßen An der Hutleite und Birkenstraße. Die Häuserreihe im Vordergrund entstanden nach demAltstadtbrand von 1886. Beim Bau der Häuser beachtete man den geplanten Verlauf der Eisenbahnlinie Reichenbach-Mylau. Diese machte einen Übergang (Bildmitte ) zum Kleinen Anger mit den alten Häusern notwendig. Diese Straße führt als Rotschauer Weg weiter zu der auf der Höhe liegenden Gemeinde Rotschau.

12 Voller Erwartung harrt eine große Menschenmenge am 2 1. April 1875 auf dem Kirchplatz, um die Weihe der drei neuen Glocken und den Aufzug auf den Turm der Peter-Paul-Kirche mitzuerleben. Zwischen der Kirche und der Altstadtschule sieht man auf alte Häuser an der Burgstraße und auf das zum Kirchplatz gehörige Kirchnerhaus (rechts). Alle Häuser wurden nach dem Altstadtbrand von 1886 abgerissen. Die im Hintergrund aufsteigende Hutleite ist noch kahl und wird ab 1890 aufgeforstet.

1 3 Das alte Pastorat am Kirchplatz brannte beim Stadtbrand von 1720 ab und wurde wiederaufgebaut. In ihm wohnte von 1 721 bis zu seinem Tode im [ahre 1 751 der Pastor Magister [ohann Balthasar Olischer. Er war der Verfasser der 1729 erschienenen 'Entwurff einer Chronica der alten Voigtländischen Stadt Reichenbach' . Der schlechte bauliche Zustand führte 1897 zum Abbruch des Gebäudes. An dessen Stelle entstand noch im gleichen [ahr ein größeres Pfarramt der Gemeinde Peter und Paul.

14 Gleichmäßig ansteigend führt die landstraße zur hochgelegenen neuen Stadt. Die Straße wurde zur Zeit der Stadtgründung künstlich angelegt. Urkundlich erscheint sie 1 534 bereits als 'alte Landstraße unter dem Gänsepöhl'. Im Tal des Raumbaches führt die Burgstraße in Richtung Mylau zur Burg. Vor dem Restaurant 'Jägerhalle' am rechten Bildrand sind zwei Prellsteine als Schutz vor Pferdegeschirre im Boden eingelassen.

15 Von der Burgstraße führt das Treppengäßchen zur landstraße und weiter zum Marktplatz aufwärts. Es ist der kürzeste Weg von der Burgstraße in die Stadt und wurde auch gerne von den Marktbesuchern aus Rotschau

benutzt. Der Anstieg war allerdings sehr beschwerlich. Bis 1900 stand am Treppenabsatz noch das Haus Gartengäßchen 3. Der ungünstige Standort und auch die Hangabgrabung zur Verbreiterung der Burgstraße führten schließlich zum Abbruch dieses Wohnhauses.

16 Die Burgstraße hatte einige Engstellen. Um sie für den zunehmenden Verkehr herzurichten, war störender Fels an der Nordseite abzugraben. An dem besonders engen Straßenabschnitt entstand der Fußweg nur einseitig. Für die Bewohner der Häuser der anderen Straßenseite war beim Verlassen der Wohnungen größte Vorsicht geboten. Im [ahre 1907 begannen die pflasterarbeiten. Eine besonders enge Stelle unmittelbar am Staffelberg zeigt das Bild.

171mjahre 1824 gründeten die Tuchmacher Friedrich und Wilhelm Friedrich Kessler in der Bachgasse eine Streichgarnspinnerei. Es war die zweite Fabrik in der Stadt. Zum Antrieb der Maschinen überTransmissionen benutzten sie Pferdekraft. Jeweils vier pferde verrichteten vier Stunden lang eine 'Laufàrbeir' in einerTrampel. Bald konnten weitere Maschinen angeschafft werden. Als zusätzliche Antriebskraft wählten sie die Wasserkraft des von Oberreichenbach kommenden Baches. Man führte das Wasser über einen zum Teil unterirdisch verlaufenden Graben in einen Teich als Speicher und weiter zu einem oberschlächtigen Wasserrad. 1845 nahm diese 'Wassermaschine' ihren Betrieb auf.

18 Der von Oberreichenbach kommende Bach, auf Reichenbacher Flur auch 'Seifenbach' benannt, durchfließt die Bachgasse. Zum Schutz gegen Hochwasser ist das Bachbett mit Bruchsteinen ausgemauert. Trotzdem kam es beim Wolkenbruch im [ahre 1889 zu einer verheerenden Überschwemmung. Das Haus rechts erbaute der Tuchmacher Paulus Kessler im [ahre 1800 und stellte darin vier Handwebstühle auf. Sein Sohn Friedrich Wilhelm und dessen Onkel Friedrich Kessler gründeten darin im [ahre 1824 das zweite Fabrikunternehmen der Stadt. Das Fabrikgebäude entstand als Fachwerkbau hinter diesem Wohn- und Geschäftshaus.

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