Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

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19 Als Verbindungsstraße von der Altstadt nach Oberreichenbach entstand im Tal die Untere Dunkelgasse. Sie ist schon 1569 als 'Dunkcl gasse' bezeugt. Diese mündet mit der vom Stadtzentrum kommenden Oberen Dunkelgasse in die Oberreichenbacher Straße. Zur Zeit der Silberfunde im Erzgebirge im 15. Jahrhundert dienten die Obere Dunkelgasse, die Oberreichenbacher Straße und die zum Joppenberg abzweigende Straße als 'Schneeberger Poststraße' . Zunehmender Fahrverkehr machte die Straßenvereinigung zur Gefahrenstelle. Deshalb kam es im November 1928 zum Abbruch der zwei im Zwickel stehenden Wohnhäuser.

20 Blick von der Oberen Dunkelgasse zur Oberreichenbacher Straße. Letzteres Straßenstück wurde nach Eingemeindung von Oberreichenbach im Iahre 1908 der Unteren Dunkelgasse zugeordnet. Die beiden Häuser an der Einmündung errichtete man 17 S4 auf alten Brandstätten und wurden bei der Straßenneugestaltung im November 1928 abgetragen.

2 1 An der Flurgrenze zu Oberreichenbach mündete die von Reichenbach kommende Oberreichenbacher Straße in die Hauptstraße von Oberreichenbach. An der Flurgrenze zweigt nach rechts die Straße Joppenberg ab. Nach Eingemeindung von Oberreichenbach im [ahre 1908 wurden die Hauptstraße im Stadtteil Oberreichenbach in Oberreichenbacher Straße umbenannt und die Häuser der Oberreichenbacher Straße auf Reichenbacher Flur der Unteren Dunkelgasse zugeordnet. Das Restaurant an der rechten Seite eröffnete 1821 seinen Betrieb. 1822 kam ein Saal hinzu. Hier traf man sich zum Tanz. Gerne besuchten die Kinder das Marionetten- und Handpuppentheater im Saal.

221m [ahre 191 2 erbaute der 1900 gegründeteArbeiterturnverein in vielen freiwilligen Arbeitsstunden eine eigene Turnhalle mitTurnplatz am Joppenberg. DerTurnhalle fügten sie ein Gebäude mit fünfWohnungen an. Große Wohnungsnot führte 1927 zu einem weiteren Anbau mit neun Wohnungen. Das Bild entstand vor dem zweiten Anbau.

23 Am 14.Dezember 1896 gründeten vierzehn Kaninchenzüchter einen Verein, um ihr Hobby gemeinsam und organisiert zu betreiben. Sie nannten diesen 'Kaninchenzüchterverein I Reichenbach und Umgebung'. 1902 kam es zur Neugründung des nunmehr 'Nutz-Kaninchenzüchtervereins Reichenbach' . Schwierigkeiten in der Aufstellung von Kaninchenställen in der häuslichen Umgebung führte zum Bau einer Gemeinschaftsanlage am Hang des ]oppenbergs durch die Zimmerei Meyer aus Unterheinsdorf und in Eigenleistung. Am 4. August 192 9 weihte man die 60 Meter lange 'Hasenfarrn' mit acht Stallungen zu je neun Buchten ein, die auch heute noch besteht.

24 Im [ahre 1930 begann der Bau der Straße' An der Kreuzleite' . Diese sollte die Straßen Joppenberg, Krummer Weg und Moritzstraße verbinden. Dabei mußte am Joppenberg ein tiefer Einschnitt in den felsigen Boden gegraben werden. Diese harte Arbeit stand unter der Leitung des Tiefbau-Unternehmers Albert Suhr. Im Hintergrund steht das Fabrikgebäude der Lohnweberei F.W Hascher.

25 Blick von der Kreuzleite über die Häuser am Krummen Weg und Sperlingsberg nach Rotschau. Rechts neben der Kirche steht das 1897 neuerbaute pfarrhaus der Gemeinde Peter und Paul; dahinter die Altstadtschule. Auf der Höhe der noch unbewaldeten Hutleite befindet sich seit 1890 die vom Touristenverein erbaute Ausflugsgaststätte 'Schone Aussicht' (am linken Bildrand).

4800 Pan1 Reine. Dreaden-N., DObelnoritl'. S

26 Eine stadtgeschichtlich interessante Stelle zeigt dieses Bild. Vermutlich hatte vor der Stadterhebung die Fernstraße nach Zwickau und Leipzig vor der rechts stehenden Häuserfront ihren Verlauf. Im 13. Jahrhundert verlegte man diese Straße von der Altstadt über die 'Landstraßc unterm Gänsepöhl' in die ummauerte Stadt. Die linke Straße wurde 1828 als 'Hofer Chaussee' auf dem vor der Stadtmauer liegenden 'Kurzen Graben' angelegt. Das machte eine Stützmauer zu den Häusern notwendig. Die 1833 wiederaufgebauten Häuser im Bild gehörten zur ehemaligen Vorstadt 'Dunkelgassen' . Rechts befindet sich die 'Herberge zur Heimat'. 1880 gründete die Kirchgemeinde diesen

Verein zur Unterstützung der vielen Wanderburschen. Das große Eckhaus beherbergte 1846 bis 1851 den Erbauer der Göltzschtalbrücke Robert Wilke.

2 7 Das Rathaus stand bis zum Stadtbrand am 2. Juni 1833 auf der Mitte des Marktplatzes. Im Erdgeschoß waren außer der Ratskellerwirtschaft noch die Fleischbänke untergebracht. Im Obergeschoß befanden sich die Zimmer des Bürgermeisters, Stadtschreibers und des Stadtrichters. Außerdem war noch ein großer Saal für die Ratssitzungen, Festlichkeiten und Vergnügen vorhanden. Als Krönung besaß das Rathaus, das nach dem Stadtbrand von

1 773 neu erstanden war, einen Glockenturm und eine Uhr. Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister war Friedrich Ploß, der von 1827 bis 1840 amtierte. Er fertigte auch diese Zeichnung vom Rathaus im Iahre 1832 an.

28 Das Haus Markt 5 hat eine reiche Vergangenheit. Wiederholt wurde es nach den Stadtbränden, zuletzt 1833, wieder aufgebaut. Anfangs war die Posthalterei darin untergebracht. 1851 erwarb es der Kaufmann Sieber. Er eröffnete ein Verkaufslokal. 1852 vernichtete ein Schadenfeuer den Dachstuhl und das Obergeschoß. 1853 waren die Schäden beseitigt und das Verkaufslokal neueröffnet. Es wechselte in der Folge zweimal den Besitzer, bis es 1889 als Gasthof'Zum goldenen Anker' eröffnet wurde. 1919 übernahm die Volkshaus GmbH das Gebäude. SPD und Gewerkschaft richteten sich Diensträume ein. Der Gaststättenbetrieb wurde unter dem Namen 'Volkshaus' weitergeführt, so wie es auf dem Bild um 1925 zu sehen ist.

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