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Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

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391mjahre 1908 begannen in der Bahnhofstraße umfangreiche Abbrucharbeiten. An dieser alten nach Greiz, ab

1 846 auch zum Bahnhof führenden Chaussee war die Bebauung bereits bis zur Stadtgrenze fortgeschritten. [edoch in der Nähe des Stadtkernes stand noch ein altes Fabrikgebäude. Dieses sollte nun mit dem angrenzenden mehrstöckigen Geschäftsund Wohngebäude abgebrochen werden. DieseAbbrucharbeiten begannen hier am Eingang zum Gartenlokal des Hotels 'Goldenes Larnrn' und endeten an der Weinholdstraße.

40 Das Fabrikgebäude der Kammgarnspinnerei Petzold & Ehret an der Bahnhofstraße entstand um 1855. Zu dieser Zeit war hier das Ende der bebauten Stadt. Die Frohsinnsgasse (links) führte am Fabrikgrundstück vorbei zur Zenkergasse. 1882 erhielt diese an der 1874 erbauten Realschule, der späteren Bürgerschule, vorbeiführende Gasse den Namen Weinholdstraße. Nach Abbruch des Fabrikgebäudes konnte diese begradigt und ausgebaut werden. Die Firma Petzold & Ehret hatte vorausschauend um 1875 einen Fabrikkomplex an der neuen Lengenfelder Straße erbaut und konnte so ihre Produktion von der Bahnhofstraße dorthin verlegen.

41 Gleich nach Abriß des Fabrikgebäudes der Firma Petzold & Ehret und der Beräumung begann im [ahre 1908 der Bau von fünf mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern an der Bahnhofstraße und zwei Wohnhäuser an derWeinholdstraße. Das Eckhaus erwarb der Gastwirt Otto Grimm und eröffnete darin die Gaststätte 'Sachsenhof" .

l(eichenbach i V.

Jnner« Bahnhofs/rasse.

42 Aus der im Iahre 1866 an der Greizer Straße erbauten 'Turnhalle' mit Bewirtschaftung wurde ab 1873 ein bedeutendes gesellschaftli ches Zentrum, was später zur Namensänderung in 'Tonhalle' führte. Hier trafen sich viele Besucher zu Konzert -, Theater-, Tanz- und anderen Veranstaltungen. Politiker brachten ihre Anhänger und Sympathisanten in großen Scharen hierher. Manchmal reichte der Saal nicht aus und es mußten die Fenster zu den im Garten harrenden Menschen geöffnet werden. Viele Vereine hatten hier ihre Zusammenkünfte. Als die Stadt Reichenbach im [ahre 1934 ein Jubiläum feierte und der Verkehrsverein zu einem Blumenkorso aufrief, war hier derTreffpunkt der blumengeschmückten Fahrzeuge.

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43 Viele Reichenbacher nahmen am 25. November 1934, dem Totensonntag, an der Weihe des Kriegerehrenmals an der Bahnhofstraße teil. Es war den 1 341 Reichenbacher Opfern des Weltkrieges 1914 bis 1918 gewidmet. Ihre Namen im Sockel sollten Mahnung an die Nachwelt sein. Drei bronzene Krieger, vom Architekten Paul pfabe entworfen und modelliert, standen auf dem hohen Sockel. Der Muschelkalkfries an der Rückfront des Ehrenmals stellte griechische Kampfszenen dar. Ebenfalls im Fries waren die Orte der größten Schlachten dieses Krieges eingearbeitet. Alle Steinarbeiten führte der Architekt und Bildhauer Emil Heilmann mit seinen Mitarbeitern aus. Dieses Ehrenmal besaß einen hohen künstlerischen Wert und wurde aus

Geldsammlungen finanziert. Auf Anweisung der sowjetischen Stadtkommandantur erfolgte in der Nacht vom 7. zum 8. September 1945 der Abbruch des Ehrenmals.

Reichenbach i. V.

Kries·r.hrenma!

44 Im [ahre 1889 meldete der Drucker Carl Werner die Buchdruckerei mit Schreibwarenhandel als Gewerbe an. Die Geschäftsentwicklung machte bald die Verlegung seiner Werkstatt und des Handels vom Haus Albertplatz 6 in größere Räume im Haus Bahnhofstraße 1 7 notwendig. 1919 übernahmen die Söhne Erich, Kurt und Carl den väterlichen Betrieb und führten ihn unter dem Namen 'Carl Werner' weiter. Wieder wurden die Räumlichkeiten zu klein. Deshalb verlegte man 1920 die Steindruckerei in einen leerstehenden Betrieb an der Dammsteinstraße. Dort ging man vom Steindruck auf dem leistungsfähigeren Offsetdruck über. Die Erweiterung des Produktionsprogramms führte schließlich 1929 zu einem Fabrikneubau zwischen der

Dammsteinstraße und der Eisenbahnanlage am Bahnbetriebswerk. Dabei konnte die Materialanlieferung für den Bau, später auch für die Produktion, mit der Eisenbahn optimal genutzt werden.

4S Nach Fertigstellung des modernen Fabrikkomplexes an der Dammsteinstraße im [ahre 1929 prangte in großen Lettern 'Großdruckerei Carl Werner' an der Fassade. Zehn [ahre später waren rund

1 800 Stammarbeiter in den Abteilungen Buchdruck, Bahnhofstraße / Amtmannsgasse, und Offsetdruck, Dammsteinstraße, beschäftigt. Hervorragende Qualitätsarbeit verhalf zu zufriedene Kunden in ganz Europa und in Übersee. Rund 60Tonnen Papier- und Kartonsorten waren der Tagesbedarf in den Produktionsstätten. Viele soziale Einrichtungen, wie Werkswohnungen, Kindergärten, Unterstützungskasse machten den Betrieb weithin bekannt. Der Kraftwagenpark war mustergültig eingerichtet und organisiert.

46 Die Zenkergasse ist als Geschäftsstraße bekannt. Viele Händler begannen hier ihr Gewerbe. Manche davon brachten es durch Fleiß und Geschäftssinn zu angesehenen Bürgern. Die Gasse entstand im 17. [ahrhundert aus einem Feldweg, an dem sich Handwerker ansiedelten. Von diesen wurden die Namen des Gäßchen abgeleitet: Hessengäßchen, Zenckergäßchen, auch Zänkergasse genannt. Heute ist die amtliche Schreibweise Zenkergasse. Manches nach dem Stadtbrand von 1833 wiederaufgebaute Haus erfuhr nach der Jahrhundertwende einen Abriß und Aufbau als mehrstöckiges Wohn - und Geschäftshaus, so auch diese beiden Eckhäuser.

47 In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Stadterweiterung in Richtung des 1 846 im Westen der Stadtflur errichteten Bahnhofs. Zu den ersten Straßen im neuen Viertel gehörten die aus der Frohsinnsgasse hervorgegangene Weinholdstraße, die Nord- und die Weststraße. Das an der Ecke Weinhold- und Weststraße stehende große Wohn- und Geschäftshaus wurde um 1868 von der Firma liskowski erbaut. Im [ahre 1900 erwarb es die 1874 gegründete Firma Carl Klotz, Eisenhandlung. Diese mußte ihr Stammhaus auf dem Königsplatz wegen dem Postneubau aufgeben. Hier auf dem neuen Grundstück war genügend Platz für das zu einer Eisen- und Werkzeughandlung notwendige Lager vorhanden.

48 Im Iahre 1866 begann der Bau einer Straße von der Zwickauer Straße zur 1864 veränderten Bahnhofstraße. Dieser gab man am 14. Oktober 1866 den Namen des Reichenbacher Arztes Carl Ludwig Alberti, der bei seinem Tode am 14. Oktober 1822 der Stadt ein Kapital von

IS 000 Mark für die Unterstützung der Armen hinterließ. DasWohn- und Geschäftshaus Albertistraße

16 entstand um 1875 im neuen Viertel. Der Materialwarenhändler [ohann Gottlieb Bauer ließ es erbauen. Schon 1862 meldete er sein Gewerbe an. Im neuen Haus eröffnete er eine Drogerie. Die sonnige Lage führte bereits um 1900 zum Einbau von [alouslen.

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