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Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

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S9 Im gleichen Siedlungsgebiet auf der Flur Erlicht entstand schon 1921 eine Straße mit Zweifamilien-Doppelhäuser der Architekten Paul Reinhold und Paul Neumeister. Die von der Zwickauer Straße in Richtung einer alten Ziegelei angelegte Straße erhielt den Namen Ziegelweg. In der Zeit seiner Reichenbacher Tätigkeit vom November

192 S bis März 193 S wohnte der Architekt RudolfLadewig mit seiner Familie Ziegelweg 3, im zweiten Haus auf der linken Seite.

Relchenbacb I. V. - Siedlung ZIegelweg

60 Im [ahre 1638 wird eine Ratsziegelei im Erlicht genannt. Als 1 846 für den Bau der Göltzschtalbrücke über 26 Millionen Ziegel gebraucht wurden, entstanden Ziegeleien in der Nähe der Baustelle. Auch stillgelegte Ziegeleien erwachten zu neuem Leben. So wird es mit der alten Ratsziegelei in der Nähe des Friesenbachs gewesen sein. 1873 errichtete hier der Gutsbesitzer August Rödel aus Oberreichenbach einen neuen Ziegelofen und neue Trockenschuppen. Diese Anlage scheint 1890 wieder zerschlissen zu sein, denn der neue Besitzer August Reißmann läßt einen neuen Brennofen mit einem Schornstein und neue Trockenschuppen errichten. 1903 übernimmt die Tochter Henriette

diese Ziegelei. Die ruhende Bautätigkeit in den Kriegsjahren 1 914 bis 1 9 1 8 führte zur Einstellung der Ziegelproduktion und Aufgabe der Ziegelei.

61 Im Iahre 1891 erbaut der Ziegeleibesitzer August Reißmann am Fußweg nach Schönbach einen Wirtschaftshof mit Wohngebäude für den Zie gel- und Brennmeister sowie Stallgebäude und Scheune zum Unterstellen der zum Ziegeltransport benötigten pferde und Wagen. Nach Aufgabe der Ziegelei pachtete der Landwirt Richard Schimpfermann aus Oberreichenbach das nunmehr der Stadtgemeinde gehörige Anwesen. Nachdem 1921 der Kraftomnibusverkehr in Reichenbach eröffnet wurde, brauchte man Unterstellmöglichkeit für die Busse. Diese fand man in der Scheune dieses Stadtgutes. 1926 erforderte der vermehrte Fahrzeugpark das Aufstellen weiterer zwei Wellblechgaragen

neben der Scheune. Nach Fertigstellung einer neuen Kraftwagenhalle an der Burgstraße im [ahre 192 7 verlegte man die Busse dorthin und die Haltestelle 'Ziegelweg' löste sich auf.

62 Der Architekt Rudolf Ladewig kam 1925 mit großen Erfahrungen im Projektieren von Siedlungen und Entwerfen von Kleinhäusern nach Reichenbach. Zu dieser Zeit war der Siedlungsbau im Erlicht im Gange. Ladewig machte den Vorschlag des Baues von Reihenhäusern in dieser Siedlung. Um die strenge Bauordnung aufzulockern, entwarf er mehrere Haustypen, so diesen Eckbau im [ahre 1927. Beide Häuser mit der Ladenverbindung gingen in den Besitz des Allgemeinen Bezirks-Konsumvereins Reichenbach und Umgebung über. Es war der 16. Laden dieses Vereins.

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63 Nach dem Vorschlag von Ladewig entstanden unterhalb des Schönbacher Marktsteiges 38 Reihenhäuser am heutigen Ziegelweg, neun Häuser Am Friesenbach und das Haus mit Laden am Schönbacher Marktsteig. Es waren Ein- und Zweifamilienhäuser, die von verschiedenen Baumeistern ausgeführt wurden. 1924 begann der Bau der neuen Straße, beginnend arn Schönbacher Marktsteig. Da die Straße nicht in Verlängerung des bereits bestehenden Ziegelweges, sondern versetzt angelegt werden mußte, gab es Probleme bei der Namensfindung. So wurden die Namen Wiesengrund, Gras-

weg, Lehmweg, Steinweg, Hasenweg, aber auch die Unterscheidung Oberer und Unterer Ziegelweg in Erwägung gezogen. Am 22. [anuar 1926 erfolgte die Zuordnung zum Ziegelweg.

64 Die Auflockerung der Reihenhäuser am Ziegelweg geschah durch Verschieben der Baufluchten, Einrücken der Vorgärten und Einfügen eines Wirtschaftsweges mit einer Torbogen überbrückung. Dabei drehte man die beiden anliegenden Häuser mit den Giebeln zur Straße. Alle Häuser bekamen außer den Vorgärten noch einen Hausgarten an der Rückfront zugeordnet. Diese lagen zum Teil auf den mit Bauschutt und städtischem Müll verfüllten Lehmgruben der ehemaligen Ziegelei.

6S Der Architekt Ladewig war sehr vielseitig. 1930 begann der Bau des von ihm entworfenen Wohnturms 'Typ Ladewig' mit 32 Wohnungen. Bereits im Frühjahr 1931 zogen die Mieter in das städtische Wohnhaus ein. Noch im gleichen [ahr begann man den vorbeiführenden Fahrweg zum Stadtgut straßenmäßig auszubauen. Es war geplant, die Straße später in ein noch anzulegendes Wohngebiet zu verlängern. Als Namen schlug man spontan Eckenerstraße vor, war doch die Landung vom Luftschiff 12 1 27 'Graf Zeppelin' auf dem nahen Fugplatz noch in aller Munde. Die Zustimmung van Dr. Hugo Eekener war bald eingeholt und am 2. Juni 1931 erfolgte die amtliche Namensgebung.

66 Den Drang nach gesundem Wohnen, einem billigen Eigenheim und der Möglichkeit von Eigenleistungen konnte der Architekt Ladewig 1931 mit dem interessanten Entwurf eines sogenannten 6Spännertyp entsprechen. Dabei sind sechs Einfamilienhäuser zu einem Stern zusammengefügt; jedes Haus besitzt zwei Außenwände. Für die vielen Interessenten entstand südlich der Zwickauer Straße eine Siedlung von fünfzehn Sternen mit zusammen neunzig Häusern. Den Erdaushub erledigten die Siedler selbst. Die Grundsteinlegung erfolgte am 30.Juli 1932, wobei Ladewig mit den entsprechenden Geleitworten die ersten drei symbolischen Hammerschläge ausführte (in der Baugrube stehend mit dem Maurerhammer).

67 Nachdem das Baugelände für die Sternsiedlung und die Standorte der Häuser vermessen und abgesteckt waren, begannen am 6. Juli 1932 die Siedler mit den Ausschach tungsarbeiten. Bereits am 30. Juli war ein Teil der Baugruben ausgehoben und es konnte die Grundsteinlegung stattfinden. Auf dem Bild blickt man über Baugruben hinweg zum Ort der Grundsteinlegung. Im Hintergrund erhebt sich der vomArchitekten Ladewig entworfene Wohnturm 'Typ Ladewig' mit sechzehn Wohnungen, den die Stadt für Obdachlose an der Oberen Lindenstraße erbauen ließ.

68 Nach einer Bauzeit von nur elfWochen waren die ersten Häuser der Sternsiedlung bezugsfertig. Ab 1 7. Oktober 1932 brachte man Möbel und den Hausrat in die gesäuberten und vorgerichteten Wohnungen. Nun warteten die Gärten und ihre Umzäunung aufhelfende Hände. Wegen der sternförmigen Häuser sind die Gärten ebenfalls dreieckförmig.

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