Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Reichenbach in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Nitzschke
Gemeente
:   Reichenbach
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6433-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reichenbach in alten Ansichten Band 2'

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69 'Gemeinsamen arbeitengemeinsam feiern' war der Leitspruch der Bewohner der Sternsiedlung. Zum Erntedankfest zog eine frohe Kinderschar mit geschmückten pferde- und Handwagen sowie mit geschmückten Gartengeräten durch die Siedlung. Der Festzug endete mit einem Kinderfest in der nahen 'Altdeutschen Landschänke' an der Zwickauer Straße.

70Im]ahre189Sließder Fleischer Bäß ein Wohnhaus an der verkehrsreichen Zwickauer Straße auf Oberreichenbacher Flur erbauen mit der Absicht, darin eine Gaststätte zu eröffnen. Am 22. Februar 1896 erhielt er die Genehmigung für den Ausschank und zum Krippensetzen. Nun konnten die Fuhrleute im Überlandverkehr und auch der nahen Ziegeleien bei ihrer Einkehr im 'Lindenhof' ihre pferde zum Füttern ausspannen. 1897 erfolgte ein Saalanbau für die Konzertunterhaltung der zahlreichen Ausflügler. 1918 kam die Genehmigung für den öffentlichen Tanz hinzu. Dieses Vergnügen dauerte jedoch nicht lange. 1920 übernahm die Baugenossenschaft 'Gartenstadt Reichenbach' dasWohnhaus mit Gaststätte und ließ durch Saalumbau und Aufstocken zwölf

Notwohnungen einrichten. Später wurden noch die zugehörige Scheune und das Stallgebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

71 Auf Oberreichenbacher Flur ermöglichten große Lehmlagerstätten um 1900 den Betrieb von vier Ziegeleien. Die beim Lehmabbau entstandenen Gruben füllten sich mit Oberf1ächenwasser. Aber auch angeschnittene Wasseradern trugen dazu bei. Zahlreiche Teiche blieben von den Ziegeleien zurück. Einer davon wurde durch seine schöne Waldlage unweit des SchönbacherWegeszum Naturbad 'Lehmpfütze' . Hier konnte man ohne Eintrittsgeld baden und das wurde gerne von den Arbeiterkindern genutzt. Unter Anleitung des Lehrers RudolfSchneider erlernten viele Kinder hier das Schwimmen.

72 Die Gaststätte 'Schone Aussicht' mit Gartenbetrieb hatte an schönen Sonn- und Feiertagen einen besonders regen Zuspruch. An diesen Tagen mußte das Personal um den Gastwirt Otto WetzeI durch Aushilfskellner und Helfern verstärkt werden. Auf dem Foto von 1927 stellten sie sich dem Fotografen. In der ersten Reihe sitzt der Gastwirt, links daneben seine Frau Alma mit Söhnchen und Töchterchen. In der hinteren Reihe steht mit Schirmmütze der Aushilfskellner Hermann Reißmann aus Rotschau. Ein tragisches Ereignis am 27. August 1927 erregte die Anteilnahme der Bevölkerung. Eine Pilzvergiftung nach dem Abendessen forderte das Leben des Gastwirts, des Oberkellners und des Kellnerlehrlings.

73 Nach dem Bau des Wasserturms im [ahre 1926 setzte die Gestaltung des hochgelegenen Stadtteiles an der Zwickauer Sraße ein. Es entstand 1929 eine Verbindungsstraße zur Rosenstraße. Sie erhielt den Namen Turmstraße. Geplant war auch eine große Sportanlage. Eine Straße sollte diese Anlage umfassen und an die Zwickauer Straße anbinden. 1929 begann der Bau dieser Ringstraße. Gleichzeitig begann die Eisenbahner- Wohnungsbau-Gesellschaft den Bau von 24 Mehrfamilienhäusern an der Zwickauer Straße und Ringstraße. 1930 wurden die ersten Häuser bezogen. Auf dem Bild blickt man von der Zwickauer Straße zur Ein-

mündung der Ringstraße, die durch einen Grünstreifen geteilt ist, und auf die architektonisch schönen Wohnhäuser. Im Hintergrund erhebt sich der Wasserturm.

74 Im Herbst 1909 begannen Erweiterungsarbeiten am oberen Bahnhof in Reichenbach. Es machten sich auf jeder Seite des Inselbahnhofs ein drittes Gleis notwendig. Deshalb mußte die am Bahnhofgelände vorbeiführende und in die heutige FedorFlinzer-Straße einmündende Bahnhofstraße eingezogen werden. Man gab ihr einen anderen Verlauf. Sie trägt heute den Namen MoritzLöscher-Straße. Auch eine neue Güterstraße als Zufahrt zur Ortsladerampe und eine Überbrückung der Bahnhofsauffahrt machten sich erforderlich, deren Bau das Bild zeigt.

75 Der steigende Güterumschlag machten ab 1901 eine Erweiterung der Gleisanlage des Güterbahnhofs und den Bau eines Rangierablaufgleises bis in den 'Vogel' (Flur an der Gabelsbergerstraße) notwendig. Dies erforderte eine Verbreiterung des Geländeeinschnittes und die Abtragung der beim Streckenbau in denjahren 1844/45 zurückgelassenen Erd- und Gesteinsmassen. Eine große Arbeiterkolonne war dafür eingesetzt. Auf Niederbord-Bauwagen brachte man den Abraum zur westlich vom oberen Bahnhof gelegenen Baustelle des Lokomotivbahnhofes, dem späteren Bahnbetriebswerk.

76 Reichenbach beging im [ahre 1934 die 8S0-Jahrfeier der Ersterwähnung. Diese Feier, die 1930 wegen der großen Arbeitslosigkeit verschoben wurde, hatte eine gefälschte Urkunde zur Grundlage. Das war vom Veranstalter jedoch nicht beachtet worden. Vor dem großen Festumzug nutzte man die Gelegenheit und stellte mit Gruppen historische Szenen nach. Hier ist es Heinrich V. von Greiz in Begleitung seiner Gemahlin, Rittern, Priestern und seinem Schreiber. Er verleiht Reichenbach das Stadtrecht und Wappen, das durch den Bürgermeister in Gegenwart von Ratsherren und ihren Frauen entgegengenommen wird. Diese nach-

gestellte Szene, die vor 1240 geschehen sein könnte, hat das Schloß Friesen, den Wohnsitz des Gerichtsherren von Metzsch, als Hintergrund.

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