Reinbek in alten Ansichten

Reinbek in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Wagner
Gemeente
:   Reinbek
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6082-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinbek in alten Ansichten'

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9 Sophienstraße mit Postamt, um 1915. Das Foto zeigt, wieviel Grün in Reinbeks Ortsmitte vorhanden war. Bis 1903 waren die Posträume angemietet und zunächst im Güterschuppen der Eisenbahn und seit 1883 in Privathäusern in der Bahnhofstraße untergebracht. Das neue Postamt gleicht sich im Baustil den Villen an. Ziegelsteine um Eingang und Fenster und Zierbänder im Mauerwerk lockern die verputzte Fassade auf. Der Giebel, auf dem groß der Schriftzug 'Kaiserliches Postamt' prangt, wird von geschwungenem Balkenwerk umrahmt. Die Kastanie vor dem Eingang erreichte noch eine stattliche Größe, bevor sie vor wenigen

[ahren gefillt werden mußte. Gegenüber in der Bahnhofstraße erkennen wir das Grünwaren- und Delikatessenschäft Rathmann, ein alteingesessenes Familienunternehmen.

10 Maria-MagdalenenKirche. Am Sonntag, dem 21. Juli 1901, ging ein langgehegter Wunsch vieler Reinbeker in Erfüllung: Sie bekamen eine eigene Kirche. Bis dahin mußten die Kirchgänger, meist zu Fuß und bei jedem Wetter, den weiten Weg nach Steinbek zur Kirche machen. Nur gelegentlich fanden Gottesdienste in einem als Kapelle eingerichteten Raum des Reinbeker Schlosses statt, Das Foto wurde all Tag der Einweihung aufgenommen. Die Grundsteinlegung erfolgte ein [ahr zuvor. Der Hamburger Architekt Hugo Groothoff entwarf das im Stil der Neugotik aus Ziegelsteinen errichtete Gotteshaus. Banmeister war Carl Ohl aus Reinbek.

11 Landhausplatz, um 1905. Mittelpunkt des Ortes war stets der Landhausplatz. Ein hölzerner Wegweiser und eine einsame Straßenlaterne neben der Friedenseiche genügten dem Verkehr. Das auffàllige Haus mit dem spitzen Turm gehörte [ustizrat Bähr. Ein Blickfang ist heute noch das Niemannsche Fachwerkhaus. Die vier Linden mußten allerdings der Straßenverbreiterung weichen. Das Ladengeschäft im Vordergrund gehörte dem Krämer Sparbier. Es brannte 1910 ab und wurde so wieder aufgebaut, wie es in seiner Form noch zu erkennen ist. Vielen wird es als Reinbeker Kaufhaus in Erinnerung sein. [etzt nutzt es die Hamburger Sparkasse.

12 Schmiedesberg Nr. 11, um 1925. Im Iahre 1846 hatte der Böttcher [ohann Hinrich Georg Meyer das Grundstück für eigene Wohn - und Gewerbezwecke erworben. Als neuer Eigentümer ließ der Schlachtermeister Lohse 1905 dem alten Traufgiebelhaus einen Anbau für seinen Laden anfügen. Darunter lag der Eiskeller, in dem die Fleischund Wurstwaren auf Natureis gut gekühlt aufbewahrt wurden. 1925 etwa, als dieses Foto entstand, hatte Carl Schwartz hier sein Uhrenund Schmuckgeschäft. Die Schaufenster mit ihren Auslagen waren herrlich geeignet für Ratespiele der Kinder. Später verkaufte dort Heinrich Lohse Tabakwaren.

1 3 Erste elektrische SBahn.am Ljuni 1969. Ein richtiger Festtag war es mit Musik, Fahnen und Ehrengästen. Die Menschen drängten sich auf dem Bahnsteig und im Zug. Das Stadtorchester spielte unter der Leitung von Kurt Goj ein Ständchen. Dringend notwendig wurden die schnellere Bahnverbindung und die dichtere Zugfolge wegen der ab 1945 gestiegenen Einwohnerzahlen. Viele Reinbeker fuhren als Pendler zu ihren Arbeitsstellen nach Hamburg. Mit den langsamen Dampflokomotivenwar eine Steigerung der Verkehrsleistung nicht möglich. Lange Zeit hatten Reinbeks Politiker mit Bürgermeister Körner an der Spitze sich dafür einge-

setzt, daß die Elektrifizierung über Hamburg-Bergedorf hinaus durch die Sachsenwaldgemeinden geführt wurde.

14 Kückallee, um die Iahrhundertwende, Vorn Dach des Hauses Goetheallee Nr. 3 blieken wir auf eine neu entstehende Villengegend im Reinbeker Osten. Im [ahr 1888 erwarb Konsul joharm Wilhelm Kück aus dem Nachlaß des Landmannes Bahnsen einige Ländereien. Kück wußte um den wachsenden Bedarf an Villenbauplätzen für gutgestellte Leute. Er ließ die heutige Kückallee anlegen, sein Land parzellieren und verkaufte die Grundstücke. Einige Häuser baute er auf eigene Rechnung. urn sie danach ebenfalls zu veräußern. Die Kückallee war eine Privatstraße, die nur von den Anliegern benutzt werden durfte. An der Einmündung

zur Lindenstraße verhinderte eine quergespannte Kette das unbefugte Befahren. Den Kindern allerdings diente die Sperrkette als willkommene Schaukel.

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15 Mühlenredder, Ecke Schulstraße, 1966. Reinbek war größer geworden, und der Straßenverkehr harte zugenommen. Verkehrsampeln waren noch nicht vorhanden. Eine wichtige Hilfe kam von den Schülerlotsen. In auffallender Kleidung und mit einer Kelle in der Hand sorgten größere Schüler dafür, daß die kleineren Schulkinder sicher die Straße überqueren konnten. Fahrzeuge mußten während der Zeit anhalten. Dort, wo auf dem Foto die VW-Käfer parken, führt heute die Herrnann-Körner-Straße zum Industriegebiet. Damals war hier noch eine Sackgasse, die in der Feldmark endete.

16 Amerika-Meyer-Gelände, um 1950. Noch kann Wilhelm Plag rnit den beiden Braunen den Acker pflügen, um vielleicht Kartoffeln anzubauen. Doch bald schon werden hier, westlich der Schönningstedter Straße zwischen ]ahnckeweg und Kampstraße, viele Wohnhäuser stehen. Auf Betreiben des Bürgermeisters und rühriger Stadtvertreter erwarb Schleswig-Holstein das Areal von dem in Amerika lebenden Herrn Meyer. Daher kommt auch der landläufige Name dieses Gebietes. In der Danziger Straße entstand ein kleines Gewerbegebiet. Eines der ersten Gebäude gehörte zu einem Betrieb, der Landkarten und Stadtpläne herstellte.

17 Gasthaus 'Wiesengrund', 1949. Unser schönes Billetal wurde von vielen Menschen aufgesucht, um hier ausgedehnte Wanderungen oder geruhsame Spaziergänge zu machen. Zahlreiche Lokale boten Rast für müde Wanderer. Bei Speise und Trank im schattigen Garten oder in einer gemütlichen Gaststube wurde frische Kraft getankt. Anfang der zwanziger Jahre entstand dieses idyllisch gelegene Sommerlokal am Fußweg zum Tanteich. Es lag neben dem Bahndamm zwischen Bahnsenallee und Billebrücke. Von hier aus hatte man einen wunderschönen Ausblick über das stille Billetal mit seinen weiten Wiesen.

1 8 Klosterbergenstraße Nr. I, um 1950. Küperkate nannte man dieses im [ahre 1761 erbaute Haus. Es war üblich zu jener Zeit, als es keine Straßennamen und Hausnummern gab, die Häuser nach dem Berufihrer Bewohner zu benennen. Der Küper stellte Fässer her, die wohl auch in der Reinbeker Amtsbrauerei Verwendung fanden. Ältere Mitbürger kennen das Haus sicher noch als 'Pannkokenkaat' (Pfannkuchenkate). Frau Schomann, eine der Bewohnerinnen, war Kriegerwitwe mit fünf Kindern und verdiente mitWaschen, Reinmachen und Gartenarbeit nur wenig Lohn. Für das Kochen blieb deshalb kaum Zeit. Sehr oft bestanden die Mahlzeiten

aus Pfannkuchen, von denen auch Nachbarskinder und Spielkameraden abbekamen.

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