Reinbek in alten Ansichten

Reinbek in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Wagner
Gemeente
:   Reinbek
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6082-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinbek in alten Ansichten'

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19 Ehemalige Henketskate, 1902. Hier, am Schmiedes berg Nr. 9, hatte tatsächlich einst der Scharfrichter seinen Wohnsitz. Es ist verbürgt, daß am 21. Februar 1662 der HufnerTitke Witten aus Stemwarde am Galgen vor Reinbek aufgehängt wurde.

Er hatte pferde und Ochsen und aus den fürstlichen Wäldern auch Holz gestohlen. Bei seiner Festnahme soll er obendrein üble Worte über den Landesherren geäußert haben. Das genügte für den Strick. Der ihn zur Hinrichtungsstätte begleitende Pastor erhielt zwei Taler für seinen seelsorgerischen Beistand. Bis 1734lebte in der Henkerskate der Henker [ohann Veit Fach.

20 GutWildenhof, 1932. Nur wenigen Betrachtern dürfte das Wirtschaftsgebäude des landwirtschaftlichen Gutes Wildenhof bekannt sein. Es befand sich etwa dort, wo heute der Tannenweg ist. Der Hof existierte bis 1 93 7 und gehörte der Familie Wild. Sie nannte ihren Besitz 'Wildenhof' . Auf den Ländereien entstand die SiedlungWildenhof, mit Eichenbusch, Großer Scharnhorst und Brunsbusch. Lediglich das Wohnhaus der ehemaligen Besitzer an der Hamburger Straße/Ecke Berliner Straße ist noch vorhanden.

21 Am Rosenplatz Nr. 3, 1936. Die Geschichte dieses Hauses begann im Iahre

1845. Da nämlich erhielt der Schreiber der Amtsverwaltung Thomas Wilhelm Metze am sogenannten Sandberg eine urbare Fläche von 40 Ruten (ca. 567 qm) zur Bebauung. Nach der Gebäudebeschreibung von 1867 war es ein Fachwerkhaus mit Ziegeldach, hatte neben drei heizbaren und einem nicht heizbaren Zimmer zwei Küchen, einen Keller und ein 'Privat', eine Toilette auf dem Hof. Eigentümer war nun Tischlermeister [ohann Rump. Er hatte einige Räume als Tischlerwerkstatt hergerichtet. In dem Nebengebäude auf dem Hof hatte seine früh verwitwete

Schwiegertochter ihre Waschund Plättstube. Villenhaushalte und Pensionen gehörten zu den Kunden. Nach der Umgestaltung des Rasenplatzes befindet sich hier die Volksbank.

22 Gasthaus 'Harmonie'. um 1890. Es war eines der vielen Tanz- und Ausflugslokale, die in Reinbek und Urngebung existierten. Aus den Nachbarorten und sogar aus Hamburg mit der Bahn kommend, fanden sich hauptsächlich an Sonntagen zahlreiche Besucher ein. Zu den bellebten Gartenkonzerten spielten bekannte Orchester oder Militärkapellen auf. Viele Vereine und Gesellschaften feierten ihre Bälle, und traditionell war hier auch Tanz beim Kindervogelschießen. Die 'Harmonie' lag auf dem Gelände des heutigen St.-Adolf-Stiftes. Den Gartensaal mit Veranda, links im Bild, nutzte nach

1945 die katholische Kirchengemeinde als Andachtsraum.

23 Mühlenteichmit Kornmühle und Schloß, um 1890. Seit über 750 [ahren ist die Bille an dieser Stelle gestaut, und die Wasserkraft wurde genutzt. Bis 1815 befanden sich hier eine Walkmühle, eine Sägemühle und eine Kornmühle. 1853 baute Heinrich Wilhelm Lange dieses massive Gebäude als Getreidemühle; sie war Reinbeks erster Industriebetrieb. Die Eisenbahnverbindung ins Urnland und zum Hamburger Hafen spielte dabei eine wichtige Rolle. Der hohe Schornstein ist ein sichtbares Zeichen dafür, daß mit der fortschreitenden Industrialisierung zunehmend Dampfmaschinen zur Krafterzeugung eingesetzt wurden.

24 Ausbau der Hamburger Straße, 1909/10. Damals war diese wichtige Ortsverbindung bei weitem nicht so gut ausgebaut, wie wir sie heute kennen. Eine pflasterung der schmalen Fahrbahn mag zwar schon vorhanden gewesen sein, doch die Steigung am Hollällderberg machte vollbeladenen Fuhrwerken zu schaffen. Eine Abtragung der Bergkuppe war also notwendig. In schwerer Handarbeit schaufelte man den Boden in eiserne Feldbahnloren und schob diese dann auf den provisorisch verlegten Gleisen an eine geeignete andere Stelle. Wie hoch vorher das Niveau der Fahrbahn war, erkennt man noch gut an den Böschungen

rechts und links der Straße. Ganz im Hintergrund stehen die alten Eichen der Lohbrügger Straße.

25 Ansichtspostkarte, um 1910. Um die [ahrhundertwende war Reinbek ein beliebter Ausflugs- und Erholungsort. Wer es sich leisten konnte, bezog ein Zimmer im Schloßhotel oder quartierte sich in einer der vielen Pensionen ein. An die Verwandten und Bekarmten wurden Grüße gesandt. Zahlreiche Postkartenmotive sind erhalten. Hier erkennen wir oben links das Schloß, das im Iahre 1 874 der Hotelier Wilhelm Specht gemeinsam mit seinem Sohn Heinrich August erwarb. Sie richteten es als Hotel ein und führten es bis 1919 als Farnilienbetrieb. Das Kaiserliche Postamt bestand in dieser Form von 1903 bis zum Umbau 1950. Rechts oben sehen

wir eine Villenpartie aus Wentorf. Die Gegend zwischen Billeweg und Bahn wurde auch Neu-Reinbek genannt.

26 Ansichtspostkarte, um 1900. Auch diese Postkarte mit verschiedenen Reinbeker Motiven wird in vielen Exemplaren verschickt worden sein. Die Eisenbahnbrücke über die Bille besteht in dieser Form noch heute. Die zierenden Medaillons mit den Löwenköpfen sind allerdings unter einer dieken Putzschicht verborgen. Die Kaltwasserheilanstalt 'Sophienbad' verschaffte sicher manchem geplagten Menschen Linderung oder gar Heilung. Rechts oben ist das Quellenhäuschen der Sophien-Quelle abgebildet. Es lag in der Wildkoppel. Unten sehen wir die Vorderansicht des Schlosses mit dem 1 874 angefügten neugotischen Treppenhaus.

Das mittlere Bild zeigt den Landhausplatz mit der Friedenseiche als zentralen Punkt des Ortes.

27 Zimmerei Sanmann, um 1900. Dort, wo heute die Turnhalle der VolkshochschuIe steht, hatte bis etwa 1912 Adolf Sanmann einen großen Zimmereibetrieb. Als Folge des Eisenbahnbaues und der Ansiedlung Hamburger Kaufleute in Reinbek kam es Mitte vorigen Iahrhunderts zu einer regen Bautätigkeit. Handwerksbetriebe fanden ein reiches Arbeitsfeld. Hier präsentieren sich auf dem Zimmerplatz vierzehn Gesellen in ihrer traditionellen Zimmermannstracht mit ihrem Meister bei den Vorarbeiten für einen Dachstuhl. Hausfrau und 'KökschenIießen sich die Gelegenheit fotografiert zu werden nicht entgehen und stehen auf der Veranda.

Das Gebäude diente zuletzt als Wohnhaus für mehrere Familien und wurde 1936 für die Erweiterung der damaligen Volksschule abgebrochen.

28 Elektrizitätswerk, 1927. Unter den Villenbesitzern in Reinbek und Wentorf, die das elektrische Licht aus Hamburg kannten und es in ihren hiesigen Haushalten nicht missen wollten, hatte sich 1896/97 eine Interessengemeinschaft gebildet. Sie setzte es durch, daß die Dampfmühle nebst Kesselhaus und Schornstein abgerissen und an gleicher Stelle 1899 ein E-Werk zur Stromerzeugung gebaut wurde. Der Besitzer hieß Ernst Sperling. Anfangs waren 74 Kunden an das Stromnetz angeschlossen. Per Gasmotor und Wasserturbine erzeugte man 65 kW Gleichstrom. Elektrische Straßenbeleuchtung ersetzte

1911 die auf Holzmasten ste-

henden Petroleumlampen. 1923 ging das E-Werk in den Besitz der Gemeinde Reinbek über.

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