Reinbek in alten Ansichten

Reinbek in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Wagner
Gemeente
:   Reinbek
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6082-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinbek in alten Ansichten'

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29 Villa Ihnen,um 1925. Im Iahre 1912 ließ sich der Kaufmann Bernhard Ihnen auf Schönningstedter Gelände eine Villa nach dem Vorbild der Potsdamer Schloßanlage Sanssouci erbauen. Auf dem weiten Terrain entstanden das

Hauptgebäude, zwei Gartenpavillons, ein Wohnhaus für den Gärtnermeister und ein Pferdestall mit Kutscherwohnung und Wasserturm. Ein Geflügelhaus und ein Treibhaus ergänzten das Ensemble. Anfang der dreißiger

[ahre trennte sich Familie Ihnen von ihrem Besitz. Das Gelände wurde parzelliert, und 1934 riß man 'Klein-Sanssouci' ab. DerWasserturm mit seiner markanten Kuppel, das Gärtner- und das Kutscherhaus haben bis heute ûber-

dauert, und die Ortsteilbezeichnung 'Ihnenpark' sowie die Bernhard-Ihnen-Straße erinnern an den Vorbesitzer.

30 DasSchloß,um 1930. Herzog Adolf von SchleswigHolstein-Gottorfließ es in den [ahren 1572-1576 erbauen. Es war nördlich der Elbe das erste repräsentative Gebäude eines Landesherrn, das nicht gleichzeitig militärische Aufgaben hatte. Mehrfach war das Schloß Wohnung von Herzogswitwen und lange Zeit Dienstsitz der Amtmänner.Ab 1867,alsSchleswigHolstein preußisch wurde, residierte hier der erste Landrat des Kreises Stormarn. Dann kaufte Familie Specht das Haus und richtete ein Hotel ein. Die engen Treppen in den Ecktürmen genügten nicht mehr. Darum wurde das spitzgiebelige Treppenhaus mit einem eindrucksvollen

Wappenfeld im Giebel vorgebaut. Wissenschaftler für Forst- und Holzwirtschaft arbeiteten hier von 1939 bis 1972 und machten Reinbek in aller Welt bekannt.

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3 1 Gasthof 'Zur Schmiede', um 1950. Viele Reinbeker werden dieses Haus noch kennen und sich an fröhliche Feste, an Tanzstunden oder an die Zusammenkünfte der zahlreichen Vereine erinnern. Die Tradition des Hauses begann mit dem Kauf durch den Müllergesellen Ludwig Susemihl, der auf seiner Wanderschaft im Ort blieb. Er gab die Arbeit in der Reinbeker Kornmühle

1 868 auf und machte sich mit einer Krämerei und Mehlhandlung selbständig. Bald darauf erhielt er auch die Konzession zum Ausschank. Er erweiterte das Anwesen um Gasträume und eine Kegelbahn. Sein Sohn Otto baute einen Saal mit darüberliegen-

den Fremdenzimmern hinzu. Das HausAm Rasenplatz Nr.

1 7 wurde 1940 von Otto und Hannchen Timm erworben und zu einem renommierten Gaststätten- und Hotelbetrieb ausgebaut.

32 Altes Landhaus, um 1900. Schon 1581 erhielt der Schmied Hans von Giltern die Bewilligung, an der Gabelung des Weges nach Hamburg und Schönningstedt ein Krughaus zu errichten. Die Gäste werden Fuhrleute gewesen sein und Kunden der gegenüberliegenden Schmiede. Aber auch Besucher des Reinbeker Schlosses kehrten gewiß ein oder logierten hier, wenn sie auf demAmt ihre Angelegenheiten zu regeln hatten. Das Krughaus war seit 1 70 1 für fast zweihundert Iahre im Besitz der Familie [ahncke. Um 1750 baute sie ein großes Bauernhaus, in dem der Casthof das Landhaus, untergebracht war. Ein gewaltiges Feuer vernichtete

am 24. Dezember 1912 dieses imposante Strohdachgebäude. Der Landhausplatz, in den die noch schmale Hamburger Straße einrnûndet, erinnert mit seinem Namen an das Gebäude.

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Sälon, .Garten; . Kegellialn, Pension! u. A1Jsspan

33 Neues Landhaus, um 1900. Neben dem alten Landhaus, das nur wenigen Gästen Logiermöglichkeit bot, baute der Eigentümer [ulius [ahncke in den achtziger jahren des vorigen [ahrhunderts ein neues, den Anforderungen der Zeit entsprechendes Hotel und Restaurant. Neben einer Anzahl von Fremdenzimmern im Obergeschoß waren im Erdgeschoß große Gesellschaftsräume vorhanden. Reinbeker 'van Stand' gingen hierzumTanzen. Bei Bällen erschien zur vorgerückten Stunde 'Rosen-Else' aus Vierlanden und verkaufte an die Kavaliere für deren angebetete Damen frisch geschnittene duftende Rosen aus ihrem Korb. Das neue Landhaus be-

stand bis 1938, dann wurde es abgebrochen.

34 Gaststätte 'Schützenhof', um 1900. Etwa im Iahre 1870 erwarb Johannes Prahl Ländereien beiderseits der Schönningstedter Straße. An der damaligen Ortsgrenze errichtete er eine Gaststätte und gegenüber einen Schießstand für den 'Reinbeker Schützenclub'. Die Namen Prahlsdorf und Schützenstraße erinnern daran. Die Prahlsdorfer Arbeiter und Handwerker waren als rauhe Gesellen bekannt, waren aber auch gesellig und stellten viele Mitglieder im Arbeiter-Sportverein und im Radfahrverein 'Solidaritàt' . Sie harten eine Schweineversicherungsgilde und viele kleine Geselligkeitsklubs, die alle im Schützenhof zusammenkamen. Das Fir-

menschild macht die Durchreisenden darauf aufmerksam, daß der Wirt nicht nur Salon, Garten und Kegelbahn, sondern auch Ausspann für die pferde anbietet.

35 Schloßstraße, um

1880. Der Bau der BerlinHamburger Eisenbahn im jahre 1846 brachte für Reinbek erhebliche topographische Einschnitte. Die Trasse trennte nun das Schloßgelände vom eigentlichen Ort. Ein eindrucksvolles dreibogiges Brückenbauwerk überspannte Schloßstraße und Bille. Wegen der immer schwerer werdenden Lokomotiven war die Brücke 1877 erneuert worden. Ein schmiedeeisernes Gitter und steinerne Medaillons zierten den Viadukt. Der Fotograf stand etwa am heutigen 'Museum Rade'. Die hólzerne Brücke im Vordergrund führte zum Hotel 'Nancytal' auf der Wentorfer Billeseite.

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36 Bahnhofstraße, um 1900 ... und nicht SchloßstraBe, müßte es auf diesem Foto heißen. Hier, nördlich der Eisenbahnbrücke, begann das Geschäftsviertel des geruhsamen Kurortes Reinbek. Das Bild vermittelt einen Eindruck davon, wie beschaulich es zuging. Die Straße gehörte den Fußgängern und Pferdefuhrwerken. Der Radfahrer wird auf dem Kopfsteinplaster wohl kaum eine unangemessene Geschwindigkeit entwikkelt haben. Links biegt die Sophienstraße ab. Im Gebäude rechts hatte Carl Kramer ein Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. Der Laden vom MilchhändlerTietjen, später Carstens, war durch den Seiteneingang zu errei-

ehen. Auf dem Hofhatte Schuhmachermeister Lorenzen seine Werkstatt.

Schlossstrasse

37 Bahnhof, um 1890. Die Zeiten, da die Züge von und nach Berlin in Reinbek hielten, waren schon seit [ahrzehnten vorüber, als dieses Bild aufgenommen wurde. Alle Bahnbediensteten sind für ein Foto angetreten, und auch der Kellner der Bahnhofsgaststätte präsentiert sich mit weißer Serviette. Im Hintergrund warten Reisende auf den einfahrenden Zug. Die hölzerne Schubkarre rechts diente zum Transport des Gepäcks. Eine Unterführung zum Gegengleis gab es noch nicht; die Fahrgäste wurden vom Bahnpersonal über die Schienen geleitet. Auf dem kleinen runden Türmchen arn Bahnsteigende befand sich die Signalglocke zur Meldung

der Züge. Aus jener Zeit wird berichtet, daß der Morgenzug nach Hamburg ein paar Minuten wartete, wenn sich einer der ortsansässigen Hamburger Großkaufleute verspätete.

38 Sophienbad, um 1900. Durch Reinbek wehte einst das Flair eines Kurortes. Sanitätsrat Dr. Georg ]ulius Andresen nutzte 1858, zwölf]ahre nach dem Bahnanschluß, die Chancen der Zeit und errichtete eine Kalrwasserheilanstalt. Benannt wurde das Sophienbad nach seiner Ehefrau. Dr. Andresen hatte einen Teil des königlich-dänischen Geheges 'Wildkoppel' gekauft und auch die Erlaubnis zur Nutzung der im Wald sprudelnden Quelle erhalten. Die Heilstätte, an welche ein Restaurationsbetrieb angeschlossen war, besaß über hundert Betten. Das hier abgebildete Hauptgebäude wurde durch drei Wohnhäuser, zwei Logierhäuser, eine Mu-

sikhalle. einen Pavillon, einen Eiskeller, einen Kohlenschauer und einen Schuppen für das Federvieh ergänzt. Bis 1 9 1 7 wurde hier gekurt und flaniert.

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