Reinbek in alten Ansichten

Reinbek in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Wagner
Gemeente
:   Reinbek
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6082-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinbek in alten Ansichten'

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39 Gasthaus 'Zum Lindenhof', um 1910. Es war ein kleines Ereignis, wenn sich ein Fotograf mit Stativ und großem hölzernen Fotoapparat einfand, um mit schwarzem Tuch über dem Kopf und viel Geschick eine Aufnahme zu machen. Man stellte sich gern in Positur, und die Dorfjugend lief staunend herbei. Der gewichtige Mann am Eingang könnte derWirt sein, neben ihm Gäste und Hauspersonal. Drei Radfahrer präsentieren stolz ihre Drahtesel. Ein Schlachter mit weißer Schürze und Fleischmulde auf der Schulter hat gerade das Gasthaus beliefert. Zu dieser Gaststätte in der Dorfstraße gehörte ein Krämerladen. Der Saalanbau ist links neben dem

Giebel zu erkennen. Das Hinweisschild auf das Telefon und der Briefkasten deuten darauf hin, daß hier ein Mittelpunkt des Schönningstedter Dorf1ebens ist.

40 Volkstanzgruppe im Iahnckeweg, um 1936. Es war dies die Zeit, als es noch kein Fernsehen gab und auch das Radio noch nicht in jeden Haushalt Eingang gefunden hatten. Zu ihrer eigenen und zur Freude anderer fanden sich in Reinbek junge Leute zu einerTanzgruppe zusammen, um alte Volkstänze zu pflegen und die Zuschauer bei öffentlichen Veranstaltungen mit ihren Tänzen zu erfreuen. Hier tanzen Paare in farbenfrohen Trachten einem Umzug voran. Melodie und Rhytmus für die flotten, rökkebauschenden Dreher, spielt der Musikant auf der Ziehharmonika. Der Jahnckeweg, durch den der fröhliche Zug

zieht, war wenige jahre zuvor erschlossen und bebaut worden.

41 HofSchönningstedt, Wohnhaus, um 1880. Der Landwirt und Arztsohn RudolfBaetcke aus Hamburg kaufte 1852 den aus ehemals drei Hofstellen bestehenden großen Besitz in der Ortsmit te van Schönningstedt. Er baute ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit Strohdach als Wohnhaus für sich und seine Familie. Es war noch recht selten, wenn auf Bauernhöfen Gebäude nur zu reinen Wohnzwecken errichtet wurden. Meist lebten Mensch und Vieh zusammen unter einem Dach. Das Haus auf dem Foto wird als Bauernvogtei bezeichnet, weil die Familie Behn, die auf einer der drei Hofstellen ansässig

war, über Generationen hinweg die Schönningstedter Bauernvögte stellte.

42 GasthofNiemann in Silk, um 1900. Zum Verweilen unter freiem Himmel mag es an diesem Frühlingstag wohl noch zu kühl gewesen sein. Die Kinder allerdings hielt es in den Gaststuben nicht länger zurück. Sie spielten lieber in den Anlagen. Ob die Sonntagskleider und die weißen Schürzen dies ohne Schmutzflecke überstanden? Das traditionsreiche Gasthaus geht in seiner Entstehung auf das [ahr 1 791 zurück, als Franz Bussau aus Schönningstedt vom Amt Reinbek an dieser Stelle einen Bauplatz für eine Kate mit Kohlhof zugewiesen bekam. Das Anwesen ging 1854 in den Besitz der Familie Niemann über. Schankgenehmigung erlangte

sie aber erst, als das gegenüberliegende Krughaus des Gutes Silk seinen Betrieb einstellte.

43 Gasthof'Büchsenschinken, um 1900. Otto Witten

ist der Besitzer dieses Hauses mit dem originellen Namen. Sein Vorfahr Daniel Witten hatte 1825 die Erlaubnis erwirkt, sich hier an der Mällner Landstraße, dem alten Verbindungsweg von Hamburg ins Lauenburgische, anzusiedeln. Die Straßen waren damals grundlos. Bei Regenwetter blieben die Fuhrleute oft stecken und nahmen dann die Vorspanndienste von Witten inAnspruch. Des Nachts trieb der seinen Knecht mit den Worten aus dem Bett: 'Kannst du de Schinken wedder nich in de Büx kriegen?' Dadurch entstand, wenn es stimmt, der Name 'Bûchsenschinken' . Vor der Eingangstür ist eine große

Handpumpe zu erkennen. Das war die einzige Wasserstelle für die Bewohner, die Gäste der Gastwirtschaft und für das Vieh.

44 Neue Sophienquelle, um 1930. Bis zum Iahre

191 7 bestand die Kaltwasserheilanstalt 'Sophienbad'. Dann kaufte die Allgemeine Ortskrankenkasse Hamburg das Anwesen und richtere es als Erholungsheim ein. Die eigentliche Sophienquelle in der Wildkoppel hatte nun keine Bedeutung mehr. Auf dem Gelände des Sophienbades gestaltete man die Gartenanlage neu zu einem kleinen Park, in dem ein Brunnen angelegt wurde. Nach der Tradition erhielt der Brunnen den Namen 'Sophien-Quelle'.

45 Wildkoppel, um 1937. Im oberen Teil der Wildkoppel sprudelte eine Quelle, die die von den Zisterzienserinnen des hiesigen Klosters im 13. [ahrhundert angelegten Karpfenteiche speiste. Mit der Einrichtung der Kaltwasserheilanstalt im vorigen [ahrhundert leitete man die Quelle in ein schmuckes Brunnenhaus und nutzte sie für medizinische Anwendungen. Sie wurde Sophienquelle genannt. 1937. als die Heilanstalt nicht mehr bestand, wurde die Quelle neu gefaßt. Aus Klmkerstemen entstand ein Brunnenbecken, dessen Rand und Mittelsockel Waldtiere aus Keramik schrnückten. Man bezeichnete ihn als den Tierbrunnen. Nach dem

Krieg wurde der Brunnen erneuert. Steinerne Märchenfiguren schmückten ihn nun. Heute ist auch diese Anlage wieder verfallen.

46 Transportunternehmen Niemann, um 1935. Ein altes Reinbeker Gebäude, dessen Aussehen kaum verändert wurde, steht in der Bahnhofstraße. Typisch ist der Ausbau in der Dachfläche mit einem kleinen halbrunden Fenster. Der kleine Vorgarten ist längst der Straßenverbreiterung gewiehen und auch die Linde rechts vom Haus mußte vor wenigen Iahren gefällt werden. Seit 1895 betreibt die Firma Adolf Niemann im Ort ein Fuhrunternehmen. Waren es anfangsTransporte aufkurzen Wegen, die mit pferd und Wagen bewältigt werden konnten, kamen bald Wohnungsumzüge dazu. Schon früh wurde ein Lastwagen angeschafft, auf dessen Kühler-

grill die Initiale AN angebracht war. In der Kabine im Vorderteil des großen geschlossenen Anhängers hatten die Möbelpacker während der Fahrt ihren Platz,

47 Radkuhle und Dänenbrücke, um 1900. In der Radkuhle sammelte sich das Wasser, das die Mühlenräder angetrieben hatte. Die sogenannte 'Dänenbrücke' wurde I 793 aus mächtigen Granitquadern gebaut und überspannte den Mühlengraben der Kornwassermühle. Sie war eine der ersten steinernen Brücken im Lande. Anstelle der Mühle nutzte um

I 900 das Elektrizitätswerk die Wasserkraft als Antrieb für eine Turbine zur Stramerzeugung. Hier an der Bille standen sich im graßen nordischen Krieg schwedische und dänische Truppen gegenüber. Am 30. Mai I 700 kam es zu einem Gefecht. Die Schweden hatten auf den Wentorfer Hó-

hen vier Feldkanonen aufgestellt, den Hohlweg harten ihre Fußtruppen besetzt. Die Dänen lagen auf dem Schloßgelände hinter Palisaden. Bei Einbruch der Dunkelheit zogen sich beide Seiten zurück.

48 Fährbetrieb auf der Bille, um 1910. Die ruhige, liebliche Landschaft Reinheks und die grünen Täler loekten um die Jahrhundertwende viele Hamburger Ausflügler hierher. Sie wanderten entlang der Bille oder durch die Wälder und erreichten am Ende der Loddenallee die 'Hexentreppe' . Sie führte unmittelbar vor der Eisenbahnbrücke zum Billeufer hinab, Von hier aus ging eine Fähre zum Gasthaus 'Jägersbronnen' über die Bille. Wer übersetzen wollte, schlug gegen eine eiserne Pfanne und rief so den Fährmann. Der Gastwirt hatte diese Verbindung ebenso wie die 'Hexentreppe' fûr seine Gäste angelegt. Zeitweise betrieb er Fährverkehr sogar mit

einem Dampfboot und darm auch mit elektrischen Booten, welche den Strom aus einer hoch über dem Flußlauf gesparmten Leitung bezogen.

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