Reinbek in alten Ansichten

Reinbek in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Wagner
Gemeente
:   Reinbek
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6082-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinbek in alten Ansichten'

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49 'SöbenSinnen',um 1900. Sieben Familien lebten auf engem Raum unter einem Dach in diesem alten Fachwerkhaus am Bahndamm östlich der Schloßstraße. Zu jeder Wohnung gehörten eine Küche, ein heizbares Zimmer und eine Kammer. Da kam es bei der räumlichen Enge schon einmal zu Spannungen. Sieben oft gegensätzliche Meinungen trafen aufeinander. Jeder hatte seinen eigenen Sinn. Daher nannte der Volksmund das Haus bald 'Sóben Smnen' - sieben Sinne. Als das Haus abgebrochen wurde, fand man im Fundament zwei Granitsäulen. Es heißt, sie stammen aus dem ehemaligen Kloster. Im Hin-

tergrund erkennen wir den Bahnhof und rechts den Güterschuppen.

50 Stadtzentrum,19S8. Diese Luftaufnahme läßt deutlich erkennen, wie sich das Zentrum unseres Ortes verändert hat. Der Bliek geht von Süden über die Bahnhofstraße, Schmiedesberg und Bergstraße. Wir sehen in der Hamburger Straße das alte Rathaus, links daneben das Wohnhaus des Bürgermeisters. Darüber liegen das 'Sachsenwald- Theater', die alte Turnhalle und der gerade fertiggestellte Kindergarten am Küpergang. Das Wohnund Geschäfishaus der Bauund Brennstoffhandlung Lohmeyer steht hinter den Sachsenwald-Arkaden an der Bergstraße. Im Neubau hat die 'Pro' ein Ladengeschäft und im Obergeschoß ist die

örtliche Fernsprechvermittlung der Post untergebracht. Am Schmiedesberg stehen noch an der linken Seite das alte Geschäftshaus von Ellermann und gegenüber das 'Café Nagel'.

5 1 Volksschule, 193 S. Was mag diese Schule alles gesehen haben, seit sie im Jahre 1832 strohgedeckt mit nur einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung auf dem Galgenberg, SchulstraßelEcke Klosterbergenstraße, errichtet wurde! Die steigenden Schülerzahlen machten immer wieder An- und Umbauten erforderlich. 1914 schließlich wurde großzügig umgebaut,so daß jeder Jahrgang seinen eigenen Klassenraum bekam. An der Form von Fenstern, Sims und Mauerwerk lassen sich alte Gebäudekonturen noch erkennen. Seine heutige Form erhielt das Haus 1936. Es beherbergt nun die Volkshochschule.

52 Schloß und Umgebung, um 1940. Seit 1 939 ist im Schloß das 'Reichsinstitut für ausländische und koloniale Porstwirtschaft' uniergebracht. Im Schloßpark stehen einige außergewöhnliche. teils exotische Bäume, die hier seit dem Ende des vorigen [ahrhunderts von Kennern gepflanzt wurden. Sie haben dichte Kronen gebildet. Die Gewächshäuser gehören zum Institut. Im Güterschuppen der Eisenbahn wird Stückgut umgeschlagen, und die Ladestraße bietet Platz zum Be- und Entladen von Güterwaggons. Unterhalb davon steht noch das große Wohnhaus für die Bahnbediensteten. Am Mühlenteich ist der Krautfang vor dem

Wassereinlauf zurTurbine des Elektrizitätswerkes zu erken-

nen.

53 Elektrizitätswerk, 1927. Nur wenigen Reinbekern wird es möglich gewesen sein, die technischen Anlagen des E-Werkes zu betrachten. Wir können hier nachträglich einen Blick in den blitzsauberen Maschinenraum werfen. Dieser Dieselmotor mit 120 PS Leistung trieb einen Generator an. Das große Schwungrad war notwendig, um dem Motor einen ruhigen, gleichmäßigen Lauf zu geben. Auf dem Tisch stehen drei Ölkannen, damals wichtiges Requisit der Maschinisten. Selbstschmierende und wartungsfreie Lager gab es noch nicht. Insgesamt waren zur Stromerzeugung drei Dieselmotoren und eine Wasserturbine vorhanden. Neben

Strom wurde in einer Anlage Eis in Stangen von je 25 pfund hergestellt. Gaststätten, Geschäfte und Privathaushalte verwendeten es zur Kühlung von Lebensmitteln.

54 Querstraße, um 1935. Hier ist mittägliche Ruhe im alten Reinbek. Ein neugieriger Hund kornmt und erkundet, was in seinem Revier passiert. Unser Bliek geht von der Klosterbergenstraße in die ehemalige Querstraße. Sie liegt am nördlichen Rand des Rasenplatzes und dient heute als Parkfläche. Am Ende der Querstraße erkennen wir die Futtermittel- und Kohlenhandlung von Albertz, heute Elsholz. Das Geschäftshaus in der Bildmitte stand auf dem damaligen 'Dreiecksplatz' und gehörte dem Kaufmann Bilgardt. Es wurde 1936 abgebrochen, um den Platz zum schmucken Rasenplatz umzugestalten. Rechts das Gebäude mit dem Giebel wurde 1898

erbaut. Sattlermeister Hemken hatte dort seine Werkstatt.

55 Rathaus, 1958. Im Frühjahr 1950 erfolgte der erste Spatenstich für ein neues Rathaus. Es ist das erste eigene Verwaltungsgebäude der Gemeinde Reinbek. Bisher waren die einzelnen Dienststellen lediglich in angemieteten Räumen in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Nach der Einweihung im Oktober

1 950 waren sie nun alle unter einem Dach vereint. Ein Uhrturm schmückte den Bau. In derTurmspitze hingen zwei Glocken, die den Reinbekern die Stunde schlugen. Als man 1970/71 das Rathaus in der heutigen Form baute, wurde das alte Gebäude in den Neubau einbezogen. Die beiden Glocken vom Uhrturm hän-

gen heute stumm und versteekt unter einem Dachaufbau.

56 Einweihung Sportstadion, 1962. Für Reinbeks Sportler ging ein Wunschtraum in Erfüllung. Seit 195 1 war diskutiert, geplant und verhandelt worden, denn der 1924 an der ]ahnstraße hergerichtete Sport- und Spielplatz entsprach schon lange nicht mehr den Anforderungen. Nach langwierigen Gesprächen verkaufte der Gutsbesitzer Schaumann Land für das Stadion. Wettkampfbahnen, Fußballfeld und ein Urnkleidehaus entstanden. Am 19. August war die feierliche Einweihung. Der Vorsitzende der Turn- und Sportvereinigung Reinbek, Paul Luckow, nach dem heute das Stadion benannt ist, hielt die Eröffnungsansprache. Dann gab

Bürgermeister Körner den Startschuß für den ersten Wettkampf, einen Staffellauf der weiblichen Jugend.

57 Bei der Liebesbuche, 1918. Es war am 8. Juli 1811. Der junge in dänischen Diensten stehende Leutnant Emil von Lowtzow, Sohn des Arntmannes aufSchloß Reinbek, und Caroline Flickwier, die erst sechzehnjährige Tochter des Reinbeker Müllers, waren einander in treuer Liebe zugetan. Aus Verzweiflung darüber, daß die Umstände eine Heirat nicht zuließen, suchten und fanden die Nachbarskinder den Tod in den Wassern der Bille. Dort, wo der Fluß die Waldung Vorwerksbusch berührt, hatten sie zuvor ihre Namen und zwei Herzen in die Rinde eines Baumes geschnitten, der fortan 'Liebesbuche' genannt wurde. Das tragische Geschehen hat noch

lange die Gemüter bewegt. Wenn auch der Baum mit den eingeritzten Herzen nicht mehr besteht, hat doch der Ort den Namen bewahrt.

58 'Sachsenwald-Theater', 1949. Unmittelbar nach Kriegsende 1945 schufHans G. [entsch in Privatinitiative einen Theater- und Kinobau. Aus HamburgerTrümmersteinen und Teilen von Militärbaracken entstand auf dem Gelände des jetzigen Forums das schmucke 'SachsenwaldTheater' mit anfangs 650 Sitzplätzen. Die Veranstalter boten dem Reinbeker Publikum neben Filmvorführungen ein attraktives Bühnenprogramm. In Theaterkreisen hatte Reinbek einen guten Ruf Viele bedeutende Schauspieler, wie Maria ScheIl, Willy Birgel, Johanna Matz, Götz George, standen hier auf der Bühne. Nach den Vorstellungen traf man sich in der 'Taverne', der

Bar im Hause. Im Oktober 1970 brannte das 'Sachsenwald-Theater' ab.

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