Reinfeld in alten Ansichten

Reinfeld in alten Ansichten

Auteur
:   E. Katzschke
Gemeente
:   Reinfeld
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2006-7
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Reinfeld in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Zisterziensermönche haben ihrer Niederlassung, aus der sich unsere Stadt entwiekelt hat, im 12. Jahrhundert den Namen 'Reinfeld' gegeben. Diese liebenswerte kleine Stadt liegt in Holstein, fünfzehn Kilometer vor den Toren der Hansestadt Lübeck, Sie ist über die Europastraße E 4 genauso gut zu erreichen wie über die 'Vogelfluglinie' ('Fugleflugtslinien'). Niemals ist die Entwicklung stehengeblieben. Jede neue Epoche der 790jährigen Vergangenheit hat die vorhergehende gewaltsam und gründlich auszulöschen versucht, so daß es schwerfällt, sich in die jeweilige Epoche hineinzudenken.

über einen Zeitraum von fünfzig Jahren um die J ahrhundertwende (1880-1930) soll nun durch die dargebrachten Bilder die Aufmerksamkeit der jetzt lebenden Einwohner auf Veränderungen in ihrer engsten Heimat gelenkt werden, um diese liebzugewinnen. Gelingt dies, so sind Ziel und Zweck des Buches erreicht. Die Bildfolge entspricht einer Wanderung vom Bahnhof durch den Ort bis zum Kalkgraben.

QUELLENVERZEICHNIS

Literatur:

Bürgerverein Reinfeld von 1872: Protokolle. Verkehrsausschuß Reinfelder des Bürgervereins:

Führer durch Reinfeld (Holstein) und Umgegend. Reinfeld 1903.

Verkehrsausschuß des Reinfelder Bürgervereins:

Neuer Führer durch Reinfeld in Holstein und Urngegend. Reinfeld 19 11.

J. Wolters: Aus Reinfelds Vergangenheit. Eckernförde 1920.

M. Clasen, Schriftleitung: Die Heilsau, Monatsblätter zur Pflege heimatlicher Bestrebungen im Gebiete der Heilsau und angrenzender Bezirke. Reinfeld 1933.

W. Stamer: Die Entwicklung der Stadtverfassung Reinfelds von 1761 bis 1933. Reinfe1d 1934.

Fotos:

A. Beckmann, Lübeck. Th. Bruß, Reinfeld.

J. Hamann, Hamburg. Foto-Richter, Reinfeld.

1. Der romantische Viadukt war ein Stück der Eisenbahnlinie Lübeck-Hamburg, die am 1. August 1865 (eingleisig bis 1876) eröffnet wurde. Er überquerte die Heilsau einhundertdrei Jahre lang. Die Pfeiler waren aus gequaderten Granitsteinen und das Mauerwerk darüber aus roten und gelben Ziegeln, in Schichten abwechselnd, errichtet. Da letzteres sehr stark verwittert war, wurde 1968 im Mittelbogen ein Betondurchlaß für die Au eingebaut. Alles wurde dann mit Kies und Sand angeschüttet, die Brücke 'aufgeschnitten', damit der Sand hineinrutschen und im Innern kein Hohlraum entstehen konnte. So wurde aus der eleganten schlanken Brücke ein solider Damm.

Reinfeld-Neuhof - Am Zuschlag

2. So sah die wichtige Zufahrt von der Chaussee Lübeck-Hamburg (B 75) nach Reinfeld mit dem Flurnamen 'Am Zuschlag' um 1905 aus, Sie war eine macadamisierte Kunststraße mit Gräben an beiden Seiten. Die Masten an der linken Seite trugen elektrische Leitungen und die an der rechten Seite Telefonleitungen.

3. Reinfeld erhielt einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Lübeck-Hamburg, einem Teil der 'Vogelfluglinie', die am 1. August 1865 eröffnet wurde. Dieses kleine Schrankenwärterhaus am schienengleichen Bahnübergang Mahlmannstraße wurde im Sornmer 1929 abgebrochen und durch ein zweigeschossiges Haus mit Stellwerk für Weichen und Signale im Westen der Bahnanlage ersetzt.

4. Im Mittelpunkt steht das Herrenhaus des Neuhofes, dessen landwirtschaftlicher Betrieb vor etwa fünfzig Jahren stillgelegt wurde. Das Haus wird heute nach Urn- und Anbau mit Garten als evangelischer Kindergarten genutzt. Das Waldstück rechts wurde sehr gelichtet und links wurde es abgelöst durch die Tiefgarage des ersten und hoffentlich einzigen Hochhauses in Reinfeld.

5. Ein Ausfuhrprodukt der um Reinfeld ansässigen Landwirtschaft war immer schon die Zuckerrübe. Zur Erleichterung des Verladegeschäftes ließ die Gemeinschaft der Zuckerrübenanbauer in Zusammenarbeit mit der Zuckerfabrik Schleswig an der Böschung rechts, nach Süden, eine waggonhohe Rampe erbauen, die nun von der Bundesbahn unterhalten wird.

6. Der Otterndieck im Vordergrund war die dritte Staustufe der kleinen 'Bischofsbek'. Er lag zwischen Bahnhof-, Lade- und Mahlmannstraße. Nach Verrohren des Baches und Auffüllen der Senke entstand ein Lagerplatz für Baustoffe. Das große Haus links, 'Kaserne' genannt, enthielt im Parterre schon immer Geschäfte und in den oberen Stockwerken Wohnungen. Rechts liegt das Bahnhofsgebäude. Diese Mondschein-Szenerie entstand vor dem Ersten Weltkrieg, und zwar durch sogenannte Negativretusche auf einer normalen Tageslichtaufnahme.

7. Kam jemand vom Bahnhof, mußte er die Bahnhofstraße bergauf in den Ort. Hochbord zur Abgrenzung des Fußsteiges gab es nur linksseitig. Die Linden wurden im Oktober 1885 entlang der ganzen Hauptstraße gepflanzt. Die Anwohner wurden aufgefordert, vor ihren Häusern Ziergärten anzulegen. So verschwand Reinfeld hinter Bäumen und Blumen und wurde später eine 'Stadt im Grünen' genannt.

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um1910

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8. Dieses verschwiegene Fleckchen mit seinen etwa dreihundertjährigen Buchen, in deren starker Rinde manches verliebte Pärchen sein Monogramm einschnitt, war auf dem Lokfelder Damm, einem zisterziensischen Bauwerk zu finden, das die kleine Bischofsbek das vierte Mal, zum Neuhöfer Teich, aufstaute.

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