Remagen in alten Ansichten

Remagen in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Peter P. Pauly
Gemeente
:   Remagen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3029-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Remagen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Remagen in alten Ansichten', ein neues Buch über Remagen - was hat der Leser zu erwarten? Das Buch will kein wissenschaftliches Werk sein, sondern ein unterhaltsamer Text-Bildband für jederrnann, der auch dem Fremden und Neubürger interessante Eindrücke des alten Remagen vermitteln soll. Es bringt eine Zusammenstellung alter Fotos, die, bis auf einige private Unikate, aus dem Nachlaß des Remagener Berufsfotografen Baptist Schneider und seiner leider viel zu früh verstorbenen Tochter Elisabeth stammen. Die hier vorgelegte Auswahl hat freundlicherweise seine inzwischen 85jährige Tochter Maria-Margarethe zur Verfügung gestellt, der ich aufrichtigen Dank schulde.

Danken möchte ich auch für Hilfen und Hinweise, die mir von vielen Seiten zuteil wurden, insbesondere dem Herrn Bürgermeister von Remagen, Hans Peter Kürten, der mich bei der Vorbereitung besonders moralisch unterstützt hat.

1. Die uralte Stadt Remagen bot dem Fotografen vor neunzig Jahren dieses Bild. Auf einer leichten Anhöhe steht am Nordende des Städtchens zwischen mittelalterlichen Fassaden auf den Trümmern eines römischen Kastells (Rigomagus) die alles überragende historische Pfarrkirche St. Peter und Paul.

2. Die Geschichte des Ortes Remagen wird aus einer Fülle archäologischer Funde (wie auf dem Meilenstein von Toridem als 'Rigofmagus') und einer Anzahl antiker literarischer Quellen (wie in der Tabula Peutingeriana ais 'Ricom/agus') ersichtlich. Der Name Rigomagus ist zwar keltischen Ursprungs, die vermutete vorrömische keltische Siedlung aber wurde bisher nicht gefunden.

3. Die spätrömische Stadt, die von Ammianus Marcellinus 356 n. Chr. bezeugt wird, ist wohl mit dem Fall des Limes 406 n. Chr. untergegangen. Nach den Römern besiedelten im 5. Jahrhundert die Franken das Gebiet von Remagen, das als befestigter Pfalzhof ('castrum') im Jahre 755 belegt ist. In der Mitte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich in Remagen eine Großgrundherrschaft ('villa') und 1147 wird Remagen als Dörfchen ('viculus') genannt.

4. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wird urkundlich erstmals im Jahre 1003 erwähnt. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Reste der schlichten romanischen, dreijochigen Pfeilerbasilika. Durch die Brandschatzung Remagens 1198 blieb lediglich der Kern des Pfeilerbaues stehen. Die zerstörte Kirche wurde 1240 wiederhergestellt.

5. Das äußere Bild der Kirche wird von dem dreigeschossigen, im Grundriß quadratischen Bruchsteinturm geprägt. Die Schauseite des Turmes ist die an der Stadtmauer eng anliegende Westseite. Über einem jetzt vermauerten Eingang befindet sich ein mit Laubfries und Schuppenverzierung gerahmtes Rundfenster. Über diesem steht auf einem Stockwerkgesirns eine Säulenädikula, die eine Barocknische mit einer lebensgroßen Steinstatue der Immakulata umrahmt.

6. Die Architektur im Innern der alten Pfarrkirche zeigt sich in den romanischen Pfeilerarkaden mit den glatten Mittelschiffswänden darüber, die nur von wappenschildartig gestalteten Gewölbekonsolen aufgelockert werden; sie führen westlich zur Rundbogenöffnung der Turmhalle, in der ein Schlußstein den Scheitelpunkt des Bandrippengewölbes markiert, auf dem das Wappen der Kölner Patrizierfamilie von Kreps und die Inschrift zu sehen sind: '1674 DIS GEWÖLB.' Dieses Bild ist wie die beiden vorher neunzig Jahre alt.

7. Am 6. Januar 1900 wurde der Grundstein zum Bau der neuromanischen Kirche gelegt. Nach den Plänen des Architekten A.C. Pickel, der seine Bauidee durch tiefe Eingriffe in den Baukörper der historischen Kirche verwirklichte, verwandelte er die alte Kirche zur Vorhalle der neuen Basilika, ohne daß sie ihre Funktionalität verloren hätte. Nach zweijähriger Bauzeit war die Kirche fertiggestellt.

8. Der Baumeister der Kirche, A.C. Pickel, entwarf auch den überaus wertvollen Hochaltar mit seinen Mosaikbildern, den die Firma Salviati & Co. Venedig aus echtem carrarischen Marmor fertigte. Die Gräfin A. von Hoensbroech von Schloß Haag bei Geldern, die im St-AnnaKloster ihren Lebensabend verbrachte, machte ihn der Kirche zum Geschenk. Auch das mächtige Triumphkreuz, die künstlerisch wertvolle Kreuzigungsgruppe, ist eine Schöpfung und ein Geschenk des Architekten. Dieses Foto zeigt die ursprüngliche Ausmalung der Kirche und stammt aus dem Jahre 1902.

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