Remagen in alten Ansichten

Remagen in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Peter P. Pauly
Gemeente
:   Remagen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3029-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Remagen in alten Ansichten'

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59. Im Erdgeschoß dieser nach den Plänen des Bonner Baumeisters Hupe 1904/05 zu einem Museum umgebauten gotischen Kapelle befinden sich Originale und Nachbildungen von Altären, Votivsteinen, Grabsteinen, Schenkungsurkunden und andere Gut zu erkennen ist, etwa in Bildmitte, der Rest eines Grabdenkmals mit Darstellung einer Hundejagd und darüber der 'dem besten und größten Juppiter, dem Schutzgott des Ortes und des Rheinstromes' 179 n. Chr. geweihte Altar. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt; am 21. Mai 1967 öffnete das Museum - das 'Scherbele-Häuschen' wieder seine Pforten.

60. Über Bauherren und Baujahre dieser alten Häuser an der Ecke Neipengasse und Kirchstraße, früher Am Hof, dem Museum gegenüber, konnte nichts ermittelt werden. Bekannt ist lediglich, daß die 'Villa Ricorn' ehemals einem Herrn von Zastrow gehört hat und daß - wie auf dem Bild von 1905 zu erkennen ist - diese drei Häuser in früheren Jahren aus vier Bauobjekten bestanden haben.

61. Dieses Bild zeigt die um 1900 errichteten Häuser Am Hof mit Bliek auf die Via Decumana. An das Museum angebaut wurde das Anwesen von Christian Langen (heute wohnen hier seine Kinder), daneben baute Karl Wolf, anschließend in verwinkelter Baufolge die Geschwister Hesse1er, Matthias Nelles und am Ende steht das älteste 1881 von Karl Stöcker erbaute Haus.

62. Das Bild vom Marktdreieck, Bach- und Kirchstraße von 1905, wird beherrscht von dem im Vordergrund stehenden schönen Marktbrunnen. Im Hintergrund ist der Rathausneubau von 1835 zu sehen. In der städtischen Chronik lesen wir in diesem Jahr, daß ein Neubau notwendig war ... nachdem das alte aus Unkelsteinen erbaute Rathaus ... im Jahre 1808 auf Abbruch versteigert und demoliert worden war. Die Bach- und Kirchstraße wurden 1902 bzw. 1903 neugepflastert. Der mächtige fünfarmige Gußstahlleuchter vor dem Rathaus wurde leider in den dreißiger Jahren von städtischen Arbeitern zerstört und weggeräumt.

63. Als althergebrachtes Brauchtum gilt der Karneval in Remagen. Schon vor über hundert Jahren fanden karnevalistische Veranstaltungen statt. Am 11. November 1896 startete die Karnevalsgesellschaft 'Mir jönne jedem jett' unter ihrem Präsidenten Karl Klein im Gasthaus Emmerich Jaeger die erste Sitzung. Der erste Karnevalszug schlängelte sich mit Wagen und Fußgruppen 1898 durch die engen, mittelalterlichen Gassen der Stadt. Das abgebildete Foto von 1933 ist als 'Gründerbild' der 'KG Narrenzunft' mit ihrem Gründer Ohm Reiff bekannt geworden.

64. Die Familie Nottebrock war um die Jahrhundertwende wegen ihrer günstigen Wohnlage Teil des zentralstädtischen Lebens. Der hier in der Türöffnung seines Geschäftslokals in der Marktstraße 210 Abgebildete ist der Kaufmann Johann Heinrich Nottebroek. Er wurde in Ummeln bei Bielefeld als Sohn des Zigarrenfabrikanten F.W. Nottebrock am 10. September 1854 geboren und heiratete am 23. Oktober 1889 in Remagen Gertrud geborene Hesseler aus Heimersheim/Ahr, die auf dem Bild neben ihren Töchtern Christinehen und Gertha zu sehen ist. Die Familie, die auch noch drei Söhne hatte, ist ausgestorben. Heute betreibt in der Marktstraße 95 Josef Kötting eine Metzgerei. Das Unikat von 1905 ist eine 'OriginalBromsilber-Photografie' .

65. Die Aufnahme zeigt die ehemalige Bäckerei und Gastwirtschaft der Familie Saes. Josef Jung erwarb 1895 dieses Gebäude an der Ecke Hauptstraße(Josefstraße. Nach Urnbau und Vergrößerung betrieb er hier eine sehr gut gehende Gastwirtschaft, in der auch die Remagener Winzergenossenschaft, deren Ökonom Josef Jung war, ihren Betrieb hatte. Das Bild entstand um 1920.

66. Ein Bild von hohem dokumentarischen Wert ist das Foto über den StadtStaffellauf am Sonntag, dem 16. September 1928, von Remagen nach Erpel und zurück. Interessiert beobachtet Stadtarchivar Wilhelm Josef Langen den Stabwechsel zwischen Franz Froitzheim und Christian Hillen. Im Jahre 1930 stiftete die Stadt Remagen einen Stadtwimpel als Wanderpreis, der jährlich der siegreichen gemischten Staffel (Kurzstrecken- und Langstreckenlauf, Radfahren und Schwimmen) verliehen wurde. Erstmalig erhielt 1932 der Turnverein Remagen 1877 e.V. diese Trophäe.

Bes.: Jes. JUUi

67. Diese Postkarte von 1914 aus Remagen beeindruckt weniger durch ihre bildliche Darstellung als durch den Hauch einer heilen Welt, den sie dem Betrachter vermittelt. In der Türöffnung sehen wir die Inhaberin Therese Jung, und vom Balkon schauen die Töchter Elly und ihre Cousine Gretchen in die Kamera. Die Tochter Elly wurde nach einem schweren Luftangriff im Januar 1945 mit ihren Kindern aus dem total zerstörten Gasthaus 'Winzer-Verein Remagen' geborgen. Der achtjährige Sohn Hansi starb unter den Trümmern. Elly Jung ist als 'Mutter Besgen' in die Geschichte der Stadt Remagen eingegangen.

68. Die Familie Faßbender betreibt schon in der fünften Generation an der Ecke Hauptstraße/Kreuzgasse eine Metzgerei. Gründer dieses Gewerbebetriebes war Peter Josef Faßbender. Das Bild aus dem Jahre 1923 zeigt das Geschäftslokal vor dem Umbau 1924. Die beiden Herren Johann und Josef Faßbender (Vater und Sohn) wurden offensichtlich von ihrer Arbeit weggeholt. um für diese Aufnahme zu posieren. Die Mitglieder der Familie Faßbender waren seit Generationen in der St.-Sebastianus-Schützengesellschaft als Offiziere und Schützen aktiv.

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