Remagen in alten Ansichten

Remagen in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Peter P. Pauly
Gemeente
:   Remagen
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3029-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Remagen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Der Jägerhof wurde 1904 nach dem damaligen Spitzenstand der Bautechnik von dem Architekten Julius Kronert im Auftrag der Witwe Josef Jäger errichtet, Grundlage der Konstruktionsidee war das 'Ständerwerk' , wobei als tragender Baustoff Stahl benutzt wurde. Die Aussteifung erfolgte durch Ausmauerung der Zwischenwände. Dieses Verfahren wurde beim Bau dieses Hauses zum erstenmal irn Kreis Ahrweiler angewandt. Julius Kronert verbrachte seinen Lebensabend im Remagener Waldsch1ößehen.

70. Um 1559 wurde die Reformation auf Befehl Friedrichs lIL in Oberwinter und Birgel, möglicherweise auch in Remagen, eingeführt. Nachweisbar ist, daß die Gemeinde seit dem 25. März 1609 ihren Gottesdienst öffentlich im Rathaus abhalten konnte. Der Grundstein zur heutigen Pfarrkirche an der Grabenstraße wurde anläßlich des Friedens- und Dankfestes wegen des 'glorreich beendeten Krieges über Frankreich' am 18. Juni 1871 gelegt. Zur Erinnerung an dieses Ereignis erhielt das Gotteshaus auch den Namen Friedenskirche. Die Einweihung fand im Juni 1872 statt. Die evangelische Gemeinde zählte zu dieser Zeit etwa 220 Seelen.

71. Nachdem die jüdische Gemeinde von Remagen mit Hilfe der Glaubensbrüder von Oberwinter 1865 ein Grundstück auf dem Graben erworben hatte, wurde der Bau der Synagoge mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Stadt begonnen und nach vierjähriger Bauzeit vollendet. Unter allgemeiner Anteilnahme der Bürgerschaft fand 1869 die feierliche Einweihung statt. Die israelische Gemeinde zählte am 1. Dezember 1871 nur sechzig Mitglieder. Ein trauriges Ende erlebte die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge nach der sogenannten Reichskristallnacht am 9. November 1938; die Synagoge wurde von SS-Männern aus Bad NeuenahrjAhrweiler niedergebrannt und die Gemeindemitglieder wurden verschleppt.

72. Die französische Besatzungsverwaltung enteignete 1811 die Deutzer Benediktinerabtei, die seit 1670 Eigentümer des Fronhofes in Remagen war und verkaufte den Besitz. Die Gebäude wurden zu verschiedenen Zwecken genutzt und 1820 auf Abbruch versteigert. Der Franziskanerorden erwarb das Areal von dem ehemaligen Posthalter Schneider für 8 000 Reichstha1er und legte am 19. März 1865 den Grundstein zum St-Anna-Klostergebäude. In den letzten Jahren wurden im Garten des St.-Anna-K1osters 165 Wohneinheiten errichtet, die sich harmonisch in das historische Stadtbild einfügen. Nach 110 Jahren ist das Kloster aufgelöst und nur noch die alte Kirche zu sehen, die immer mehr zerfällt.

73. Der Männerchor Remagen ist eine der tragenden Säulen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Nach Jahren glanzvoller Höhepunkte und Zeiten dämmriger Niedergänge konnte der Chor am 6. Januar 1981 sein hundertjähriges Bestehen feiern. Beim Goldenen-Jubel-Pest im Jahre 1930 entstand das abgedruckte Bild mit 45 aktiven Sängern. Unter ihnen sind der damalige Dirigent und Chorleiter Wilhelm Reiff mit den Noten in der Hand und hinter dem Jubiläumskranz, etwas nach links versetzt, der erste Vorsitzende Johann Niedeggen.

74. Am 1. September 1877 gründeten 19 junge Männer aus Remagen beim Wirt loser Allmang, der späteren Metzgerei Wilhelm Faßbender in der Bachstraße, den Turnverein; er ist der älteste in diesem Turn-Gau. Unter der Präsidentschaft von loser Kaiser entfaltete der Verein seine turnerische Aktivität im Apollosaa1, der späteren Eisenhandlung Wagner. Abgebildet sind am 17. Oktober 1928 unter anderen ganz rechts Oberturnwart Johann Schneider, vierter von rechts Lutz Ernst Chateney, mit der Kapitänsmütze sein Vater Julius Chateney und in der Mitte mit Schnurrbart Müllers Au(gust). Vorsitzender war seit 1928 J osef Gemein.

75. Über die Sinziger Straße gelangte der Überlandverkehr in die Stadt Remagen hinein. Der Landwirt Peter Roosen baute 1893 dieses gemütliche Haus an der Stadtgrenze nach Sinzig. Sein Sohn Peter betrieb neben der Landwirtschaft ab 1913 auch eine Gastwirtschaft. In der dritten Generation übernahm Paul Roosen 1963 das Anwesen und baute Gastwirtschaft und Nebengebäude zu Mietwohnungen um. Auf dem Foto von 1916 sind abgebildet: in Uniform 'de aale Kroohfuss', in der Haustüröffnung Frau Roosen mit Sohn Paul auf dem Arm, neben ihr Peter Roosen und am Tisch der Urvater Roosen.

76. Mit diesem ausdrucksstarken Bild um 1900 gelang dem Fotografen der Versuch, aus dem rein Dokumentarischen in den Bereich des Künstlerischen aufzusteigen. Der interessierte Betrachter nimmt geradezu teil an dem Geschehen der unterhalb des Bahndammes bei Sinzig lagernden Zigeunerfamilie. Eine Augenzeugin erzählt von einer schönen, dunkelhäutigen Zigeunerin mit braunen Augen und tiefschwarzem Haar, die immer wieder in die Stadt kam, um kunstgewerbliche Klöppelarbeiten anzubieten. Die Nationalsozialisten setzten sie 1939 ortsfest, und vom 16. Dezember 1942 an wurden alle RomaZigeuner und Mischlinge nach Auschwitz deportiert.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek