Remshalden in alten Ansichten

Remshalden in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Rieger
Gemeente
:   Remshalden
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0809-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Remshalden in alten Ansichten'

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ZUM GELEIT

Im Rernstal, nur 25 Kilometer vom Zentrum der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt, liegt die Gemeinde Remshalden. Das Landschaftsbild wird geprägt durch die Talaue (250 Meter über NN), die ansteigenden Obst- und Weinberghalden und die bewaldeten Bergkuppen des Schurwaldes im Süden und der Buocher Höhe (520 Meter über NN) im Norden. Fünf ehemals selbständige Gemeinden sind es, die sich 1974 zur Gemeinde Remshalden (12 500 Einwohner) zusammengeschlossen haben. Im Tal, und damit seit jeher in gunstiger Verkehrslage, liegen die Orte Grunbach, Geradstetten und Hebsack. Auf halber Höhe am Südhang finden wir den Ortsteil Rohrbronn und hoch über dem Remstalliegt Buoch.

Bis ins 12. Jahrhundert läßt sich die wechselhafte Geschichte der fünf Orte zurückverfolgen. Jahrhundertelang war das Dorfbild geprägt vom Weinbau und der Landwirtschaft. Erst am Anfang unseres Jahrhunderts hat die fortschreitende Industrialisierung unseres Landes langsam auch die Bauern- und Weingärtnerdörfer des Remstals erreicht. Jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog sich ein Strukturwandel, der darin zum Ausdruck kornmt, daß sich die Einwohnerzahl gegenüber den dreißiger Jahren vervierfacht hat. Die alten Ortskerne liegen heute eingebettet in einem Kranz von Neubaugebieten und in der einst freien Tallage befindet sich ein ganzes Band von Industriebetrieben.

Vieles hat sich in unserer Gemeinde verandert. Alte Gebäude mußten dem Verkehr weichen oder wurden

durch Neubauten ersetzt. In den Feldern und Weinbergen wurden Flurbereinigungen durchgeführt. Die früher üblichen Viehfuhrwerke sind im Zuge der Motorisierung ganz aus dem Straßenbild verschwunden. Für den Durchgangsverkehr wurde . eine Urngehungsstraße (neue B 29) gebaut. Auch im kulturellen und kirchlichen Leben sind manche Veränderungen eingetreten. Die in den letzten Jahrzehnten in unsere Gemeinde Zugezogenen und die Jüngeren unter uns können sich kaum ein Bild machen, wie es in unseren Dörfern in der Zeitspanne zwischen 1880 und 1930 ausgesehen hat.

Der vorliegende Bildband möchte dazu beitragen, ein wenig vom früheren Leben in unseren Dörfern in Erinnerung zu rufen. Der jüngeren Generation und den Neuzugezogenen soll dadurch ein Einblick gegeben werden, wie es vor noch nicht allzu langer Zeit in Grunbach, Geradstetten, Hebsack, Rohrbronn und Buoch aussah.

Ich danke an dieser Stelle allen Mitbürgern, die bereitwillig alte Aufnahmen für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt haben und bitte zugleich um Verständnis, daß nur eine Auswahl von Bildern abgedruckt werden kann. Danken möchte ich auch meinem Mitarbeiter, Herrn Manfred Rieger, für seine Mithilfe bei der Zusammenstellung dieses Bildbandes. Allen Lesern wünsche ich viel Freude und ein besinnliches Verweilen beim Betrachten der alten Ansichten aus Remshalden.

Winfried Kübler, Bürgermeister

BUOCH

1. Die Luftaufnahme aus dem Jahr 1930 zeigt Buoch von Nordwesten her. Die Buocher Kirche, ursprünglich in romanischem Stil erbaut, war früher die Mutterkirche für den Raum Berglen bis hinüber ins WieslauftaL Der talwärts an den Ort sich anschließende Wald zieht sich hinunter bis zu den Weinbergen des Rernstals, das in der oberen Bildhälfte zu sehen ist. Im Hintergrund erheben sich die Höhen des Schurwalds und am linken Bildrand der Hohenstaufen, einer der Kaiserberge der Schwäbischen Alb. (LuftbildNummer 10 465 Strähle KG, 7060 Schorndorf bei Stuttgart.)

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2. Der alte Buocher Aussichtsturm war eine 22 Meter hohe Stahlkonstruktion und stand bis etwa zum Jahr 1919 am Ortsrand in der Nähe des 1954 erbauten Wasserturms. Wie von diesem hatte man einen herrlichen Rundbliek bis hin zu den Bergen der Schwäbischen Alb. Der Aussichtsturm gehörte zuletzt zum Gasthaus 'Zur Krone' und wurde von dessen Inhaber betrieben.

3. Dieses Haus steht heute noch, allerdings in veränderter Gestalt, an der Winnender Straße in Buoch. Die Aufnahme entstand um 1900 und zeigt die Bauern- und Weingärtnerfamilie Häge1e vor ihrem Haus.

4. Um die lahrhundertwende war Buoch weithin als Luftkurort bekannt. Im Nahbereich von Stuttgart war Buoch (mit 520 Metern über NN) die höchstgelegene Gemeinde. Buoch war deshalb auch als Standort für Sommerwohnungen wohlhabender Bevölkerungskreise sehr beliebt. So entstand das abgebildete 'Villenquartier'.

5. In Buoch lebte von 1869 bis 1902 der schwäbische Mundartdichter Eduard Hiller. Zuvor war er Professor an der Akademie Hohenheim gewesen. Ein Freund erwarb für ihn das biedermeierliche Haus in Buoch als Ruhesitz. Das stille Dorf auf der Höhe über dem Remstal war der richtige Ort für den zurückgezogen lebenden Dichter, den das Bild in hohem Alter vor seinem Haus an der heutigen Eduard-Hiller-Straße zeigt. Die Gedichte Eduard Hillers (ein Urenkel des bekarmten Kirchenliederdichters Philipp Friedrich Hiller) fanden auch in Schullesebüchern der damaligen Zeit Aufnahme.

6. Im Jahr 1889 wurde der Gesangverein Buoch gegründet. An1äßlich des 50jährigen Bestehens stellte sich der Verein vor der Buocher Kirche dem Fotografen. Die Fahne des Vereins stammt aus dem Jahre 1908.

7. Der Musikverein Buoch wurde 1920 gegründet. Drei Jahre später entstand diese Aufnahme. Rechts neben der Trommel sitzt der damalige Vorstand und Mitbegründer des Vereins Johannes Frank. In der Bildmitte steht der Dirigent Wilhelm Dausch, der den Verein dreißig Jahre lang betreute.

8. Der Ortsteil Buoch ist rundum von Wald umgeben, davon an drei Seiten vom Waiblinger Stadtwald. In diesem Wald waren auch Buocher beschäftigt. Etwa um das Jahr 1930 wurde diese Waldarbeitergruppe aufgenommen. Die Frauen haben junge Waldbäume ausgepflanzt. Im Vordergrund sind zwei Sutterkrüge zu sehen, in denen das Getränke, meistens Most, mit aufs Feld und in den Wald genommen wurde. Genagelte Stiefel waren zeitgemäß.

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