Rendsburg in alten Ansichten Band 2

Rendsburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Eggert Hoffmeister
Gemeente
:   Rendsburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5630-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rendsburg in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Das Erscheinen dieses Buches verdanken wir einer Leidenschaft und zwar dem Sammeln alter Ansichten dieser Stadt. Es werden heute so viele Dinge gesammelt, ob nützlich oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Die Hauptsache ist, man hat Spaß daran,

Eine ganz neue Sammlerschar hat jetzt die vor einigen Jahren eingeführte Telefonkarte nach sich gezogen. Dagegen wurden alte Ansichtskarten schon vor der Jahrhundertwende von unseren Großeltern gern gesammelt. Zwischen 1900 und 1914 wurde dabei sehr viel Aufwand an Drucktechnik und Handarbeit in jede einzelne Karte gelegt. Diese Sorgfalt bei der Herstellung der kleinen Kunstwerke lassen die heutigen Erzeugnisse eher schlicht und einfach erscheinen.

In den zwanziger Jahren kam das Kartensammeln

völlig aus der Mode. Erst 1960, im Zuge der Nostalgiewelle, begann die Aera erneut, der auch ich verfiel und die Spannung hält die Leidenschaft wach. Dabei ist das Schöne beim Sammeln von Ansichtskarten, daß man nie weiß was einem erwartet. Denn im Unterschied zu anderen Sammelgebieten sind Ansichtskarten nie katalogisiert worden. Diesen Umstand verdanken wir, daß auch von unserer Stadt hin und wieder mal eine alte Postkarte oder Fotografie mit unbekanntem Motivauftaucht.

Über Rendsburgs Vergangenheit wurde im Laufe ihrer langen und bewegten Geschichte schon viel geschrieben. Dagegen sieht es mit Aufnahmen früherer Zeit schon etwas bescheidener aus, Verständlich, nahm die Fotografie Ende des vorigen Jahrhunderts doch erst ihren Anfang und steckte noch in den Kinderschuhen. Aber gerade die alten

Bilder sind es heute die nun mal jene erfreuen, die geschichtlich interessiert sind. Man hört sie förmlich sagen: 'Das hätte ich mir nicht vorgestellt, daß es hier damals mal so aussah.'

Wohl kaum eine andere Stadt Schleswig-Holsteins, die von altersher am Schnittpunkt zweier bedeutender Verkehrswege liegt, nämlich des alten Heerweges von Nord nach Süd und der Eider, haben Handel und Wandel schon früh ihren Anfang genommen, nicht zuletzt durch die Anwesendheit des Militärs.

Dieses Buch soll aber keine Einführung in das Werden dieser Stadt geben, sondern eine Fortsetzung der beiden ersten Bildbände 'Gruß aus Rendsburg' und 'Rendsburg in alten Ansichten' zeigen.

Wir sehen wieder eine Reihe seltener Fotos und Postkarten von 1865 bis 1930 mit Ereignissen und

Begebenheiten von anno dazumal.

Ich möchte auch nicht näher über die Entstehung und Einführung der Postkarte eingehen. Hierüber wurde schon ausführlich vom Autor der beiden vorgenannten Bücher, des von mir sehr verehrten und viel zu früh verstorbenen Herrn Wolfgang Thomsen, geschrieben.

Da ich selbst seit mehreren Jahrzehnten alte Ansichtskarten und Bilddokumente früherer Zeit aus unserer Stadt zusammengetragen habe, fiel es mir nicht schwer eine Auswahl seltener Motive herauszunehmen.

Mit der Zusammenstellung des zweiten Buches in der Reihe ' ... in alten Ansichten' hoffe ich, das alte Rendsburg noch bekarmter zu machen.

Eggert Hoffmeister

1. Ein kleines Kunstwerk stellt diese Karte von 1897 dar. Wie schon in meiner Einleitung erwähnt, werden diese Lithographien in Handarbeit nach fotografischen Vorlagen gezeichnet und im Steindruckverfahren hergestellt. Diese Karte zeigt mit ihren Bildern auch heute noch markannte Motive unserer Stadt und waren früher schon begehrte Sammlerstücke.

2. Die erste einflügelige Rendsburger Straßendrehbrücke über den Kanal bei Wilhelmstal (im Hintergrund) von Süden in die Fahrbahn hineingesehen 1895. Die Kreisbahn Rendsburg-Hohenwestedt, genannt 'Rosa', nahm sechs Jahre danach ihren Betrieb aufund führte zuerst über diese Brücke. Sie ist dann 1913 wegen Verbreiterung des Kanals durch eine zweiflügelige Drehbrücke ersetzt worden.

3. Die Uferpromenade am Kaiser-Wilhelm-Kanal, kurz vor Beginn der ersten Verbreiterung 1908. Ursprünglich betrug die Breite des Wasserspiegels nur 65 Meter. Auch der Conventgarten, rechts im Bild, ist in der Zwischenzeit mehrmals umgebaut und vergrößert worden. Die damals noch jungen Bäume sind heute zu einer stattlichen Allee herangewachsen.

4. Der alte und zugleich erste Rendsburger Schützenhof befand sich um 1900 auf der Südseite des Kanals. und zwar in Höhe des heutigen Hotels 'Schützenheim' . Auch er mußte der ersten Kanalverbreiterung von 1908-1913 weichen und wurde abgebrochen. Der in den Kanal hineinreichende kleine Steg auf dem Steinsockel diente der geöffneten Brücke als Widerlager. Hier war später genau der Standort der neuen, zweiflügeligen Drehbrücke.

5. Einen Anblick den wir heute nie wieder erleben werden und der schon damals sehr selten war, ist dieser russische Kreuzer ' Ascold', der hier 1902 den Kanal Richtung Westen passierte. Weshalb ein Kriegsschiff fünf Schornsteine besaß war wohl eher in taktisoher. als in technischer Hinsicht zu sehen. Je mehr Schornsteine ein Kriegsschiff harte, desto mehr schwarzer Rauch aufstieg, um so größer war der Respekt des Gegners.

6. 'Vor dem Neutor Nr. 9', hieß 1901 die Adresse des Conventgartens. Der erste Besitzer war Conrad Brennecke. Das Etablissement, wie es sich damals nannte, hat äußerlich mit dem heutigen Gebäude überhaupt keine Ähnlichkeit. Es ist durch mehrmaligen Umbau und Besitzerwechsel ständig vergrößert worden und heute das führende Haus am Platz. Aber diese Karte beweist daß ehemals schon eine Kegelbahn da war, wie die Reklame der linken Hausseite zeigt.

7. Die größte Brauerei in Rendsburg war außer einigen kleinen Betrieben 'Wilhelmstal' . Sie befand sich neben dem Eingang zum Fußgängertunnel auf der Rendsburger Seite und wurde 1876 gegründet. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs wurde hier gebraut. Die schweren wirtschaftlichen Nachkriegsjahre führten zur Schließung des Betriebes. Anschließend wurde das Grundstück verkauft und die Gebäude 1929 abgebrochen.

8. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Rendsburger Kreisbahn am 21. Dezember 1926 stellte sich das erste Personal zu einem Erinnerungsfoto auf. Das Bahnhofsgebäude ist nach seinern Umbau gerade fertiggestellt und der Zug steht abfahrbereit unter Dampf. 31 Jahre später, im Mai 1957, wurde die Bahn stillgelegt und die 'Rosa-Zeiten', waren damit leider vorbei.

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