Rheinbrohl in alten Ansichten

Rheinbrohl in alten Ansichten

Auteur
:   Hansfried Schaefer
Gemeente
:   Rheinbrohl
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4778-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinbrohl in alten Ansichten'

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6. Von welcher Seite man sich auch Rheinbrohl nähert, immer ist das Ortsbild vom mächtigen Bau der SanktSuitbertus-Pfarrkirche gekrönt. Ihr Turm überragt sämtliche Häuser und ist auch von vielen Punkten im Ortsinneren zu sehen.

Hier ein Bliek vom alten 'Krempelmarkt' aus, einem kleinen Platz an der Ecke Kehr- und Bachstraße.

In Bildmitte sehen wir den Zehnthof, der sich bis heute erhalten hat, und rechts im Vordergrund den heutigen Gasthof 'Zur Schweiz'. Das Fachwerkhaus links im Vordergrund gibt es heute nicht mehr. An dieser Stelle befindet sich nunmehr ein kleiner Parkplatz.

Im Pflaster der Bachstraße ist noch genau der frühere Verlauf des Baches zu sehen, der hier noch Anfang dieses Jahrhunderts offen dem Rhein zulief.

7. Das dominierende Bauwerk Rheinbrohls war und ist die katholische Pfarrkirche Sankt Suitbert auf dem Kirchenhügel über dem Ort. Der heutige Bau ist die vierte Kirche an gleicher Stelle. Der Vorgängerbau, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, aber mehrfach umgebaut, war schon lange viel zu klein und im vorigen Jahrhundert in sehr schlechtem Zustand. So entschlossen sich unsere Vorfahren zu einem generellen Neubau. In den Jahren 1852-1856 wurde die heutige Kirche nach Plänen des bekannten Neugotikers, Domwerkmeister Vincenz Statz aus Köln, erbaut. Mit 50 m Länge und 30 m Breite errichtete man ein großzügiges Gotteshaus, das auch, bedingt durch seine landschaftliche Lage, fast domartig wirkt.

Vordem Kirchengebäude sehen wir das 1706 neu errichtete Pfarrhaus, das 1982 der Spitzhacke zum Opfer fiel, um bessere Verkehrsverhältnisse zu den heutigen Neubaugebieten 'Auf dem Rümmer' zu schaffen. Schwach erkennbar, links neben dem Kirchturm auf dem Pflanzenberg, das Stahlgerüst des ehemaligen großen Aussichtsturmes. Er verfiel in Kriegs- und Nachkriegszeit und wurde nicht wieder errichtet.

Die Aufnahme dürfte vom Ende der zwanziger Jahre stammen, da die Wohnbebauung um die Kirche bereits begonnen hat.

8. Dieses Bild zeigt den festlich mit Fahnen geschmückten Innenraum der Sankt-Suitbertus-Kirche, wie er sich seit der endgültigen Ausmalung durch den Maler Karl Vath aus Koblenz im Jahre 1897 dem Besucher bot. Der heute so nüchtern wirkende Kirchenraum war in lebhafte Farben gesetzt. Die Gewölbetaschen waren mit Friesen und Rankenwerk belebt, und in der Vierung zeigten Engel auf Spruchbändern den Inhalt der Bergpredigt.

Als Glanzstück der Ausstattung stand im Chor der in den Werkstätten des Bildhauers Otto Mengelberg in Köln hergestellte Hochaltar, der am 1. Mai 1888 geweiht worden war. Eine Granate des Zweiten Weltkrieges fegte ihn hinweg, und zur Zeit bemüht sich eine oberrheinische Kunstwerkstatt, den Altar aus den vorhandenen Überresten wieder herzustellen.

Kommunionbank und Kanzel, links im Bild, gingen bei den Renovierungen 1954 bzw. 1972 unwiederbringlich verloren. Das Chorgestühl wurde 1954 als nicht mehr zeitgemäß ausgebaut und steht heute in der Kirche zu Isenburg. Die Figuren an den Vierungspfeilern sind auch nicht mehr vorhanden.

9. Im Jahre 1886 beschlossen die evangelischen Bürger Rheinbrohls, eine Kirche zu bauen. Bereits zwei Jahre später, am 20. September 1888, konnte sie feierlich eingeweiht werden. Nach Plänen des Wiesbadener Architekten Friedrich Lang erbaut, paßt sich das 17,5 m lange und 7,5 m breite Gotteshaus mit seinem steilen, gotischen Dach und dem spitzen Turmhelm gut den örtlichen Gegebenheiten am Minneberg an. Die roten Formziegel des Außenmauerwerks korrespondieren gut mit dem blaugrauen Schiefer des Schiff- und Turmdaches und fügen sich harmonisch in das Grün der umgebenden Bepflanzung ein.

Das älteste, uns bekannte Bild, dürfte wohl im Jahre 1913 anläßlich der 25jährigen Einweihungsfeierlichkeiten aufgenommen worden sein.

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10. Das Bild vom Inneren der evangelischen Kirche Anfang der dreißiger Jahre zeigt uns noch annähernd das, was sich dem Beschauer seit der Erbauung bot. Nur der Wandanstrich ist vereinfacht erneuert, und aus Lilien im Chorgewölbe sind zwischenzeitlich goldene Sterne geworden.

Ursprünglich war die Kirche farbenfroher gestaltet, denn die Schablonenmalereien unterhalb der Fensterbänke gingen früher bis zu den Gewölbesimsen. Der erste Heizofen der Kirche war wesentlich größer, er verdeckte mit seinem Oberteil noch den Ofenrohreintritt in die Wand. Die Fenster, Altar, Kruzifix und Kanzel gingen im bzw. unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg verloren, so daß heute von der alten Einrichtung nur noch die Kirchenbänke vorhanden sind.

Bei der letzten Renovierung in den Jahren 1980/81 wurde, zwar in vereinfachter Form, wieder auf die Farben der alten Bemalung zurückgegriffen.

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