Rheinbrohl in alten Ansichten

Rheinbrohl in alten Ansichten

Auteur
:   Hansfried Schaefer
Gemeente
:   Rheinbrohl
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4778-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinbrohl in alten Ansichten'

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16. In den Jahren 1929/30 begarmen die Vorarbeiten für eine weitere Kriegergedächtnisstätte in Rheinbrohl. Der Regimentsverband des dritten Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 29 'von Horn' hatte die Rheinbrohler Lay als Standort für eine Gedächtnisstätte der im Ersten Weltkrieg gefallenen 3450 Regimentsangehörigen ausgewählt.

Professor Burger aus Mayen wählte eine schlichte Kapellenform für diese Gedenkstätte, die auch noch den Vorstellungen unserer Zeit entspricht. Verschwunden ist nur der stürmende Infanterist, der auf einem Sockel vor der Kapelle stand.

Unser Bild rnuß vor 1933 entstanden sein, denn stolz weht vor dem Ehrenmal sowie auf der Laykuppe vor dem 'Layhäuschen' die schwarz-weiß-rote Fahne der Weimarer Republik.

Die Aussagekraft, besonders des Reliefs im Innern der Gedächnisstätte, soll für alle Menschen eine deutliche Mahnung sein, Auseinandersetzungen zwischen den Völkern nicht auf kriegerische Weise zu lösen, sondern alles Denkbare zu tun, um den Frieden zu erhalten. In diesem Sinne grüßt das Mahnmal heute von der Höhe alle Menschen, die das Rheintal passieren.

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Ehrenmal L-R. 29 auf de, Rheîlib. 0: .Je

17. Im Jahre 1866 begann die Rheinische Eisenbahngesellschaft mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Oberkassei - Neuwied. Am 11. Juli 1870 fuhr der erste Eisenbahnzug durch Rheinbrohl. Weil die Strecke oftmals durch Hochwasser beschädigt wurde, legte man den Gleiskörper in den Jahren 1883/84 höher. So konnte erst 1884 das erste Stationsgebäude in Rheinbrohl, der heutige 'alte Bahnhof', am Gertrudenhof fertiggestellt werden. Durch hohes Verkehrsaufkommen bedingt, sollte bald nach der Jahrhundertwende ein zweiter Bahnsteig angelegt werden. Dies war aber wegen der beengten Lage am damaligen Standort des Bahnhofes nicht möglich. So kaufte die Bahnverwaltung ein Stück rheinaufwärts, oberhalb der Hilgers A.G., ein großes Grundstück unter dem Gemarkungsnamen 'Am Holunderstrauch' , an der Leisgasse gelegen, zum Bau eines neuen Bahnhofs. 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde das repräsentative Empfangsgebäude fertiggestellt, in dem, die Bahnmeisterei einbegriffen, in den zwanziger Jahren bis zu 85 Personen beschäftigt waren.

Unser Bild zeigt den Bahnhof im Jahre 1918.

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Rhelnbrohl - Bahnhof

18. Im Jahre 1867 wurde im Gebäude des ehemaligen 'Winzervereins' am Markt die erste Postexpedition eingerichtet.

Nachdem Rheinbrohl 1878 an das Telegraphennetz angeschlossen war, stand kurz vor der Jahrhundertwende die Einrichtung eines Fernsprechamtes an. So ergab sich für die damalige Reichspost die Notwendigkeit, ein entsprechendes Dienstgebäude für Post- und Fernsprechamt zu errichten. 1897 wurde das Rheinbrohler Postamt auf einem Grundstück an der Hauptstraße, unmittelbar neben der Synagoge, errichtet.

Unsere Aufnahme wurde während der Bauarbeiten gemacht. Sie zeigt deutlich, wie eine Baustelle zur damaligen Zeit aussah: einfaches Rundholzgerüst mit zusammengebunden Seilen, Dielenlagen nur auf der jeweiligen Arbeitshöhe , zu der dann eine freistehende Leiter hinaufführte. Das mit Pferdefuhrwerken herangebrachte Material wurde mit einem einfachen Flaschenzug hochgehievt.

Rechts im Bild sehen wir die Synagoge der jüdischen Gemeinde Rheinbrohls, erbaut um das Jahr 1820, zerstört von Frevlerhand am 9. November 1938.

19. Dieses Bild von der Ecke Kirchstraße-Hauptstraße zeigt noch deutlich die Verkehrsverhältnisse in der Ortsmitte, wie sie seit dem vorigen Jahrhundert hier waren.

Die Hauptstraße war stark eingeengt durch das Haus Jakob Both, das noch ein Stück in die heutige Straßenführung hineinragte.

Dort wo links im Bild das entgegenkommende Fahrzeug zu sehen ist, befand sich die Bäcker- und Konditorei Brenner. In den zwanziger Jahren stellte Bäckermeister Brenner auf seinem Grundstück noch Tische und Stühle vor dem Geschäftshaus auf. Es dürfte dann wohl gerade noch das Vorbeifahren eines Fuhrwerkes auf der Hauptstraße möglich gewesen sein.

Unser Bild wurde am Ende eines Kirmesumzuges aufgenommen.

20. Dieses Bild der Hauptstraße muß unmittelbar nach der Einweihung des Kriegerdenkmales im Jahre 1909 entstanden sein. Links im Bild ist an der Ecke Schulstraße noch der eineinhalbstöckige Bruchsteinbau des früheren Kaplanshauses zu sehen, das bereits 1910 abgerissen wurde. An dieser Stelle entstand dann ein drittes Schulhaus mit zwei Klassen und einem überdimensionierten Treppenhaus, das für einen größeren Schulbau entlang der Schulstraße gedacht war, der jedoch nie gebaut wurde.

Links im Vordergrund sieht man den Treppenaufgang zur alten, großen Schule. Diese Treppe wurde später zur Straßenverbreiterung entfernt. Ab der linken Schulstraßenecke ragen die Vorgärten weit in das heutige Straßenplenum hinein.

Im Hintergrund sieht man das gerade fertiggestellte Kriegerdenkmal. Die rechte Häuserreihe hat die Zeiten bis heute überstanden. Im Vordergrund rechts das heutige Haus Waldorf. Von der Gaststätte 'Monte Jupp' ist natürlich noch nichts zu sehen.

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