Rheinbrohl in alten Ansichten

Rheinbrohl in alten Ansichten

Auteur
:   Hansfried Schaefer
Gemeente
:   Rheinbrohl
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4778-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinbrohl in alten Ansichten'

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Joh. Krumscheid, Rheinbrohl

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26. Die Mariensäule in der oberen Kirchstraße ist zumeist auch der Vordergrund für das bekannteste Motiv Rheinbrohls, das seit dem vorigen Jahrhundert immer wieder gezeichnet, gemalt und fotografiert wird. Es darf somit auch in unserer Schrift nicht fehlen.

Unser Bild gibt den Zustand in den zwanziger Jahren wieder. Hier sind mehrere Jahrhunderte Rheinbrohls auf einen Bliek vereint. Hinter der Mariensäule des 19. Jahrhunderts das Haus Scharrenbach, um die Jahrhundertwende erbaut. Darüber sehen wir die schönen Fachwerkgiebel des Anbaues sowie des Torhauses des 'Werdener Hofes' aus dem 16. Jahrhundert, überragt von dem steilen, gotischen Dach des vermutlich noch älteren Haupthauses.

Der Baum links im Bild verdeckt fast den Giebel des Vikariehauses, das, von 1780 bis 1835 belegt, höchstwahrscheinlich aber auch vorher, das Schulhaus für die Rheinbrohler Kinder war. Der Turm der Sankt-Suitbertus-Pfarrkirche bildet den überragenden Mittelpunkt.

27. Bei den Rheinbrohler Straßenbildern aus vergangener Zeit soll auch die 'nasse Straße' zu unserer Nachbargemeinde Brohl am anderen Rheinufer nicht fehlen.

Das gute, alte Fährboot 'Suitbertus' hielt fast sechzig Jahre lang die Verbindung zum gegenüberliegenden Rheinufer aufrecht. Der Rheinbrohler Fährmann Kruft lies 1903 das elegante Motorboot mit Klipperbug und -heck bauen, das 22 Personen befördern konnte. 1921 legte er das Steuerrad in die Hände seines Sohnes Jakob Kruft. Ohne Unfall pendelte es oftmals täglich von einem zum anderen Rheinufer.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges traf ein Geschoß auch das kleine, wendige Boot. Es wurde aber bald nach Kriegsende instandgesetzt, und der Bootsveteran nahm nochmals seinen Dienst auf. Erst 1961 sprachen die Schiffahrtsbehörden ein Machtwort, weil das Boot selbst und die ebenso alten Landebrücken bei dem starken Schiffsverkehr auf dem Rhein nicht mehr als verkehrssicher galten. Damit endete auch das private Fährunternehmen Kruft, das über hundert Jahre die Rheinbrohler Fähre betreute.

28. Der seit altersher zu Rheinbrohl gehörende Weiler Arienheller stellte sich 1920 noch recht bescheiden vor. Er zeigte noch ganz die seit Jahrhunderten bestehende historische Baustruktur .

Das Bild zeigt im Hintergrund den 'Marienstätter-Hof' mit der 1220 erstmals erwähnten Kapelle, im 19. Jahrhundert zum Kurhotel ausgebaut und seit 1917 als 'Rheinwaldheim' den Bad Kreuznacher Diakonissen gehörend. Links davon einige Hofhäuser, die nach 1803 Privatbesitz wurden.

In der Mitte steht die 'Marienstätter-Mühle'. Das ehemalige Hofhaus im Vordergrund, nunmehr zu einem repräsentativen Landgut ausgebaut, hat inzwischen Freiherr von Rennenberg erworben. Zum Gut gehört heute auch die Mühle mit dem dahinterliegenden neu angefügtem Remisengebäude.

Alles in allem eine friedliche Oase, wie sich heute noch, trotz starker Bebauung, Arienheller dem Besucher darstellt.

29. Das 'Rheinwaldheim' in Arienheller zeigte Anfang der dreißiger Jahre noch das Bild, das es durch einen Umbau um die Jahrhundertwende als Kurhotel erhielt.

Im hinteren Gebäudetrakt steeken noch wesentliche Bauteile des alten 'Marienstätter-Hofes', die erst während der Säkularisation 1803 der Westerwälder Abtei verloren gingen. Das Untergeschoß des linken Gebäudeteiles beherbergt noch die Marienstätter-Kapelle, deren Grundstein am 20. September 1225 gelegt worden war. Ansonsten ist die Bausubstanz dieses Flügels dem 19. Jahrhundert zuzuordnen. Unter diesem Trakt befindet sich ein riesiger, doppelstöckiger Keller, der bereits vor der Kapelle errichtet wurde und die Weinernte aller Marienstätter Güter in der näheren und weiteren Umgebung aufnehmen konnte.

Den rechten Gebäudeflügel lies der Rheinbrohler Bürger Georg August Fröbus, nach der Erbohrung des Arienheller Sprudels 1897, als Kurhotel bauen. Seine Erwartungen waren jedoch etwas zu hoch gesteckt, so daß aus 'Bad Arienheller' nichts wurde. Das gesamte Anwesen ging 1917 an die Diakonie-Anstalten Bad Kreuznach über, die bis heute Mitbesitzer des wesentlich erweiterten evangelischen Altenheimes 'Rheinwaldheim' sind.

30. Die Innenansicht der 'Rheinwaldheim-Kapelle' Anfang der dreißiger Jahre zeigt den Raum recht einfach. Es fehlen die vielen, architektonischen Einzelheiten, die bei der großen Renovierung 1969-1975 unter dem Verputz hervorgeholt wurden und der Kapelle wieder ihren Sakralcharakter zurückgaben, den sie seit 1225 hatte.

Dominierend, damals wie heute, die zwei schönen, gotischen Säulen aus Eichenholz, deren vordere in der Bildmitte zu sehen ist. Dentrologische Untersuchungen in den letzten Jahren ergaben ein Fällungsdatum von 1298. Demzufolge können wir davon ausgehen, daß um 1300 ein Urn- oder Ausbau der Kapelle erfolgte, bei dem die Säulen eingebaut wurden. Seinen nüchteren Eindruck erhielt der Raum wohl in der Zeit der nichtkirchlichen Nutzung im 19. Jahrhundert.

Interessant ist der nach 1917 aufgestellte Kanzelaltar , der Kanzel und Altartisch in dem kleinen Chorraum vereinigt.

Die Bestuhlung im Thonet -Stil würde heute wahrscheinlich wieder manchen Liebhaber finden.

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