Rheine in alten Ansichten

Rheine in alten Ansichten

Auteur
:   Karl-Ludwig Mengels und R. Breuing
Gemeente
:   Rheine
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1727-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheine in alten Ansichten'

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39. Ein besonderes Schmuckstück des schattigen, idyllischen Innenhofes ist der Taubenbrunnen, der die Jahreszahl 1667 trägt, Die Kombination von Ziehbrunnen - dieser sogenannte 'Pütt' war die Normalform der Brunnen in Rheine - und Taubenhaus ist recht ungewöhnlich und deshalb von besonderem Reiz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das hübsche Gebilde durch Bomben beschadigt und verlor dabei seine nützliche und originelle Haube. Beirn Wiederaufbau, welcher der Initiative einiger Rheinenser Bürger zu verdanken ist, wurden leider die Proportionen des Taubenschlags stark verändert,

40. Die Thiemauer verläuft hinter dem Falkenhof und endet an der fürstlichen Emsmühle. Das Fachwerkhaus an der linken Straßenseite lehnt sich an die alte Stadtmauer an, An der rechten Straßenseite ist ein Teil der Falkenhofmauer zu sehen, Sie weist daraufhin, daß es sich um einen Adelshof handelt, denn nur Adlige hatten das Recht des Mauerbaus. Bis auf die Emsmühle sind alle Gebäude schon vor Jahrzehnten abgebrochen worden. Das Foto zeigt den Zustand der unteren Thiemauer etwa um das Jahr 1920.

41. Der Radfahrer befährt die steil abfallende Thiemauer in Richtung Emsmühle. Vor einem der Häuser ist eine Schwengelpumpe in einem hölzernen Pumpenkasten angebracht, der während des Winters mit Stroh vollgestopft wurde, um das Gefrieren des Wassers zu verhindern. Die 1897 in Betrieb genommene zentrale Wasserversorgung stieß bei den meisten Bürgern aufwenig Entgegenkommen, da bei einem Anschluß an die Wasserleitung ein monatliches Minimalwassergeld und eine monatliche Wassermessermiete zu entrichten waren. So wurden zunächst nur die öffentlichen Gebäude in der Altstadt an die Wasserleitung angeschlossen.

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42. Der sonntäglichc Spaziergang führte die beiden Soldatenfamilien auf den Mühlendamm ,an der fürstlichen Mühle, Der zunächst zweistöckige Bau aus Sandsteinquadern wurde 1754 vom Bischef von Münster, dem Kurfürsten Clemens August, errichtet, um das gewinnbringende Mahlrecht besser nutzen zu können, Das unterschiedliche Mauerwerk weist darauf hin, daß ein weiteres Stockwerk später aufgesetzt worden ist, und zwar im Jahre 1894. Die Gebäudewand zur Mühlenstraße hin trägt mehrere Hochwassermarken und über der Tür ein barockes Chronogramm, aus dem sich die Jahreszahl 1754 ergibt. Seit 1967 ist der Mahlbetrieb eingestellt, und seitdem ist die Kornmühle ungenutzt.

43. Der junge Mann, gekleidet nach der Mode um 1925, lehnt an dem Geländer des Salinenkanals vor dem Mühlentörchen. Es gewährte den Durchgang durch die alte Stadtmauer, die aus Bruchsteinen errichtet war, über drei Meter hoch und knapp ein Meter breit war. Der Salinenkanalleitet Emswasser zur Saline Bentlage und ist zwischen 1745 und 1747 unter Leitung des fürstbischöflichen Baumeisters Joharm Conrad Schlaun angelegt worden, um die Salzgewinnung in Bentlage zu fördern. Bis in die Gegenwart führt der Salinenkanal Wasser, während die Stadtmauer mit dem Mühlentörchen im Zweiten Weltkrieg beseitigt wurde.

44. Die Heilig-Geist-Schule mit dern umzäunten Schulhof um 1930. Die Schule wurde 1874 von der Stadt Rheine erbaut, um der dringenden Schulraumnot abzuhelfen. Bis zu diesom Zeitpunkt wurde der Unterricht im Staelschen Hof erteilt. Nach dem Bau der Dechant-Pietz-Schule an der Klosterstraße irn Jahre 1952 diente die Heilig-Geist-Schule nur noch als Ausweichquartier, bis schließlich der Unterricht ganz eingestellt wurde. Der Schulplatz wurde dann als Parkplatz benutzt, während das Schulgebäude zunächst verschiedenen anderen Zwecken diente; 1973 wurde es im Zuge der Umgestaltung der Altstadt abgebrochen.

45. Im Jahre 1803 hatte Napoleon das ganze linksrheinische Reichsgebiet Frankreich einverleibt. Die dort begüterten Adligen wurden durch Kirchenbesitz im rechtsrheinischen Gebiet entschädigt. Damals rückte Rheine für drei Jahre in den Rang einer Residenzstadt des neugegründeten Landesfürstentums Rheina-Wolbeck auf. Beim Einzug des neuen Landesherrn, des Herzogs Wilhelm Joseph von LoozCorswarem, war das Haus Heilig-Geist-Platz 2 das modernste Wohngebäude der Stadt und diente dem hohen Herrn als erste Bleibe. Unser Foto zeigt noch den ursprünglichen Zustand des behäbigen, klassizistischen Traufenhauses aus der Zeit um 1800 vor der Beschädigung im Zweiten Weltkrieg, der die feine Schieferdeckung und die üppige Umrahmung der Dachgauben zum Opfer fielen.

46. Bliek in die Wallstraße um das Jahr 1950. Sie vermittelt einen guten Eindruck von den engen Strafsenund Wohnverhältnissen in der Altstadt. Die Häuser an der rechten Straßenseite grenzen unmittelbar an die Ems. Die gesamte Bebauung der Wallstraße wurde im Zuge der Altstadtumgestaltung in den letzten Jahren beseitigt. Die Planung sieht einen durchlaufenden Uferweg mit einer hochwassersicheren Betonmauer vor, deren Notwendigkeit sehr umstritten ist. Die Wallstraße selbst wurde zugunsten einer Neubebauung an der verbreiterten Mühlenstraße eingezogen, so daß diese Straße aus dem Stadtplan verschwunden ist.

47. Der 'Enge Gang' führt von 'Auf dem Hügel' zur Tiefen Straße, die vor dem weißen Haus im Hintergrund verläuft. Das zweite Haus an der rechten Straßenseite ist ein jüngerer Backsteinbau, der ein wenig zurückspringt und somit Platz für einen schmalen Bürgersteig freigibt, Der 'Enge Gang' ist ein gutes Beispiel für viele Gassen der Altstadt mit ausgeprägtem Wohncharakter. Solche Wohngassen wurden angelegt, um in der kleinflächigen Altstadt neue Grundstücke zu erschließen. Da die Altstadtplanung eine Überbauung des 'Engen Ganges' vorsieht, sind fast alle Häuser ochon abgetragen. Damit wird eine geschichtlich gewachsene Straßenanlage beseitigt.

48. Bliek von der Emsstraße, unmittelbar vor der alten Brücke, in die Milchstraße etwa um 1935. Im Hintergrund ist ein Teil des Hauses Heilig-Geist-Platz 2 zu sehen. Die etwa 2,50 Meter breite Straße ist von ihrer Anlage her eine typische Wohngasse, die allerdings ursprünglich nicht zur ummauerten Stadt gehörte. Die Stadtmauer verlief entlang der Butterstraße und dem Katthagen. Die baufälligen Häuser auf der rechten Straßenseite sind im Laufe der Zeit abgebrochen worden. Eine erneute Bebauung ist nicht mehr erfolgt. An der ebenfalls freigelegten linken Straßenseite sind Neubauten entstanden.

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