Rheinsberg in alten Ansichten

Rheinsberg in alten Ansichten

Auteur
:   Karin Niemann
Gemeente
:   Rheinsberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5544-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinsberg in alten Ansichten'

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9. Unweit der Pyramide befindet sich das Hecken- oder Naturtheater. Am 26. November schreibt Graf Lehndorff, Kammerherr der Königin und Vertrauter Heinrichs, in sein Tagebuch: 'Den ganzen Tag im Freien. Wir graben selbst die Erde um; der Prinzläßt nämlich ein Theater bauen ... ' Nach allern, was über den Stellenwert an Heinrichs Hof bekannt ist, fällt es nicht schwer, sich die Bühne mit der agierenden Hofgesellschaft vorzustellen. Zu Beginn unseres Jahrhunderts war eine jährlich im August stattfindende Theateraufführung der Mannschaften des Gardeschützenbataillons Attraktion für die Gäste. Selbstverständlich ist das Heckentheater gern angenommene Auftrittsstätte für Theater, Orchester und Chöre.

10. Die Egeria steht in der heutigen Form seit 1890, und das Foto ist von 1900. Die Puttengruppe 'Das Wasser' von Glume ersetzte die Nymphe Egeria. Vor der Grotte wurde ein kleiner Teich angelegt; angenehme Kühle umfing den Besucher, nachdem er das sogenannte englische Stück in glühender Hitze durchschritten hatte. Diese oder ähnliche Inszenierungen kann der aufmerksame Spaziergänger noch heute nachempfinden.

11. Ein ganzes Denkmalensemble befand sich recht dicht beieinander im Boberow: der Jupitertempel, der Tempel für teure Verstorbene und die abgebildete Malesherbessäule . Diese ließ Heinrich 1794 zum Gedenken an den französischen Minister Malesherbes errichten, der durch die Guillotine hingerichtet worden war. Neben den erwähnten Denkmalen gab es noch viele, die entweder gänzlich verschwunden oder kaum noch wahrnehmbar sind. Nicht zu übersehen sind jedoch die herrlichen Alleen.

12. Am 4. Juli 1791 wurde durch den Prinzen Heinrich das nach dem Entwurfvon Boumann errichtete Denkmal für die Helden des Siebenjährigen Krieges geweiht. Im besonderen sollte der Bruder August Wilhelm geehrt werden und mit ihm alle die Feldherren, die nach Heinrichs Meinung von Friedrich nicht genug gewürdigt worden waren. Der Name Friedrichs findet sich nicht in der Aufzählung der Helden und auch nicht die Namen seiner Lieblingsgeneräle. Die Meinungen über das Denkmal waren schon von jeher geteilt, und selbst in unserer aufgeklärten Zeit äußert sich noch 1977 ein Kritiker: 'Verzeihen kann man es den Verantwortlichen der Jetztzeit, 33 Jahre danach, nicht, daß sie dieses zerstörte Monstrum in der lieblichen Gegend noch herumstehen lassen. '

13. Das Turmkabinett beherbergte Friedrichs Bibliothek. Hier konnte er sich zum ersten Male, fern der Aufsicht des gestrengen Vaters, seinen philosophischen und musischen Neigungen widmen. Entsprechend ist die Ausstattung: Das Deckengemälde von Pesne zeigt Minerva als Beschützerin von Kunst und Wissenschaft, vergoldete Schnitzereien über den verspiegelten Fensterlaibungen mit Attributen von Kunst und Wissenschaft und Büsten von Cicero, Voltaire, Diderot und Rousseau. Hier spielte Friedrich auf seiner geliebten Flöte, schrieb den Antimachiavell und bereitete den Einfall in Schlesien vor.

14. Der Vorsaaloder Rittersaal zeigt uns im wesentlichen die Raumfassung aus der Kronprinzenzeit. Das Deckengemälde von Pesne stellt Mars und Venus dar; Mars wird entwaffnet-die angrenzenden Gemächer führten in die der Kronprinzessin auf der einen Seite und auf der anderen in die Friedrichs. Bekrönungen über Spiegeln und Fensterbögen zeigen geschnitzte Trophäen von Scheffler, der ebenfalls die Supraporten mit den Reliefmedaillons von Hannibal, Cäsar; Scipio und Pompejus schuf.

15. Das Foto zeigt die Schlafkammer des Prinzen Heinrich mit der Ausstattung nach 1786. Der Raum ist durch zwei hölzerne Säulen unterteilt, die Deckenfelder zeigen perspektivisch gemalte Kassettierungen. Eine üppige Draperie schmückt den Alkoven, in dem das Gardinenbett steht. Daß die Karte diesen Raum als Friedrichs Schlafzimmer ausweist, läßt sehen, wie sehr das Schloß immer als das von Friedrich dem Großen vorgeführt worden ist.

16. Der junge Langhans entwarf die Ausstattung des Muschel- oder Marrnorsaaies und kreierte damit eine neue Stilrichtung, die hier schon voreilig zopfig-klassizistisch um die Ecke schaut: Die Stuckmarmorwände sind durch Pilaster in Grün und Gelb gegliedert, die wiederum im oberen Bereich ovale und rechteckige Stuckmedaillons mit entzückenden Putten, an üppigen Girlanden hängend, tragen. Angesichts der Pracht ist es kein Wunder, daß Tucholskys Kastellan am Ende der Führung sagt: 'Dies ist ein ehrwürdiges Schloß. Sie werden die Erinnerung daran Ihr ganzes Leben bewahren.'

17. Die Aufnahme des abgebildeten stadtseitigen Schloßportals muß vor 1903 entstanden sein. Als Begrenzung zwischen Markt und Park sehen wir nur die Hecke und ein einfaches niedriges Holztor, die rautenförmige Gliederung gab es auch am Südportal des Parks. Hennert schreibt in seiner 1778 erschienenen 'Beschreibung des Lustschlosses und Gartens': 'S.K. Hoheit erlauben jedem Fremden das Schloß, den Garten und die übrigen Anlagen bey Reinsberg zu besehen, wann sie sich deshalb bey dem Prinzl. Castellan, welcher auf dem Schlosse, und bey dem Prinz!. Hofgärtner , welcher im Garten wohnet, melden.'

18. Das von Prof. Wiese , Berlin, geschaffene Denkmal des 'Jungen Fritz' wurde 1903 vor dem Schloßportal aufgestellt. Eine Sondernummer der Rheinsberger Zeitung würdigte dieses Ereignis gebührend. Es gab in der Folgezeit wohl kaum einen Somrnergast, der sich nicht vor dem Denkmal fotografieren ließ. Es gibt die Anekdote, daß die 1945 einmarschierende Rote Armee den jungen Friedrich nicht von seinem Sockel stürzte, ihn aber 'entwaffnete', indem der Kavalierdegen entfernt wurde. Bei der erforderlichen neuen Platzgestaltung soll das Denkmal wieder am alten Platz stehen.

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