Rheinsberg in alten Ansichten

Rheinsberg in alten Ansichten

Auteur
:   Karin Niemann
Gemeente
:   Rheinsberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5544-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinsberg in alten Ansichten'

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19. Nach den berühmten Reisenden Fontane und Hamilton sollten möglichst viele Gäste nach Rheinsberg kommen. Pinkert schwört sie in seiner Chronik von 1891 förmlich herbei. Und alle, die kamen, hatten eine riesige Anzahl von Bildkarten zur Auswahl, die natürlich gleichzeitig der Werbung dienten. Die gerade fertiggestellte Eisenbahnlinie machte das Reisen auf angenehme Weise möglich, so daß 1906 schon 3 000 Touristen und 2 500 ständige Fremde gezählt wurden.

20. Das alte Schulhaus an der Ecke Kirch- und Seestraße wurde 1743 gebaut und 1835 umgebaut und erweitert. Um 1800 bestand die Lehrerschaft aus einem Rektor und einem Küster, noch bis 1911 war mit dem Rektorat eine HilfspredigersteIle verbunden. 1846 hatte die Stadt zwei Schulen; die Bürgerschule mit drei Klassen und die sogenannte kleine Schule, für die Schulgeld nicht erhoben wurde und in der die Kinder Schulbücher geliefert bekamen. Hier unterrichtete der Küster in zwei Abteilungen. Die Unterrichtszeit dauerte von 6-9 für die großen und von 9-12 für die kleinen Kinder. 'Die großen Schüler arbeiteten meist in der Bilderbogenfabrik von Gustav Kühn (Neuruppin), der hier bis 1897 eine Filiale hatte ,' so weiß W. Teßner in seiner Stadtchronik zu berichten.

21. Einziges erhaltenes Bauwerk der mittelalterlichen Residenzstadt ist die Pfarrkirche St. Laurentius, die sich gewaltig aus den niedrig gehaltenen Häusern erhebt. Im 13. Jahrhundert wurde sie gebaut und später nach Westen hin erweitert. Die Ausstattung der Kirche stammt aus der Renaissance. Vom großen Stadtbrand 1740 war sie verschont geblieben, nur der Turm brannte ab. Die große Glocke trägt die Inschrift: 'Soli Dei Gloria 1780. Des Feuers Starke Wuth ris mich in Stücken nieder, mit Gott durch Meyers Hand ruf ich doch Menschen wieder, Prinz Frederic Henri de Prusse, Frère du Roi.'

22. Dieses Bild zeigt den Kirchplatz von der Schloßstraße her. Im Vordergrund steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Der Entwurf stammt von Professor Hosäus, BerIin. Am 25. August 1929 wurde es eingeweiht. Die Kosten von etwa 9 000 Mark waren durch Sammlungen aufgebracht worden.

23. Der Name Triangelplatz leitet sich von der dreieckigen Grundfläche ab. Vor dem Eingang zum Schloßgarten berühren sich Markt und Triangelplatz. An der Ostseite, links im Bild, befinden sich eine Reihe von Geschäftshäusern, die zur Mühlenstraße gehören. Diese ist die einzige Straße, die 1740 nicht abbrannte. Auf dem Bild kann man sehen, daß sie nicht die sonst übliche Geradlinigkeit aufweist.

24. Hinter den hohen, schattigen Kastanien des Marktplatzes befinden sich auf der westlichen Seite unter anderem das Rathaus, der 'Fürstenhof' , das Kavalierhaus, das Amtshaus der Königlichen Hofkammer mit dem Büro der Königlichen Oberförsterei, der auch der Schloßpark mit Hofgärtnerei unterstand, und das Königliche Amtsgericht. Die östliche Seite ist weniger offiziell und besteht hauptsächlich aus Geschäfts- und Privathäusern und endet mit dem Ratskeller, dessen andere Front zum Triangel zeigt.

25. Am nördlichen Ende des Triangelplatzes, der Hauptfront des Ratskellers gegenüber, steht eine Meilensäule, die Prinz Heinrich errichten ließ. Auf einer Marmorplatte stand: '90 Meilen - Berlin Dönhoffplatz' und die 'Entfernung der Vornehmsten Städte von Rheinsberg nach deutschen Meilen angemerkt'.

26. Das Rathaus stand an der Ecke Markt und Seestraße. Außer der Wohnung des Bürgermeisters befanden sich im Rathaus die Polizei, die Kärnmereikasse, das Einwohnermeldeamt und das Standesamt. Zur Zeit unserer Aufnahme wurde Rheinsberg von einem Bürgermeister , einem Magistrat und den Stadtverordneten regiert. Diese Tradition geht bis ins 16. Jahrhundert zurück, wo ebenfalls vom Magistrat die Rede ist, an dessen Spitze der regierende Bürgermeister, der 'Consul dirigens' stand. Erwähnt sei, daß sich Magistrat und Landesherr durchaus nicht immer einig waren.

27. Dieser Pavillon stand seit 1891 bis in die sechziger Jahre in der nördlichen Hälfte des Marktplatzes. Die am Marktplatz liegenden Gasthäuser hatten Tische undStühle auch auf dem Platz stehen. An den Wochenenden fanden regelmäßig Kurkonzerte statt. Die ankommenden Gäste wurden durch den Bürgermeister begrüßt. In den Sommermonaten des Jahres 1929 werden die Sonntagsbesucher auf 1000 bis 2 000 geschätzt. 19 Gasthäuser warteten auf Besucher.

:Kurort Rheinsberg

Panorama oom Gril?nerick-See

28. Der Bliek auf den Kurort Rheinsberg um 1900 mit dem nördlichen Teil des Panoramas vom Grienericksee ist relativ selten, denn am häufigsten ist die Schloßpartie abgebildet. Das auffälligste Gebäude ist die Villa Miralonda, ganz bescheiden dagegen nimmt sich das alte Forsthaus, ganz rechts im Bild, aus. Dieses ließ Prinz Heinrich 1768 von Hennert erbauen. Auch vom Park aus war es als romantischer architektonischer Blick erlebbar .

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