Rheinsberg in alten Ansichten

Rheinsberg in alten Ansichten

Auteur
:   Karin Niemann
Gemeente
:   Rheinsberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5544-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinsberg in alten Ansichten'

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39. Die abgebildete Berliner Straße um 1900 war mit Sicherheit schon immer die verkehrsreichste der Stadt. Am Bahnhof vorbeiführend, bindet sie die Stadt an die Chausseen, die seit 1847 nach Lindow und Gransee führen. Die Straße von Rheinsberg nach Neuruppin über Zippelsförde war erst 1911 fertig. Der Spediteurfür die Eisenbahn war Haberland, er betrieb gleichzeitig ein Reisefuhrgeschäft. Weitere Fuhrunternehmen waren die von Otto, Krien, Wolffund Böst. Postomnibus und Hotelwagen übernahmen die Beförderung von und zur Bahn. Wie das um 1912 ablief, läßt sich in Tucholskys 'Rheinsberg' nachlesen. Die seit 1899 bestehende Gasanstalt machte auch die Beleuchtung der Straßen rnöglich,

40. 'Rheinsberg von Berlin aus zu erreichen ist nicht leicht,' schreibt Fontane in seinen 'Wanderungen durch die Mark Brandenburg' . Noch 1883 zog sich die Eisenbahn auf sechs Meilen Entfernung vorüber. Seit 1899 gibt es die Anschlußstrecke von Löwenberg nach Rheinsberg, seit 1902 den Anschluß nach.Neuruppin und seit 1928 nach Zechlin. Diese Strecke wurde jedoch 1945 demontiert.

41. Der Rheinsberger Bahnhof scheint gerade erst fertig geworden zu sein. Das Foto stammt von 1900. Wie relativ weit er von der eigentlichen Stadt entfernt ist, kann am Kirchturrn, links im Bild, ermessen werden. Das Gelände zum Rhin hin ist völlig kahl, nur einige Stangenbündel zeigen, daß das Ufer mit Faschinen befestigt werden soll. Neben Bahnhof und Lokschuppen steht die Meierei, heute Brauerei.

:Kurort illtdnsberg

flm Rhin

42. Von diesem Punkt aus hat sich die Sicht auf den Ausfluß des Rhins aus dem Grienericksee nicht geändert. Der Betrachter steht auf der Rhinbrücke und hat im Rücken die Mühle. Von hier aus fließt der Rhin in vielen Mäandern an der Untermühle und Zippelsförde vorbei und durchfließt unter anderem den Zermützelsee und das Rhinluch und endet in der Havel. Links im Hintergrund ist der Schornstein der Steingutfabrik zu sehen.

43. So frei steht der historische Leuchtturm auf einern Hügel der Hellberge nicht mehr. Es hat sich die Sage gebildet, daß Friedrich ihn habe bauen lassen. Vorn Turm konnte die Chaussee nach Neuruppin eingesehen werden. Sollte nun der Vater zu unangekündigter Kontrollfahrt über Neuruppin nach Rheinsberg kommen, wäre auf Leuchtzeichen hin noch Gelegenheit gewesen, vor dem Vater die unerwünschte Neigung zu Kunst und Philosophie zu verbergen. Eine andere Variante behauptet, daß, auf Leuchtzeichen hin, die Freunde aus Neuruppin zu fröhlichen Festen geritten karnen.

44. Im Jahre 1846 hatte Rheinsberg einen Wassermüller und einen Windmüller, dessen Mühle sich auf der Anhöhe vor dem Seetor seit 1819 befand. Nach Aufzeichnungen in der Stadtgeschichte wurden die Bäcker öfter beschuldigt, Brot und Semmeln zu leicht oder 'Plantschicht' gebacken zu haben, diese wiederum weisen die Schuld den Müllern zu, da sie nie das richtige Gewicht aus der Mühle bekämen.

45. Die Aufnahme der Kanaldurchfahrt ist nahezu zeitlos. Wenn es der Dampfer nicht verraten würde, könnte sie auch von heute sein. Durch eine Kanalanlage entstand zwischen 1877 und 1879 eine Wasserstraße nach Norden. Das sogenannte Finowmaß der Schiffe (42m lang und 5.20m breit) garantierte, daß sowohl die Brücken als auch die Schleusen mühelos passiert werden konnten. Passagierfahrten führten von Rheinsberg nach Fürstenberg: bis 1930 stiegen die Fahrgäste in Strasen auf ein Schiff der Reederei Palm um, während die Fürstenberger Passagiere auf ein Schiff der Reederei Schneider stiegen, um nach Rheinsberg zu fahren.

46. Das Forsthaus Boberow, hier eine Aufnahme von 1904, liegt von Rheinsberg etwa eine halbe Stunde entfernt. Ein sehr angenehmer Weg führt durch den Schloßpark dorthin. Der Besucher kann sich entscheiden, den Weg am See, den Poetensteig, zu nutzen, oder durch den Boberower Forst zu laufen, um sich an den alten Alleen zu erfreuen oder um gleichzeitig auch dem stillen Bobereckensee einen Besuch abzustatten.

47. Das Schloß Schlaborn war Teil des Gutes Schlaborn. Es liegt ein wenig seitlich von der Straße Rheinsberg-Zechlinerhütte. Der Verbindungsweg setzte sich um 1800 über die Straße bis nach Wittwin quer durch die Rheinsberger Heide fort. Nach Aufhebung der Gutsbezirke 1828 wurde das Gut Schlaborn mit seinen wenigen Bewohnern Ortsteil von Rheinsberg. Das Gut selbst gelangte 1927 zur Landesversicherungsanstalt als Jugendgenesungsheim. Durch Arbeitstherapie in der Landwirtschaft konnte wiederum das Genesungsheim Hohenelse mit Lebensmitteln unterstützt werden. Erst 1767 war Schlaborn als Erbzinsgut nach umfangreichen Umbauten aus einer Pachtschäferei des Prinzlichen Amtes Rheinsberg entstanden.

Çjenesungsheim J(ohenelse bei l(heinsberg (jlfark).

48. Der Chronist Pinkert sucht noch nach Unternehmern, weil er meint, daß Rheinsberg bestens geeignet sei 'für eine Nervenheilanstalt, irgend eine Heimstätte oder dergleichen. - Wer unternimmt's?' Die Landesversicherungsanstalt Brandenburg hat es getan. Ungefähr vierhundert Bewerber soll es gegeben haben, aber Hohenelse erhielt den Zuschlag für den Bau des Genesungsheims 1904. Während des Ersten Weltkrieges fanden verwundete Soldaten dort Aufnahme, später war es Lungenheilstätte.

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