Rheinsberg in alten Ansichten

Rheinsberg in alten Ansichten

Auteur
:   Karin Niemann
Gemeente
:   Rheinsberg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5544-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rheinsberg in alten Ansichten'

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59. Der mit Linden bepflanzte Rosenplan war von den städtischen Behörden für allgemeine Zwecke freigehalten worden. Hier befand sich das Schützenhaus mit Saal und Nebenzimmern. Schießübungen und Vereinsfeste der Schützengilde fanden hier ebenso statt wieSänger- und Turnerfeste. Zur Einrichtung gehörten außerdem zwei verdeckte Kegelbahnen. Möglicherweise wurde das Schützenhaus zum 'Lindenpark' , als in Rheinsberg, Richtung Menz, ein neues Schützenhaus gebaut wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg war der 'Lindenpark' eine gutbesuchte Pension, die von Familie Weger geführt wurde.

60. 'Und bis zum Sinken überladen' präsentiert sich hier der Gemischte Chor Rheinsberg bei einem Ausflug mit der ganzen Familie. In der Schleuse von Strasen posiert der Chor vor der Kamera und läßt festhalten, wie schön der Ausflug war.

61. Ganz anders zeigen sich die Herren des Männergesangvereins 'Immergrün': Singen ist eine ernsthafte Sache. Zu diesem Schluß kommt jedenfalls der Betrachter, wenn er sich den Chor auf den Kolonnaden des Schlosses von 1911 betrachtet. Dirigent war der Musikdirektor Gustav Seyer.

62. Die 200-Jahrfeier des Einzugs von Kronprinz Friedrich in Rheinsberg wurde 1936 drei Tage lang gehörig gefeiert. Vom Einzug des jungen Friedrich am ersten Abend bis zu seiner Abreise am dritten Tag fanden in Schloß und Park jede Menge Aufführungen statt; alle waren dem Rokoko verpflichtet. Kinder und Erwachsene verkleideten sich, und manch alte Dame kann heute noch ihr Kostüm beschreiben. Überhaupt erinnerte man sich in Rheinsberg gern an die Kronprinzenzeit und nutzte jede Möglichkeit, dies auch zu zeigen, wie auf dem Foto von 1933 anläßlich eines Wohltätigkeitsfestes.

63. Das Möskefest wurde seit Jahrhunderten am Tage vor Himmelfahrt gefeiert. Schon die germanischen Vorfahren hatten den duftenden Waldmeister, Möske, genutzt, um die Kultstätten zu schmücken. In der Folgezeit zogen die Kinder in den Wald und dekorierten mit dem gesammelten Waldmeister die Kirche. Am Nachmittag zogen sie in den Boberow zum Möskeplatz. Beim Spielen, Singen und Tanzen verging der Tag sicher viel zu schnell. Als die Nachricht vom Sieg bei Prag 1757 gerade zum Möskefest eintraf, spielten die Kinder 'Schlacht bei Prag' und erhielten dafür vom Prinzen Heinrich Uniformen geschenkt. In der Schulchronik wird regelmäßig berichtet, daß das zweite Möskefest im Juli auch gefeiert wurde. Dies soll zu Ehren der Kinder vom Prinzen August entstanden sein. Auf dem Foto ist das sogenannte Kombiurnenfest zu sehen.

64. Von 1929 oder 1930 ist die Aufnahme der Mädchenklasse ven Lehrer Klein. Offensichtlich befinden sie sich auf einem Schulausflug. Je nach Alter der Kinder ging es nach Warenthin, zum Forsthaus Boberow, nach Binenwalde oder Zechlinerhütte. War es dann zu weit, fuhren die Kinder mit dem Dampfer zurück oder große Leiterwagen holten sie vom Ausflugsziel wieder ab.

65. Der Männerturnverein Rheinsberg läßt sich hier vor dem Denkmal Friedrichs des Großen 1925 fotografieren. Die städtischen Turngerätschaften waren zunächst im Lindenpark untergebracht und wurden vom Turnverein und von den Schülern genutzt. Laut Schulchronik war im Sommer 1909 sogar mit dem Madehenturnen begonnen worden, ein Jahr später erst wurden zwei Pflichtstunden wöchentlich laut Stundentafel verordnet. Im Winter war das Schuiturnen auch für die Knaben freiwillig gewesen.

66. General Lietzmann aus Neuglobsow war gebeten worden, zur Einweihung des Denkmals für gefallene Rheinsberger zu sprechen. Er stellte als Bedingung, unter der alten Reichskriegsflagge unter der die Bürger gefallen waren, zu sprechen. Das wiederum hatte das Denkmalkomitee abgelehnt. Also sprach General Lietzmann nicht am Denkmal, sondern im Schloßpark, der nicht der Polizei Rheinsbergs unterstand, wohl aber dem Gutsverwalter und Amtmann der Hofkammer.

67. 'Gott zu Ehr. Dem nächsten zur Wehr.' Diesen Spruch führt die Freiwillige Feuerwehr auf dem Foto vom August 1905 im Schild. Ein Viertel-Jahrhundert vorher, am 18. September 1875, hatte sich ein Turnverein gegründet, dessen Devise lautete: allabendlich Turnen, einmal in der Woche Gesang und an einem Abend Übungen im Feuerschutz. So war eine Turnerfeuerwehr entstanden, aus der sich 1879 der Gesangverein herauslöste und 1884 auch der Turnverein. Die so entstandene Freiwillige Feuerwehr bestand aus 25 Mann und pegelte sich im Laufe der Jahre auf rund fünfzig Wehrleute ein. Darüber hinaus verpflichtet die Feuerlöschordnung von 1902 jeden Einwohner im Alter von 8-50 Jahren zum Feuerlöschdienst. Diese Bürger bildeten die Pflichtfeuerwehr.

68. Am Gerätehaus neben der Kirche wurde 1914 mit dem Bau des Schlauchtrocken- und Steigeturms begonnen. Durch Kriegs- und Nachkriegszeit verzögerte sich der Bau, bis er 1921 endlich fertig wurde. Verheerende Brände (1566,1635,1675,1740,1840) hatten die Stadt wiederholt teilweise oder ganz in Schutt und Asche gelegt. so daß sich eine Pflichtfeuerwehr von selbst verstand. Um die Folgen von Großbränden zu lindern und den Feuerschutz zu verbessern, war in der Mark Brandenburg unter der Schirmherrschaft von Friedrich Wilhelm 1. 1719 eine Feuerversicherungsgesellschaft gegründet worden. Einem Hornisten wurden die Brände gemeldet. Die Alarmierung der Wehr erfolgte durch die Nebelhörner. Stadtfeuer wurde durch das Läuten der Sturmglocke und durch einen langen Hornton signalisiert, Brände auBerhalb sowie Waldbrände durch kurze , aufeinanderfolgende Töne.

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