Röhlinghausen in alten Ansichten

Röhlinghausen in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Lührig und Gerhard Schmitz
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6535-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Röhlinghausen in alten Ansichten'

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9 Ansicht des Backsteinhauses von Heinrich Schmitz im [ahre 1905. Hier im Eckhaus Moltkestraße-Parkstraße, heute Westfalenstraße-Günnigfelder Straße, waren die Kartoffelhandlung und das Fuhrgeschäft von Heinrich Schmitz, Vater von Matthias Schmitz. Matthias Schmitz, der in Röhlinghausen auch 'AppelManhis' hieß, war durch seine herrliche Tenorstimme weit über die Grenzen Röhlinghausens bekannt. Er sang im katholischen Kirchenchor und war stimmgewaltiges Mitglied in der Sängervereinigung Röhlinghausen. In den späteren [ahren befand sich in diesem Haus das Blumengeschäft von Bruno Makalla.

10 Die Bochumer Straße, die heutige Plutostraße, um

1920. Am linken Bildrand zeigt diese Aufnahme das Haus des Metzgermeisters Heinrich Vesper, Bochumer Straße 16a, später Metzgerei Soster, heute Fleischerei Hopmann und Sadowski, Plutostraße 1 30. Auf der rechten Seite, etwas verdeckt, die Südschule. Sie hatte im [ahre 1925 in neun Klassen 379 Schüler und wurde von Rektor Muthmann verwaltet. Das dahinterstehende Gebäude war die Gastwirtschaft von Walter Biermann. Hier wurde auch das erste Kino in Röhlinghausen, namens 'Apollo', Inhaber Mertz, eröffnet. Ihm gegenüber lag die Kartoffelund Gemüsehandlung von August Knierim.

Röhlinghausen

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1 1 Metzgergesellen auf dem Hinterhof der Metzgerei von Heinrich Vesper, Bochumer Straße 16a, aufgenommen um 1930. Sie wurden auch des öfteren zu Hausschlachtungen gerufen. Ein eigentliches Schlachtfest gab es im Ruhrgebiet nicht. Man beschenkte die Nachbarn und Verwandten, die das Schwein durch die Abgabe von Speiseresten und Kartoffelschalen mitgefüttert haben und beim Schlachten halfen, mit einer Schüssel Panhas, auf der obenauf eine Mettwurst, Blutwurst oder Leberwurst lag. Die Wurstebrühe, die nach dem Koehen der Blut- und Leberwürste aufplatzten und auskochten, wurden bei den Westfalen im Ruhrgebiet zu Panhas weiterverarbeitet. Der

Panhas ist eine breiige Masse aus Buchweizenmehl und Wurstebrühe. Die Schlesier und Pommern verarbeiteten die Wurstebrühe weiter zu Grütz-, Semmel und Graupenwurst.

12 Diese Aufnahme aus dem [ahre 1930 zeigt den Röhlinghauser Willi Hartmann mit seiner Frau vor dem Bäkkerwagen der Großbäckerei van Heinrich Brinktrine. Am unteren Bildrand gut zu erkennen ist das Kopfsteinpflaster der Straße, eine zeitaufwendige Arbeit der Straßenbauer. Berühmt war WanneEickeI auch für seine Brotproduktion. In 37 Backbetrieben wurden mehr als 700 Personen beschäftigt. Wegen der vielen Bäckerein erhielt Wanne-Eickel den Beinamen 'Stadt der Brote' . Ein Backofen aus der Zeit um 1903, umgeben von einer Mehlsiebmaschine, von Kuchenformen, Backblechen und weiteren Gerätschaften des 'weißen Gewer-

bes', ist im Heimat- und Naturkunde-Museum an der Unser-Fritz-Straße 108 zu be-

staunen.

13 Bäckerwagen des Bäckerund Conditormeisters [ohann Timmerbrink aus der Violinenstraße 1 2a, aufgenommen im [ahre 1930 vor dem Caféhaus Bochumer Straße, heute Edmund- Weber-Straße 184. Im Hauseingang rechts steht Frau Maria Rath, die 1997 verstarb. Der Torbogen zum angrenzenden Gebäude links ist das Haus Rath. Es wird heute als Gastwirtschaft von Alfons Rath geführt. Hier lief im [ahre 1940 im rechten Schaufenster das Pferd mit anhängendem Wagen des Röhlinghauser GemüsehändIers Wolters hinein. Das Pferd verletzte sich so schwer, daß es anschließend notgeschlachtet werden mußte.

14 Ansicht der Bochumer Straße, der heutigen Plutostraße, in Richtung Röhlinghauser Kranzplatte, aufgenommen um 1930. Rechter Hand befindet sich heute die Eichendorffstraße und linker Hand die Verbindungsstraße. Die Gründerzeithäuser auf der rechten Seite hießen im Volksmund 'polnischer Querschlag', wegen des hohen Anteils der polnischen Wohnbevölkerung. Welche Diskriminierungen die Ruhrpolen ausgesetzt waren zeigt folgendes Beispiel: Ein Mann steigt am Wanner Hauptbahnhof aus und sucht eine Koloniestraße. Er fragt den ersten besten Passanten danach. Dieser antwortet: 'Gehen Sie den Straßenbahnschienen nach und dort, wo die Kinder auf der Straße polnisch sprechen, da sind Sie in Kuczkuczkowo!'

1 5 Ansicht der Bochumer Straße in Gegenrichtung, aufgenommen um 1930.Viele Geschichten wurden über Zuwanderer erzählt, unter anderem diese: DerWanne-EickeIer Hauptbahnhof war einer mit der wichtigsten Umsteigebahnhöfe für Menschen, die aus dem Osten Deutschlands ins Ruhrgebiet strömten. Jahrzehntelang erzählte man sich die folgende Geschichte eines Mannes, der irgendwo im Osten eine Fahrkarte ins Ruhrgebiet kaufen wollte, aber leider den Namen des Ortes vergessen hatte und auch nur mühsam deutsch sprach. 'Bittc'. sagte er zum Schalterbeamten, 'ich hab' vergessen Name von Stadt. Is sich Name von große Gefäß. Is sich nich Bottich, is sich nicht E-imer, is sich nicht Kübel, is sich nicht Faß.' Der

Schalterbeamte lächelte. 'Guter Mann, meinen Sie vielleicht eine Wanne? Wollen Sie etwa nach Wanne-Eickel?' Da strahlte der Mann hocherfreut. 'Natirlich, wie konnt ich vergessen, is sich Wa-ne',

und er kaufte eine Fahrkarte vierter Klasse nach WanneEickel.

16 Das Haus des Bäcker- und Conditormeisters [ohann Timmerbrink in der Violinenstraße 1 2a, im Volksmund auch Geigenallee genannt, heute Burgstraße 1 19, um 1920. Es war das Stammhaus der späteren Brotfabrik von AlbertTimmerbrink in der Emscherstraße 13-23. Vor dem im [ahre 1895 erbauten Haus steht der Bäckerlehrling mit einem Brotkorb, an der Ecke [ohann Timmerbrink senior, mit seinen Verkäuferinnen vor der Eingangstür zur Bäckerei mit Cafébetrieb. Die Ladentür war mit ornamentiertem Messingblech beschlagen und mußte des öfteren 'blankgewienert' werden, eine damals wie heute mühevolle Arbeit. Die letzte Person im Hintergrund ist der Juniorchef]ohann Timmerbrink

auf dem Weg zu dem Brotwagen, mit dem die Mehlsäcke und Brotwaren seiner Zeit transportiert wurden. Im Nebenhaus, erbaut 1902, heute Burgstraße 1 17, war das Milchgeschäft Dohlmann untergebracht.

17 Der 1904 erbaute Gasthof Kreter an der Ecke Burgstraße und Edmund- WeberStraße. Als diese Aufnahme um 1935 entstand, lautete die genaue Anschrift noch Bochumer Straße 178. Jeden Samstagabend wurde hier zum Tanz und sonntags zum Künstlerkonzert im großen Saal eingeladen. In diesem Gasthof war der Versammlungsort vieler Vereine und Gesellschaften von Röhlinghausen, unter anderem trafen sich hier der Bandoneonklub, der Komikerklub 'Fidclio'. der Deutsche Gruben- und Fabrikbeamtenverein, der Gesangverein 'Kaiserblurne' und der Haus- und Grundbesitzerverein, Lokalabteilung Gelsenkirchen. Heute beherbergt das Haus die Gaststätte 'Alt Röhlinghausen' .

Gas th 0 f Kr e ter Wanne-Eickel 111

Bochumerstr. 178 Fernruf 40767

J eden Sonnabend u. Sonntag Künst1erkonzert u. Tanz

18 Blick in die Röhlinghauser Straße um 1950. Die Röhlinghauser Straße, vor 1893 bis 192 6 noch als Moltkestraße bekannt, war im Gemeinde- Atlas Eickel von 1823 als Landstraße von Gelsenkirchen nach Eickel verzeichnet. Die Aufnahme entstand vom Eickeler Bruch aus in Richtung Plutostraße. Das Haus rechts, die Hausnummer 44, gehört der Familie Bartlewski und wurde vom Architekten EIbers erbaut. Dieses und das Gebäude mit der Hausnummer 46 haben sich bis zum heutigen Tag erhalten, die anderen Gebäude, Hausnummer 48, S0, 52, wurden durch Neubauten ersetzt. Im weiteren Verlauf der Straße befindet sich die Westtangente, die heutige Wakefieldstraße, benannt nach der englischen Partnerstadt der Stadt Herne.

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