Röhlinghausen in alten Ansichten

Röhlinghausen in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Lührig und Gerhard Schmitz
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6535-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Röhlinghausen in alten Ansichten'

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39 Ansicht des Gasthofs Zur Linde am Röhlinghauser Markt im [ahre 1915. Der Metzger und Gastwirt Wilhelm Kreter war in diesem Haus zunächst Pächter und erwarb ein paar [ahre später das Eckhaus Marktstraße 10. Im [ahre 1909 tagte hier die Gemeindevertretung der Gemeinde Röhlinghausen. Ab 192 9 war der Gasthof das Vereinshaus der Spielvereinigung und der Sängervereinigung Röhlinghausen. Der Gastwirt Wilhelm Kreter war Mitglied beider Vereine. Als die Spielvereinigung Röhlinghausen 1937 in die westfälische Gauliga aufstieg, traf sich hier im Gasthof Zur Linde am Röhlinghauser Markt die Fußballprominenz aus ganz West-

falen, mit so klangvollen Namen wie Fe Schalke 04, Borussia Dortmund, VFL Bochum, Arminia Bielefeld, Preußen Münster und Westfalia Herne.

40 Die evangelische Lutherkirche zu Beginn unseres Jahrhunderts. Die Geschichte der Lutherkirche geht bis in das [ahr 1894 zurück, in dem am 15. April der Kirchbauverein unter Leitung des Bergwerksdirektors der Zeche Pluto- Thies Wilhelm Lohbeck gegründet wurde. Die Trennung von der Muttergemeinde in Eickel erfolgte am 12. Juli 1895. Nachdem Bauer Heinrich Stratmann kostenlos Grund und Boden für den Bau einer Kirche der Gemeinde überlassen hatte, konnte am 1. Juni 1899 das zunächst turmlose Gotteshaus eingeweiht werden. Die nach den Plänen des Mülheimer Architekten Heidsiek erbaute Kirche wurde 1903 vergrößert und mitTurm und Glocken versehen.

41 Blick in die Kirchstraße, heute Wittenbergstraße, in Richtung Auf der Wilbe im [ahre 1920. Das rechte Haus der Familie Engelskamp, Wittenbergstraße 13, wurde im November 1944 durch einen Bombeneinschlag zerstört und brannte total aus. Es wurde im [ahre 1950 wieder aufgebaut. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, hinter der Mauer, befand sich die Lutherschule. Bis weit in die zweite Hälfte des 19. [ahrhunderts hinein gingen alle Röhlinghauser Kinder zur Kirchschule nach Eickel. Der Schulbesuch war freiwillig; insbesanders während der Erntezeit gingen viele Kinder gar nicht zur Schule, weil sie bei den Erntearbeiten helfen

mußten. Die heutige Wittenbergstraße trug von 192 6 bis 1974 auch den Namen Lutherstraße, nach dem Theologieprofessor Dr. Martin Luther, 1483-1546, Begründer des Protestantismus.

42 Aufmarsch zahlreicher Pfarrer in der Kirchstraße, der heutigen Wittenbergstraße, in Höhe der Lutherkirche in Röhlinghausen. In der ersten Reihe rechts Pfarrer Gotthold Krahn bei seiner Amtseinführung im Herbst 1933. Pfarrer Gotthold Krahn, NSDAP-Mitglied, Angehöriger der SA undAnhänger der Deutschen Christen, wurde am 18. August 1933 im neugebildeten Kirchenkreis Herne zum ersten Superintendenten gewählt. Er war ein eifriger Verfechter der neuen Glaubensrichtung, hatte jedoch während seiner Amtszeit nur einen relativ geringen Einfluß unter den pfarrern und auch auf seine eigene Gemeinde. Gotthold Krahn wurde im Herbst 1941 als Feldprediger einberufen und fiel am 1 S. Februar 1942 in Rußland.

43 Der Hof des Milchbauern Etterich an der Röhlinghauser Straße und Hannoverstraße, aufgenommen um 191 S. Der Hoflag direkt an der Grenze, die zwischen Bochum-Hordel und Röhlinghausen verläuft. Das alte Fachwerkhaus war ein Verwaltungsgebäude der dahintergelegenen Ziegelei.

Es wurde in den siebziger [ahren des vorigen [ahrhunderts von der Zeche Königsgrube aufgekauft, als man die Königsgruber Koloniehäuser mit den Klinkern der Ziegelei erbaute. In den späteren [ahren diente es als Wohnhaus. Ein Bruder des Milchhändlers Etterich, der ein Fuhrgeschäft besaß, wohnte auch auf diesem Hof. Die in der Nähe gelegene Zechenkolonie 'Irn Lakenbruch' der Zeche Königsgrube, wurde später auch im Volksmund 'Etterich -Kolonie'

genannt. Die hier gelegenen Straßen Am Lakenbruch und Im Lakenbruch erinnern an das Gutshaus Lakenbruch. Die Lake ist eine seichte Wasserstelle, ein Sumpf. Da in der Nähe auch der Hüller Bach

floß, ist anzunehmen, daß der Lakenbruch ein Sumpfgelände gewesen ist, das

an einer seichten Stelle des Hüller Bachs lag.

44 Der alte Wienkop-Hof des Bauern Denis in der Königsgruber Straße im [ahre 1925. Bis in die letzte Kriegszeit hinein lag dieser Hof vor den Toren der Zeche Königsgrube. 1856 begann man mit dem Abteufen der Schächte, nachdem zuvor die Bauern große Stücke ihres Landes für 'gutes Geld' verkauft hatten. Die Männer, die bei den ersten Bau- undAbteufarbeiten beteiligt waren, lebten bei den Bauern und Köttern im Quartier. 'Auf unserem Hof', so erzählte der alte Bauer Denis, genanntWienkop, 'wohnte 25 [ahre lang ein Holländer. Er teufte die Schächte mit ab und war ein arbeitsamer Mann. All seinen Verdienst tat er in Goldstücken, wie sie damals noch im Umlauf waren, in einen leinenen Beutel, der

mit der Zeit ein stattliches Gewicht annahm. In seiner Freizeit half er auf dem Hof und in der Ernte, wie es viele Bergleute ganz allgemein bei den Bauern und Köttern taten.'

45 Der Hof des Bauern Pins, Auf der Wilbe, aufgenommen im [ahre 1915. Das letzte Vierständer - Ankerbalken Fachwerhaus in Wanne-Eickel wurde im Iahre 1825 errichtet. Die Entwicklung zum 'modernen' Haus begann mit der ersten zimmermanngerechten Ganzdach -Konstruktion über einer Erdmulde. Nachdem das 'Dachproblern' gelöst worden war, gingen die germanischen Bauherren daran, Wände unter das Dach zu setzen. Damit das Dach die Wände nicht von oben nach außen drückte, erfand man den sogenannten Ankerbalken, der beide Wände durch Verzapfung verband und das Haus auf diese Weise stabilisierte.

Erstmals urkundlich erwähnt worden ist dieses Anwesen

1664 im Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum. Seit [ahren beherbergen Scheune und Stall eine 'urige' Gaststätte, die den Namen 'Baucrnstubc' trägt. Im Juli 1962 richtete hier auch der

Röhlinghauser Bildhauer Bruno Unkhoff sein Künstleratelier ein.

46 Die katholische St.-Barbara-Kirche in Röhlinghausen, aufgenommen im Iahre

19 S 7 . Die pfarrkirche wurde von 1909 bis 1912 nach einem Entwurf des Architekten Hermann WieIer erbaut und am 21. Juli 1912 vorn Paderborner BischofDr. Karl Schulte geweiht. Diese große, neugotische pfarrkirche zu Ehren der Heiligen Barbara ist eine dreischiffige, frühgotische Kreuzkirche. Die Nordwestfront zierte rechts vom Portal der 6S Meter hoheTurm, der höchste Kirchturm in WanneEickel. Darunter befand sich die Taufkapelle. An der linken Seite des Langhauses lag ein stilles Kapellehen der schmerzhaften Gottesmutter, das später zur Kriegerverehrung umgebildet wurde. Die

Kirche hat eine innere Länge von 48 Metern. Die Breite des Längsschiffes betrug 1 8 Meter, die des Querschiffes 2 S,7 Meter. Schon im [ahre 1913 zeigten sich Bergschädenrisse im neuen Mauerwerk der Kir-

che. Die Zeche Königsgrube wurde durch ein abschließendes Urteil des Reichsgerichts in Leipzig aus dem [ahre

1918 für die an der Kirche entstandenen Schäden haftbar gemacht.

47 Am 26. Februar 1963 wurde die St.-Barbara-Kirche von der Baupolizei wegen drohender Einsturzgefahr durch Bergschäden geschlossen. Die Gottesdienste fanden nun im großen Saal des Jugendheims statt. Da eine Renovierung des Gotteshauses nicht mehr möglich war, wurden am 22. Oktober

1965 Schiff und Turm durch fachkundige Hand des Sprengmeisters Eugen Gronert aus Mülheim an der Ruhr gesprengt. DerTurm widerstand dem ersten Sprengversuch. Doch um 11.30 Uhr neigte sich bei der zweiten Sprengung derTurm und fiel wie geplant ins Kirchenschiff nach Westen. Die an gleicher Stelle neu erbaute HeiligGeist-Kirche, erbaut vom

Architektenehepaar Legge und Legge-Suwelack von 1967 bis 1969, wurdeim Oktober 1969 von Kardinal Lorenz Jaeger, Erzbischof van Paderborn, geweiht.

48 Diese Aufnahme, aufgenommen im [ahre 1934, zeigt Pfarrer Karl Patrzek im Vordergrund beim Verlassen der St.-Barbara-Kirche nach dem Primizamt des Neupriesters Nigbur. Ptarrer Karl Patrzek wurde als Sohn eines Försters in Rumbeck bei Arnsberg geboren und kam 1 927 nach Röhlinghausen. Am Abend des 29. September 1943, dem MichaeIstag, kam Pfarrer Karl Patrzek im Luftschutzkeller der Barbaraschule mit vierzig weiteren Menschen bei einem Bombenangriff ums Leben. In der Bildmitte Anton Bültmann als Meßdiener, er trägt hier die Schleppe des Chormantels. Frauen waren nach dem Gesetzbuch von 1917 von diesen Diensten ausgenommen. Während sie in der Folge des Konzils als Kommunionhelferinnen zugelassen

wurden, blieb ihnen das Amt des Meßdieners verschlossen. Im weiteren Verlauf des Bildes, im Portal der Kirche stehend, der Neupriester Nigbur, mit einem Kreuz in der Hand.

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