Röhlinghausen in alten Ansichten

Röhlinghausen in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Lührig und Gerhard Schmitz
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6535-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Röhlinghausen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49 Der katholische Kindergarten in der Rheinischen Straße mit Schwester Eustolia aus dem Orden derVinzentinerinnen als Kindergartenleiterin im [ahre 1930/31. Der Orden der Vinzentinerinnen leisteten in der katholischen Kirchengemeinde Röhlinghausen Caritasarbeit im Sinne des heiligen Vinzenz von Paul (gestorben 1660). Er gründete im Iahre 1625 religiöse Genossenschaften für Volksmissionen. Barmherzige Schwestern sind Kongregationen für Erziehung, Armen- und Krankenpflege. Ihr Mutterhaus steht in Paderborn. Die Vinzentinerinnen deckten in der Kirchengemeinde die Bereiche Krankenpflege, Kinderbetreuung und Nähschulstube ab. Sie wohnten im losefshaus an der Rheinischen Straße. In den achtziger [ahren unseres

Iahrhunderts wurden die Schwestern vom Mutterhaus in Röhlinghausen abgezogen. Im Bildhintergrund sind die Siedlungshäuser an der Rheinischen Straße zu erkennen und das Hausdach vom Erle-

manns Hof, der im Krieg ausgebombt wurde.

SO 'Kinder wie die Zeit vergeht.' Eine Kindheitserinnerung van Maria Mehrholz als Kindergartenkind im [ahre 1935.Aufgenommen vor Mühlenbergs Haus, in der Kurzen Straße auf einem Karussellpferd. Heute wohnen dort, Kurze Straße la, Familie Willi und Elisabeth Deiseroth. Die Namensbenennung Kurze Straße erfolgte im [ahre 1905 durch die Gemeindevertretung Röhlinghausen auf Grund ihrer Kürze von nur 84 Metern.

SI Maria Thor als Schulkind vor dem Portal der Wilhelmschule in der Bahnstraße 38, aufgenommen im [ahre

1929. Diese Schule hieß im [ahre 1939 Paul-GerhardtSchule. Hier unterrichteten die Lehrer Paul Beier und JosefHirt, sowie die Lehrerinnen Christine Kaucke, Lina Funke und Theone Holm. Im [ahre 1925 war Rektor Schulte an dieser Schule Schulleiter, vielen älteren Röhlinghauser Bürgerinnen und Bürgern heute noch in 'guter' Erinnerung. Wenn der Schulleiter die Klasse betrat, sprangen die Kinder mit einem' guten Morgen' rufend auf. In 'ordentlichen Zweier-Reihen' stellte man sich beim Pausenläuten auf und der Rohrstock regierte noch an so manchen Tagen.

52 Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Röhlinghausen am 12. Juni 1937. Nach einem 2: I-Sieg über Preußen Münster auf dem Platz am Volkshaus Röhlinghausen stiegen die Röhlinghauser Fußballer in die Gauliga Westfalen auf, die damalsWestfalens höchste Klasse war. Van nun an spielten die Mannen der Spielvereinigung Röhlinghausen ununterbrochen zehnjahre lang gegen so namenhafte Vereine wie Fe Schalke 04, BVB Borussia Dortmund und VFL Bochum. Die Zeitung berichtete am 14. Juni 1937 von einer Fußballschlacht im wahrsten Sinne des Wortes. Schon in der ersten Spielhälfte prallten der Röhlinghauser Matzko und ein Münsteraner Spieler mit den Köpfen hart zusammen.

Nach einer Unterbrechung spielten beide mit verbundenem Kopf weiter. Von links nach rechts stehen auf dem Foto: Begleiter Striezewski, Torwart Erich Berlau, Walter Lehmanski, Karl Nawrocki,

Ernst Piwoda, Heinrich Zdero, Felix Kosmalla, Franz Nowicki, Emil Matzko und Fritz Zdunek.

53 Gruppenaufnahme der Schülermannschaft des 7. Schuljahres der Görres-Schule im Iahre 1937/38.DerTorwart Herbert Stegmann mit dem Ball im Arm führte die Mannschaft an. Ihm folgen, dritter Spieler von links, Franz Mehrholz, sowie vierter Spieler von links Heinz Golbach. Er spielte in den fünfziger [ahren als Torwart beim deutschen Fußballmeister Rotweiß Essen. Der letzte Junge in der Mannschaft ist Fred Liebers. Die Aufnahme entstand unter dem Motto 'Elf Freunde müßt ihr sein um Siege zu erringen'. Um den Fußballnachwuchs brauchte man sich zu dieser Zeit keine Sorgen zu machen. Die Talente kamen von der Straße, über die Schulmannschaft in die Vereinsmannschaft.

54 Ein Kötterhaus mit seitlichen Stallanbau im 'schwarzen Weg', der die Königsgruber Straße und die Gustavstraße verbindet, aufgenommen im Iahre 1955. In solchen Kötterhäusern aus dem vergangenen Jahrhundert wohnten die ersten Bergleute der Zeche Königsgrube zur Untermiete. Sie kamen aus Schlesien, Westpreußen, Ostpreußen und Polen. So ein Kötterhaus wurde von mehreren Familien bewohnt. Als später die ersten Koloniehäuser erbaut wurden zogen viele Bergleute mit ihrer Familien um. Für viele heimische Maler war dieses Fachwerkhaus ein willkommenes Malmotiv. In diesem Haus wohnten unter anderen die Familien Sontowski undWolski.

SS Ansicht des Koloniehauses Gustavstraße 2 und 4, aufgenommen im Iahre 1963. Das Wort 'Kolonie' ist ursprünglich die besitzrechtliehe Bezeichnung für die Arbeitersiedlung eines Betriebes. Ein einheitlicher Grundund Aufriß sorgte für die gleichförmige Sonderform dieses Siedlungstyps. Bauweise und Größe sind ein Spiegelbild der Zeit, in der sie errichtet wurden. Kolonien wurden von den Betrieben erst von dem Zeitpunkt an gebaut, als nach den Anfangschwierigkeiten mit erheblichen Geldverlusten die ersten Gewinne erwirtschaftet wurden. Dieses Doppelhaus wurde früher von vier Bergarbeiterfamilien bewohnt.

Die Häuser wurden von der

Magdeburger Bergwerksgesellschaft errichtet. Der Straßenname 'Custav', weist auf die enge Verbindung mit dem Bergbau hin. 'Gustav' ist der Name des 4. Schachtes der Zeche Königsgrube, der vom

Zu diesen Kaufleuten gehörte unter anderen der Justizrat Gustav Philipp Harte und der Kommerzienrat Gustav Schneider.

IS. März 1903 bis zum 21. April 1904 geteuft wurde. Man hat den Straßennamen nach einem der Kaufleute aus Magdeburg benannt, der die Zeche Königsgrube am 27. Oktober 1855 gegründet hat.

S6 Dieses Foto von der Roonstraße, heute Rheinische Straße, wurde 1906 aufgenommen. Beginnend mit der Hausnummer 40 links, zeigt es die Zechenkolonie der Zeche Königsgrube in Richtung

Kurze Straße und Hofstraße. Der Kirchturm rechts im Hintergrund ist derTurm der Röhlinghauser Lutherkirche. Die Häuser entstanden im [ahre 1904. Die Ziegelsteine hierzu stammen wie fast aller

Koloniehäuser aus der eigenen Dampfziegelei der Zeche Königsgrube. Die Siedlungshäuser wurden im [ahre 1993 in der Denkmalsliste der Stadt Herne aufgenommen.

57 Zwischen den Stall- und Abartanbauten der Koloniehäuser konnte man wunderbar spielen, wie diese Aufnah me aus dem [ahre 1956 zeigt. Für Kinder waren die autofreien Arbeitersiedlungen ein

wahres Paradies und ein einziger großer Spielplatz. Dieses Foto stammt aus der heutigen Straße 'Irn Lakenbruch' . Der Bergmann RudolfPladwich fand für die Zechenkolonien folgende treffende Warte: 'Dat

is schwer zu erklären. Dat sin Mamma un Pappa. Dat is Heim un Zuhause. Dat sin Nachbarn un Freunde, dat is Haus, Stall un Gaaten. Dat sin Bäume un Sträucha. Dat is jeda kennt jeden, dat sin Beete

mit Blumen dat is Schmalz auffer Butta. Dat sin glückliche [ahre. Dat is schwer zu erklären.'

58 Voller Stolz präsentiert sich Klaus Hoffmeister vor dem Zündappmotorrad, im Hinterhof der Kolonie Im Lakenbruch im [ahre 1959. In den Anfängen der Bundesrepublik hatten es die Röhlinghauser Bürger zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht, nach dem der Alltag zunächst von einfachen Verhältnissen geprägt war. Es war die Zeit, in dem das erste Fernsehgerät, die erste Urlaubsreise, das erste Motorrad oder das erste Auto gekauft wurden. Diese neuen Errungenschaften, von den Nachbarn bewundert, wurden ausgiebig fotografiert und sind in vielen Familienalben heute noch voller Stolz anzutreffen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek