Röhlinghausen in alten Ansichten

Röhlinghausen in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Lührig und Gerhard Schmitz
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6535-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Röhlinghausen in alten Ansichten'

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69 Ansicht der Wanner Straße, der heutigen Gelsenkireher Straße, um 1906. Der Blick geht in Richtung Plutostraße/Steinbergstraße. Die Schienen in der Straßenmitte sind für die Straßenbahn der Linie 4, der Strecke WanneRöhlinghausen -Gelsenkir ehen, der Bochum Gelsenkireher StraßenbahnAG. Die ersten Nahverkehrsmittel im Ruhrrevier waren pferde- und Dampfbahnen. Als das Nahverkehrsaufkommen zunahm, wurden die Pferde, die alle zwei bis drei Stunden ausgewechselt werden mußten, durch die 'Elektrische' abgelöst. Die Straßenbahnlinie 4 wurde am 17. Oktober 1896 durch die Firma Siemens und Halske in Betrieb genommen.

Die Strecke führte vom Bahnhof Wanne über Röhlinghausen, Hüllen nach Bulmke.

Am ersten Betriebstag wurden 3 000 Fahrgäste befördert. Die Wagen dieser Linie wurden in den Betriebshof Gel-

senkirchen eingestellt. Heute verkehrt für diese Straßenbahnlinie von Wanne nach Gelsenkirchen eine Buslinie, die Linie 340.

Wann~rslrasse

70 Die Wirtschaft von Carl Mertens im Eckhaus Plutostraße/Steinbergstraße aufgenommen um 191 O. Sie war der Treffpunkt zahlreicher Vereine und Bergleute der nahgelegenen Zeche PlutoThies. Hier am Tresen wurde so manche Anekdote erzählt, so wie diese: Am Zechentor der Zeche Pluto- Thies waren Kartoffeln für die Belegschaft angekommen. Der Magazinverwalter hatte die Aufgabe diese Kartoffeln gerecht zu wiegen und auf die Belegschaft aufzuteilen. Die Bergleute und ihre Frauen brachten zu diesem Zweck die benötigten Säcke von zu Hause mit. Dem Bergmann August Smolinski fehlte für seine Ration noch ein Sack. Er mußte in die Kolonie zurücklaufen, um ihn zu besorgen. Seine

Frau, die voll Stolz hinter ihrem Mann herschaute, konnte sich nicht enthalten, zu einer Nachbarin zu sagen: 'Kiekt äs mienen Mann an, hä hätt "nen Gang wie "n Steiger!'

7 1 Blick in die Plutostraße im [ahre 191 S. Links befinden sich die, für diese Zeit aufwendig und repräsentativ gebauten Beamtenhäuser der Zeche Pluto- Thies. Die Seilbahn im Hintergrund der Zeche Pluto- Thies überquert mit ihren Loren die Plutostraße. Von 1902 bis 192 7 transportierte sie den Koks zu den Hochöfen nach Gelsenkirchen-Hüllen. Sie verlief in Röhlinghausen van nordöstlicher in südwestlicher Richtung über die damalige Heinrichstraße, die heutige Edmund- Weber-Straße, hinweg. Am rechten Bildrand die Zechenmauer der Zeche PlutoThies. Hier wurde im [ahre 1861 im Schacht I die erste Kohle gefördert. Er erhielt den Namen "I'hies', weil der Verwaltungsrat dadurch be-

sonders den Gründer, Bergamtsassessor a.D. Heinrich Thies aus Essen, ehren wollte. Der Name Pluto- Thies stand bald für die gesamte Zechenanlage in Röhlinghausen.

RÖI1L//'IGI1AU5EN. Pluiosira8e

72 Auf damals noch freiem Feld entstand um 1906 diese Aufnahme der Pluto-Kolonie zwischen Tiefenbruchstraße und Humboldtstraße. Für Bauausführung und Planung dieser Kolonie sorgte das Baubüro Henkel. Beim Anblick dieser Zechenhäuser ist der charakteristische Kreuzgrundriß deutlich zu erkennen. Die Häuser wurden von vier Familien bewohnt. Die Eisengerüste gehören zur Lorenbahn, auf der der Koks von der Zeche Pluto- Thies zu den Hochöfen der Gelsenkircher Eisenwerke im Ortsteil Hüllen transportiert wurde. Die Transportseilbahn verlief parallel zur heutigen Gelsenkircher Straße und der KölnMindener Eisenbahn. Die im Volksmund bekanntesten Ko-

lonien in Röhlinghausen heißen 'Eücrich' und 'Schûbbe Kolonie'; die eine benannt nach dem Milchhändler Etterich im Süden, die andere nach dem Wirt Schübbe im Norden.

73 Ansicht der Heinrichstraße im [ahre 1900 nach Westen gesehen. Am linken Bildrand befindet sich das Restaurant Haus Henkel, EdmundWeber-Straße 223.Von 1800 verband diese Landstraße, nur vier Meter breit und mit Kies bedeckt, Gelsenkirchen mit Bochum und halbierte so den heutigen Stadtteil Röhlinghausen ungefähr von Westen nach Osten. Als Röhlinghausen 1868 Gemeinde wurde nannte man diese Straße Heinrichstraße. Seit 1926, inzwischen verbreitert, hieß sie bis 1974 Bochumer Straße, heute heißt sie EdmundWeber-Straße.

Heinrlchsrrasse

74 Blick in die Bochumer Straße, heute Edmund- WeberStraße, im [ahre 1963. Zu Ehren des ehemaligen Oberbürgermeisters van WanneEickeI wurde die Bochumer Straße in Edmund- WeberStraße umbenannt.

Seine Karriere begann er als Bergmann auf der Zeche Pluto. Vam 2. November 1948 bis zum 27. November 1969 war Edmund Weber Oberbürgermeister der Stadt WanneEickel. Als Träger des Ehrenrings der Stadt sowie des Bundesverdienstkreuzes gingen von ihm bedeutende Impulse für den Wiederaufbau Wanne-Eickels aus. Er starb am 11.Juni 1970 im Al ter van 72 [ahren.

Rechts im Bild, zwischen der Fichtestraße und der Wittenbergstraße, befindet sich noch

die Esso- Tankstelle, die Anfang der neunziger [ahre durch den starken Preisdruck der Großtankstellen sowie die Rationalisierungsprogramme der Ölkonzerne zum Opfer fiel.

75. Blick in den Königsgruber Park, von der Günnigfelder Straße aus aufgenommen im [ahre 1963. Diese kleine Parkanlage wurde im [ahre 1905 von der Zeche Königsgrube anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Magdeburger Bergwerksaktiengesellschaft, zu der die Zeche damal

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