Rickenbach in alten Ansichten

Rickenbach in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Helmut Faller
Gemeente
:   Rickenbach
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4921-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rickenbach in alten Ansichten'

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39. Ein weiteres typisches Hotzenhaus ist das Haus Fehrenbach. Das Bild stammt aus der Zeit, als es noch ganz mit Stroh gedeckt war. Über dem Wohnteillinks sind im Dach fünf kleinere aus Stroh gebildete Gauben zu sehen, die 'Beilöcher'. Da die alten Häuser keinen Kamin besaßen, mußte der Rauch über diese Öffnungen ins Freie entweichen. Über dem Herd unter einer dieken Lehmdecke hing der Speek zum Räuchern. Auf dem Weg durch das Haus wurde vom Rauch das Holzwerk gebeizt und imprägniert und die auf dem Fruchtboden lagernden Roggengarben nachgetrocknet.

40. In vielen alten Hotzenhäuser stehen noch der Ofen und die Ofenbank (Chunscht). Unser Bild zeigt einen besonders schönen Ofen mit Chunscht. Zwei Seiten des großen Ofens beheizen die Stube, eine Seite gibt die Wärme an die Schlafkammer ab. Über dem Ofen hängt ein Gestell, auf dem die Wäsche getrocknet wird. Die Chunscht links vom Ofen mit zwei Sitzflächen übereinander wird vom Küchenherd beheizt. Der große Ofen ebenfalls von der Küche aus zu beheizen, dient gleichzeitig als Backofen und als Wärmequelle für kalte Zeiten.

41. In der Vergangenheit spielte die Hausindustrie für den Zuerwerb neben der Landwirtschaft eine große Rolle. In Bergalingen war es insbesondere die Seidenbandweberei. 1906 liefen in diesem Dorf 39 Seidenbandwebstühle, davon bereits 34 mit elektrischem Antrieb. 1929 waren es nur noch 18. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Seidenbandweberei nochmals einen kurzen Aufschwung, um dann ganz zu erliegen. Unser Bild zeigt Rosina Schmid (1895-1967) an ihrem Seidenband-Hauswebstuhl.

42. Unser Bild, nach 1900 aufgenommen, zeigt den Friedenwirt Johann Huber (1852-1919) mit seiner jungen Frau Maria Josefa geborene Hierholzer aus OberwihI in Hotzentracht. Der Familie Huber verdankt das Gasthaus 'Zum Frieden' in Bergalingen seine stattliche äußere Gestalt und seinen guten Ruf, den es schon in den ersten Anfängen des Fremdenverkehrs auf dem Hotzenwald erwarb.

43. Ein Primizbild des Pfarrers Johann Schmid aus Bergalingen mit seiner Nichte Hedwig Ücker als Primizbräutchen. Die Primiz (die erste Messe nach der Priesterweihe) wurde in der Kirche in Rickenbach gefeiert. Am Eingang zum Pfarrhaus stand ein großer 'Schwibogen' . Unter großer Beteiligung der Pfarrjugend fand in dem kurz zuvor fertiggestellten Jugendheim die weltliche Feier in drangvoller Enge statt. Die Primiz war im Jahre 1933. Johann Schmid starb bereits 1953 als Stadtpfarrer von Neuenburg.

44. Wir befinden uns jetzt mit diesem Bild in Hottingen vor dem Maschinenhaus der 1906 erbauten Fabrik. Es dürfte um das Jahr 1910 gewesen sein, als sich die ganze Belegschaft mit den Schlossern in der ersten Reihe und je einem Schlipsträger links und rechts dem Fotografen stellte. An der Stelle des späteren Kamins steht ein hohes Blechrohr. Kaum die Hälfte der damaligen Belegschaft arbeitet heute an den automatischen Webstühlen. Nach kurzer Unterbrechung gibt die Weberei Hottingen unter Schweizer Führung, manchen Hotzenwäldern wieder Arbeit und Brot.

45. Der Turnverein Hottingen stellt sich mit seinen Ehrenjungfrauen anläßlich eines Festes zu einem Gruppenbild vor dem Gasthaus 'Zur Sonne'. Nach dem Ersten Weltkrieg gegründet erlebte der Verein in den zwei Jahrzehnten bis zum Zweiten Weltkrieg einen raschen Aufschwung. Am 25. Mai 1930 veranstaltet er ein großes Turnfest und beginnt 1936 mit dem Bau einer eigenen Turnhalle (heute Gemeindehalle ).

46. Im Jahre 1869 wurde die Straße HottingenMurg durch das wildromantische Murgtal fertiggestellt. Neun Jahre später fuhr die erste Postkutsche der Verbindung Murg-Herrischried über diese Straße. 1913 löste ein Kraftwagen die Postkutsche ab. Damit waren eine raschere Postzustellung und eine bessere Verkehrserschließung gewährleistet. Unser Bild zeigt die Postkutsche nach dem Passieren eines des vier Straßentunnels.

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47. Eine alte Postkartenansicht zeigt links den Innenhof des Gasthauses 'Zur Sonne' in Rottingen und rechts den Wirt Karl Mörgenthaler mit seiner Frau Maria Josefa geborene Lauber. Das Bild entstand wohl kurz nach deren Eheschließung 1913. Das Gasthaus 'Zur Sonne' gehörte ebenfalls zu den renommierten Wirtschaften, bei denen Basler Sommerfrischler sich ein Stelldichein gaben.

48. Dieses und das folgende Bild zeigen den alten Baltheshof in Hottingen mit dem schönen Strohdach. Das Besondere an diesem Dach ist der vorspringende Walm in Verlängerung der Hocheinfahrt. Unter diesem schützenden Vordach hat sich eine Gruppe von Trachtenträgern versammelt. Zwei junge und zwei ältere Paare haben für diese gestellte Aufnahme ihr Festtagskleid angezogen.

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