Riedlingen in alten Ansichten

Riedlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Winfried Aßfalg
Gemeente
:   Riedlingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3448-4
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riedlingen in alten Ansichten'

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9. Am Mühlbach, neben der mit neuem Geländer versehenen Mangbrücke, steht auf diesem Bild noch der alte Schlachthof. Er stand damals allen Riedlinger Metzgern zur Verfügung, Mit dem Jahre 1909, als die Oberamtsstadt ein den modernsten Erfordernissen entspechendes Schlachthaus mit eigenen Kühlanlagen und einer Kläranlage erbaute, hatte diese bescheidene Einrichtung ausgedient. Heute steht an dieser Stelle die Dampfwäscherei Hopf. Aus der Häuserzeile entlang des Mühlbaches ragt das Geburtshaus des 1540 geborenen, späteren Fürstbischofs zu Breslau, Andreas Jerin, heraus.

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10. Über den ehemaligen Kalksteinbruch hinweg geht der Bliek zur Pfarrkirche St. Georg, dem rechts davon stehenden Kaplaneihaus, dem Schulhaus im Hintergrund und dem Zwiefalter Tor, auch Neues Tor genannt. Das hier gelagerte Holz gehörte zum Teil der Torbäckerei Sichler, zum Teil aber auch dem Wagnermeister Vater, der seine Werkstätte in der schmalen lIgengasse hatte. Dort war keine Lagermöglichkeit gegeben. Ein eigenartiges Gebäude ragt aus der Bildmitte, direkt auf der Stadtmauer gelegen, gemauert mit grob behauenen Kalksteinbrocken, heraus. Zugang hatte dieses Häuschen nur von der Kirchplatzseite her. Da bis 1787 der Friedhof im Bereich der Hauptkirche lag und erst dann an den heutigen Platz verlegt wurde, könnte die Annahme, daß es sich hier um das 'Boinerhäusle' (Gebeinhaus) handelt, stimmen.

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Partie bei der Kirche

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11. Mit lebhafter Staffage wurde 1905 die Partie bei der Kirche aufgenommen. Ein Zigeunerwagen, die zu jener Zeit häufig in der Stadt gewesen sein sollen, fährt die Zwiefalterstraße herunter, vorbei an festlich gekleideten Menschen. Sie haben sich Wichtiges zu erzählen, so hat es wenigstens den Anschein. Dabei konnten sie natürlich mitten auf der Straße stehen bleiben. Zwei andere versuchen, den tief zerfurchten Fahrweg zu überqueren. Die Frau am Zaun mit der Hacke unter dem Arm ist sicher dabei, zu ihrem Stück Land in den Frauengärten zu gehen, sobald sie die Neuigkeiten ausgetauscht hat. Die Veitsstraße links führt zu der Stelle, an welcher ein Törchen gestanden hatte.

12. Dieses alte Törchen, das letzte, das Riedlingen besaß, wurde 1895 von Zimmermeister Johann Braun abgebrochen. Es schloß die Veitsstraße ab, bevor diese in die frühere Neue Straße, heutige Zwiefalterstraße einmündete. Deshalb hat dieses Haustor den Namen Veitstor erhalten. Genannt wurde es aber meistens Sautörle, Der Bliek fällt hier, vom 'Schwanen' her kommend, auf das Gebäude, Die beiden Häuser links und rechts der Straße stehen heute noch.

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13. An der Nahtstelle zwischen Mühlvorstadt und Stadt liegt der 'Schwanenplatz'. Von hier aus genießt man einen freien Bliek auf die Altstadt, Vorgelagert ist das Gartenhäuschen der Schwanenwirtschaft. Die Maschine auf dem Platz ist ein Göppel, mit dessen Hilfe Heu und Stroh geschnitten werden konnten. Angetrieben von einem Pferde- oder Ochsengespann wurde die Bewegung mittels einer feingliedrigen Kette auf die Schneidemaschine übertragen. Auf diesem Platz stand zeitweise auch ein Kinderkarussell der 'Biberacher Marie'. Übrigens sahen die Riedlinger im Schwanensaal die ersten Kinofilme, die Lorenz Windholz nicht nur hier, sondern in ganz Oberschwaben vorführte. Er wohnte in dem kleinen Häuschen links im Bild.

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Riedlingen

Bezirks-Krankenhaus.

14. 'Die Bevölkerung erfreut sich im allgemeinen eines günstigen Gesundheitszustandes, es ist ein abgehärteter, gesunder Menschenschlag', steht in der Oberamtsbeschreibung zu lesen. 1903 wurde dann für damalige Verhältnisse ein mustergütliges Bezirkskrankenhaus gebaut, das bereits 1907 und 1912 erweitert werden mußte. Das 1880 im Spitalgarten für achtzehn Kranke errichtete Gebäude war den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Der Ruf des neuen Krankenhauses ging vor allem wegen der Lungenspezialbehandlung durch DI. Mißmahl weit über die Landesgrenzen hinaus. Die Postkarte zeigt das Bauwerk im Jahre 1903-1904, als die Anlage noch wenig freundlich und nüchtern ist. Die beiden Saalanbauten am Hauptgebäude sind noch nicht aufgestockt. Hier befanden sich dann später die Liegehallen für die Lungenkranken.

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RIEDLINGEN VOM KRANKENHAUS.

15. Das war der Bliek, den die Patienten vorn Krankenhaus aus auf die Stadt hatten. Für heutige Vorstellungen ist es gar nicht einfach, sich von dieser Stadtecke aus zurechtzufinden. Der Blick geht über die Frauengärten (links) entlang der heutigen Zwiefalter Straße bis hin zum Haus des früheren Maurer Barth (heute Firma Seidner). Gegenüber erkennt man die Küferei Stadelrnaier, die Mosterei Münch und das Haus der Ulrich'schen Buchdruckerei, Das Wiesengebiet rechts gehört heute zum Wohngebiet zwischen der Zwiefalter Straße und etwa dem Krankenhausweg. Man erhält hier auch eine Vorstellung, welche Größe das auf der Stadtmauer stehende Haus neben dem Zellemeesturm hatte. Über die Dächer hinweg schweift der Bliek nach Neufra.

16. Diese Aufnahme, die heute fast nur an Vergangenes erinnert, wurde vom Kirchturm aus aufgenommen. Über das Storehennest hinweg geht der Bliek zunächst zum Postamt in seinem Zustand von 1907. Ihm gegenüber gelegen war die Mißmahl'sche Villa (1971 abgebrochen), hinter der sich die gleichnamigen Anlagen ausdehnen. Das vermooste Dach gehört zur Kehle'schen Sägmühle und als Winkelbau zeigt sich noch der Gasthof Brücke, der 1929 abbrannte.

17. Vom 'Deutschen Kaiser' bis hinüber zur Zollhauser Mühle reicht der Bliek, den man von der 'Riedlinger Alm' aus hatte. Auf der Alm befand sich eine wasserradgetriebene Werkstätte, die einem Mann namens Mayer gehörte. Der 'Almmayer', wie er auch genannt wurde, hatte wohl so eine Art kleine Hammerschmiede. Durch den Tobelweg hinunter gelangt man auf die mit Pappeln bestandene Unlingerstraße und sieht sich dem Bahnhof mit seinen Nebengebäuden gegenüber, Nur wenige Häuser ('Deutscher Kaiser', 'Kronprinz', Sturm) stehen an der Bahnhofstraße, die ebenfalls mit Pappeln bepflanzt war.

18. Bis 1844 führte von der Donaubrücke aus eine getrennte Straße nach Unlingen (alte Unlinger Straße) und Neufra (Allee). In zweijährigen Baurnaßnahmen wurde eine neue Straße in einer Linie zur Staatsstraße geführt, die mit dem Bau des Bahnhofes zur Bahnhofsstraße wurde. 'Also hoffe ich, daß Du den Anton treffen wirst und Ihr miteinander gemüthlich thun', steht auf der Karte zu lesen. Von gemütlich tun kann heute in der Hindenburgstraße nicht die Rede sein. Sie ist das Nadelöhr, durch welches sich der gesamte Verkehr zwängen muß. Damals, 1908, ais die Karte geschrieben wurde, war dies eine vornehme Wohn- und Geschäftsstraße, die zum großen Teil von einem Baumeister namens Geiger errichtet wurde. Man erinnert sich sicher noch an die Geschäfte Gannal, Baumann und Strohm,

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