Riedlingen in alten Ansichten

Riedlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Winfried Aßfalg
Gemeente
:   Riedlingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3448-4
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riedlingen in alten Ansichten'

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19. Eine der ersten Aktionen des 1926 gewählten Bürgermeisters Kilian Fischer war die Befestigung der Straßen. Der Ring um die Altstadt wurde mit Pflastersteinen versehen, wie hier an der Abzweigung der damaligen Bahnhofstraße. Polizist Haberbosch regelt den nicht vorhandenen Verkehr, rechts von ihm steht Bürgermeister Fischer. Die Bauarbeiter haben auf eine Diele die Jahreszahl1927 geschrieben. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kanalisation verbessert, die schon 1900 teilweise in Betrieb genommen worden war. Die Geschäfte am Oberamtsberg waren neben der Engel Drogerie die Korbmacherei Hitzier , Konditorei Setz und Sohn, Bäckerei Buck und Buchbinderei Miehle.

20. Alle nur denkbare bäuerliche Kleinstadtromantik strahlt die hier gezeigte Rösslegasse aus, die auf dem Bild mit dem zeitgenössischen Titel 'der stinkig Winkel' versehen ist. Zwischen mächtigen Bürgerhäusern und an der Mohrenscheuer oder 'alten Kaserne' von 1686 vorbei, führt die gepflasterte Gasse, die immerhin schon einen Abflußschacht besitzt, hin zur 'Schönen Stiege' am Wochenmarkt. Die Dunglege links gehörte wohl zum Hotel 'Fuchs', das ja über eine Stallung verfügte. Das Güllenfaß steht bereit, um die über einen Gumpen geförderte Jauche abzufahren. Rechts sind die bäuerlichen Requisiten den Anwesens Siek, Dunglege und Schweine- oder Hühnerstall zu sehen. Heute steht die 'begradigte' Gasse voll mit Autos.

21. Eng ist dieses Sträßchen zwar heute noch, aber hier scheint die MühJgasse fast zusammengewachsen zu sein. Durch die Vorbauten, die jedes Haus in irgendwelcher Form hatte, blieb in der Mitte der Gasse kaum mehr Platz. Der Steg, welcher sich hier von Haus zu Haus spannt, gehörte dem TextiJgroßhändler Oettinger. Er konnte so bequem sein Lager erreichen. In die Bildmitte ragt die Rückseite des Gasthauses Glocke, das noch über eine große Dunglege verfügt, Auch hier war im Parterre eine Stallung untergebracht.

RIEDLINGEN, Weilerstrasse

22. Eine romantische Ecke bildet hier die Weilerstraße. Unbelästigt vom Verkehr konnte Sattler 'Sassa' Schweizer seine Arbeiten im Vorhofbereich durchführen, Er steht im Moment der Aufnahme in der Ladentüre. Beim Briefkasten sitzt seine Tochter Julie, die das Nachbarskind Anton Lutz von der Schuhhandlung auf dem Schoß hält, Der kleine Junge am Geschirrbock ist Karl Traub aus dem Nachbarhaus. Neben der Schuhhandlung hatte Schirmmacher Mayer, auch 'Dächlesrnayer' genannt, sein Geschaft, Gegenüber an der Ecke verkaufte Zinngießer Maiser seine Waren und schliff später Waffenschmied GeiseIhart die Messer. Das Haus, vor dem der Wagen steht, war die Schmiede Weber, an die heute nur noch das an der Hausecke hängende Zunftzeichen erinnert.

Riedlingen

Partie am Graben·

23. Es gab eine Zeit, in welcher der Stadtgraben nach dem Beispiel anderer oberschwäbischer Städte zu einem Hirschgraben umgewandelt wurde. Die Aufnahme stammt aus jener Zeit, was an den Zäunen deutlich wird. Der Stadtgraben im Bereich der Kirche wurde um 1900, als die Kirchstraße Sankt Agnes mit dem innerstädtischen Bereich verbinden sollte, zugeschüttet. Das Haus links vom Gefängnis gehörte dem Bauer und Mälzer August Maiser. Es steht heute nicht mehr,

24. Einer der heute noch romantischsten Winkel Riedlingens, die Froschlache, präsentiert sich hier im ursprünglichen Gewande. Das Rebmann'scheHaus hat noch keinen Werkstattvorbau und daneben steht das Bauernhaus Maiser, heute Vater. Platzbestimmend ist eine große Dunglege, die den rein bäuerlichen Charakter dieser eigenwilligen Hofanlage unterstreicht. Im ersten Stock bei Rebmanns hat die 'Libore' gewohnt, deren Weihnachtskrippe bei Kindern sehr beliebt war und die am Fest der Hochzeit zu Kanaan an ihre Besucher immer Küchle verteilte.

25. Eine Oase der Ruhe dürfte dieses Gartenhaus gewesen sein, das der katholischen Kirchengemeinde gehörte und in den Pfarrgärten stand. In früheren Jahren war es eine Art 'Sommersitz' für die Stadtpfarrer, die sich hier auf ihre Predigten vorbereitet haben. Später wurde das reizende Gebäude der Jugend überlassen, die einen Treffpunkt einrichtete. Damit war es wahrscheinlich vorbei mit der Ruhe und niemand kümrnerte sich mehr so richtig um das Bauwerk. Schließlich verfiel es mehr und mehr und wurde abgebrochen. Damit gehörte das letzte Gartenhaus aus dem 19. Jahrhundert der Geschichte an. Ein anderes hatte in Hierlinger's Garten gestanden.

26. Deutlicher als heute sind auf dieser Aufnahme um 1905 die Reste der Stadtmauer noch zu sehen, da der Stall des Anwesens Gerster/Hofmann noch nicht gebaut ist. Die Wäsche hängt über den Zäunen zum Trocknen, Stege zum Waschen der Wäsche sind entlang des Ufers zu erkennen. Die Holzscheuer der Bäckerei Maucher ist noch voll mit Brennholz für den Backofen. Links davon steht das Haus des Hafners Nick, dessen Platz jetzt die Wagnerei Gluitz einnimmt. Die letzten beiden Häuser stehen nicht mehr und können nicht näher bestimmt werden. Verändert hat sich die Donaupartie nur im Einzelnen, der romantische Eindruck blieb bis heute erhalten.

27. Fast arktische Winter gab es in manchen Jahren. Dabei fror die Donau völlig zu und das Eis türmte sich, wie hier 1919, in bizarren Formen. In manchen Jahren war es notwendig geworden, die Eisdecke zu sprengen, um den Abfluß über das Donauwehr offen zu halten. So schön der winterliche Anblick war, so gefürchtet war die Schneeschmelze. Sie brachte in jedem Fall Hochwasser mit sich, das mitunter die ganze Mühlinsel, das Ober- und Unterried überschwemmte. Markierungen solcher verheerender Hochwasser von 1899, 1919 und 1936 sind am Zell'schen Haus in der Weilertorstraße angebracht,

28. Privatstrand mit Zugang zum See könnte man hier sagen, denn im Sommer bildet das Donauwehr eine spiegelglatte Fläche. Damals konnte in der Donau auch noch gebadet werden, was sicher auch manchmal in diesem Bereich geschah. Ferner nutzte man die günstige Gelegenheit, Wasser für den Vorgarten zu holen und baute sich dafür seinen Steg. Sicher hatten die Anlieger auch einen Kahn, auf dem eine kleine Ausfahrt möglich war. Wer aber von all dem nichts hielt, hatte für Enten und Gänse einen idealen Platz. Heute ist das Wehr zur Stadtseite mit einer Betonmauer abgefangen, sodaß solche Möglichkeiten nicht mehr gegeben sind. Dafür ist das Hochwasser auf dieser Seite gebannt.

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