Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Thieme
Gemeente
:   Riesa an der Elbe
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5213-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1'

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Otto werner, Photozr .? Rie a

19. Hotel 'Siichsischer Hof. Mit der Eisenbahn kamen auch viele Gäste nach Riesa, die für die Dauer ihres Aufenthaltes eine Bleibe brauchten. So entstanden in Bahnhofsnähe das Bahnhofshotel und das Hotel 'Sächsischer Hof'. Den alten Gasthof ließ Besitzer Roßberg 1867 durch Anbauten vergrößern. Am 7. September 1873 brannte der Gasthof ab, unrnittelbar danach erfolgte der Wiederaufbau mit einern Saalneubau. Diese Aufnahme entstand in den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende, für die Präsenz des Militärs gibt es keine Belege. 1910 erfolgte ein Anbau nach links mit dem heute noch genutzten Saal. Am 1. April 1922 wurde das Haus mit allen Einrichtungen von der Linke-Hofrnann-Lauchharnrner A. G. übernommen.

20. Die Hynek-Villa. In einem schönen Gartengrundstück unmittelbar neben dem Betriebsgelände der Firma e.e. Brandt befand sich das Wohnhaus der Sägewerksbesitzer. Ältere Fotografien weisen ein einfacheres Haus aus. Dieser stattliche Bau ist dann durch Aus-, Urn- und Anbau zu Beginn dieses Jahrhunderts entstanden. Der letzte Bcsitzer, Herr Franz Xaver Hynek, war sehr kunstinteressiert, in seinem Haus waren viele berühmte Künstler und andere Persönlichkeiten zu Gast. Herr Hynek gehörte auch 1923 maßgeblich zu den Begründern des Riesaer Heimatmuseums. Heute befindet sich in dem Haus die AllianzVersicherung.

21. Holzbuden auf der Bahnhofstraße. Als die Firma e.e. Brandt in der ersten Hälfte der dreißiger Jahre ihren Betrieb einstellte , wurde der riesige Grundbesitz in einzelne Parzellen zerlegt und verkauft. Den unteren Teil zur Elbe zu erhielten die Leo-Werke. Unmittelbar an der Bahnhofstraße baute aber die Firma 22 Holzbuden, die sie an verschiedene Händler als Läden verpachtete. Aus verschiedenen Kreisen der Bevölkerung gab es heftige Proteste gegen die das Stadtbild nicht gerade aufhellenden Einrichtungen. Trotzdem blieben diese Buden bis 1974 an der Stelle stehen und wurden als Verkaufsstellen genutzt. Die Aufnahme zeigt die Holzbuden kurz vor dem Abriß.

22. Puschkinplatz. Kein Platz der Stadt hat seinen Namen so oft wechseln müssen wie dieser. Als die erste Eisenbahn durch Riesa fuhr, waren an dieser Stelle noch tiefe Hohlen, durch die der Weg zur Stadt mühselig im Zickzack führte. 1881 wurde der freie Platz als Neumarkt benannt. 1889 begann die Planierung des Platzes, der nach der Fertigstellung Kaiser-Wilhelm-Platz hieß. Das Hotel 'Kaiserhof" (im Bild rechts) wurde 1892 gebaut und ist seit 1921 Bankgebäude. 1922 wurde der Platz in Rosenplatz umgetauft. Noch dreimal änderte man seinen Namen: Adolf-Hitler-Platz, wieder Rosenplatz und schließlich Alexander-PuschkinPlatz.

23. Pferdebahn. Mit der vorgesehenen Straßenpflasterung tauchte auch der Plan zum Bau einer Straßenbahn vom Rathausplatz zum Bahnhof auf. Vom Wunsch bis zur Fertigstellung vergingen kaum zwei Jahre , am 15. Mai 1890 zogen die Pferde erstmals auf der 2,2 km langen Strecke die Wagen und brachten die Fahrgäste zum Bahnhof oder in das Stadtinnere. Unser Bild zeigt die Bahn an der Haltestelle Rosenplatz. Die Bahn durchlebte viele Höhen und Tiefen. Während im Jahr 1891 über 120000 zahlende Fahrgäste registriert werden, kommen die Betreiber der Bahn nach dem Ersten Weltkrieg aus den roten Zahlen nicht mehr heraus. Infolge Unrentabilität wurde der Betrieb 1923 eingestellt.

24. Hotel Münch. In einem guten Ansehen stand früher das Hotel und Restaurant Münch in der Wettiner Straße. Besonders angetan war man dem Gartenrestaurant, das sich hinter dem Haus bis zur Goethcstraße hinzog und mit sonnigen und schattigen Plätzen zum Verweilen und Genießen einlud. Im ersten Stock befand sich das Offizierskasino der reitenden Artillerie. Die Restauration wurde 1903 eingezogen und das Gebäude zum Kaufhaus Germer umgebaut. Das Kaufhaus wird heute vom Konsum bewirtschaftet. Im Garten aber ließ Restaurateur Moritz das Gesellschaftshaus errichten.

25. Wettiner Straße 20. Viele werden sich auf dem Bild nicht mehr zurechtfinden. Es weist den Zustand von 1905 aus. Das Haus soll etwa 1880 von General Standtfest, einem angesehenen Riesaer Burger, erbaut worden sein. Im Hinterhaus befanden sich die Pferdeställe. Im Kiosk rechts wurde Selterswasser verkauft. 1919 erwarb der Kaufmann E. Mittag das Grundstück. Er ließ die Bäume abholzen und errichtete an der Straßenfront ebenerdige Verkaufscinrichtungen, von den Riesaern 'Wolkenkratzer' genannt. Dort verkaufte unter anderem Gummi-Kuntze seine Waren, bis die Einrichtungen in den sechziger Jahren abgerissen wurden. Dadurch wurde ein besserer Zugang zum Filmtheater 'Capita!' geschaffen, das Mitte der zwanziger Jahre im Hinterhof erbautwurde.

26. Wohnhaus von Gustav Schulze. 1880 ließ Gustav Schulze diescs Haus als Wohn- und Bürohaus an der Wettiner Straße errichten. Vor allem im Treppenflur wurde der von der Firma bearbeitete Baustoff Marmor im reichen Maße benutzt. Mit der Vergrößerung des Betriebes wurden auch mehr und größere Büroräume gebraucht, sodaß sich ein Neubau notwendig machte. Es ist das Haus rechts vor der Einfahrt zum Betrieb. Das alte Gebäude wurde zunächst weiter als Wohnhaus genutzt. Später kaufte die Stadt das Haus und richtete dort die Stadtbank (heute Kreissparkasse ) ein.

27. Bliek in die Wettiner Straße. Riesas Hauptgeschäftsstraße war früher namentlich zweigeteilt. Vom Rathausplatz bis zur Pausitzer Straße hieß sie Hauptstraße, im weiteren Verlauf dann Wettiner Straße. In diese geht unser Blick. Allzuviel hat sich bis heute hier nicht verändert. Die Gleise der Pferdebahn und die schmucken Soldaten der Garnison sieht man nicht mehr. Im Restaurant von August Hennig wird kein Bier mehr ausgeschenkt, dort sind jetzt die Geschäftsräume der FDP. Aber bei Mießners gibt es noch Eisenwaren, und die Uhr von Herkners hat schon mehr als achtzig Jahre auf dem Buckel. Links vorn der 'Wettiner Hof' (heute Sachsenhof). Er wurde 1857 von dem Maurer Härtel erbaut, als dieser in der Lotterie einen großen Gewinn gemacht hatte.

28. Fleischerei Wachwitz. Der Meister Carl Oswald Wachwitz thront hier in voller Schlachthausausrüstung vor seinem Haus Wettiner Straße 17, wo er ein feines Fleisch- und Wurstwarengeschäft betrieb. Gebaut wurde das Haus 1857 von der Riesaer Baufirma Arno Zäncker, die, bereits 1814 gegründet, die älteste ihrer Art in Riesa war. 1910 ließ Oswald Wachwitz das Haus abreißen. An seiner Stelle entstand ein neues, moderneres Wohn- und Geschäftshaus. Sehr schön und deshalb unter Schutz gestellt ist die Ladenausstattung mit bemalten Fliesen.

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