Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Thieme
Gemeente
:   Riesa an der Elbe
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5213-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

39. Brandenburger Weg. 1730 wurde vom sächsischen Königshaus in der Nähe von Riesa bei Zeithain ein großes Manöver durchgeführt, zu dem auch Militärs anderer Länder zu Gast waren. Im Riesaer Schloß war das Königlich Preußische Hauptquartier untergebracht. Durch den Riesaer Busch wurde vom Schloß aus ein gerader Weg zur Eibe freigeschlagen, damit die preußischen Gäste schnell über die Eibe nach Zeithain gelangen konnten. Seitdem heißt dieser der 'Brandenburger Weg'. In der umgekehrten Richtung hat man einen schönen Bliek von der Eibe zum Schloß.

40. Der Poeten weg. Ein früher von den Riesaern gern benutzter Spazierweg durch den Stadtpark war der Poetenweg. Er begann an der Klostermauer unterhalb der Freitreppe. Unsere Aufnahme zeigt ihn am alten Wachtturm, wo sich heute die Freilichtbühne befindet. Zwischen der Jahna und dem jetzt zugeschütteten Mühlgraben verlief der Weg bis hinter zur Röhrbornmühle. Durch die Freilichtbühne und den Heimattiergarten wird dem heutigen Spaziergänger die Begehung dieses schönen romantischen Weges versperrt.

41. Freitreppe zum Stadtpark. Mit dem Kauf des Schlosses übernahm die Stadt Riesa auch den Schloßpark, der vorher ausschließlich zur Grasnutzung verwendet wurde. Dem umsichtigen Wirken des Verschönerungsvereins war es zu verdanken, daß wenige Wochen nach der Übernahme nach dem Anlegen von Kieswegen, Herstellen eines Fest- und Konzertplatzes, Aufstellen von Sitzbänken und neuen Anpflanzungen am 17. Mai 1874 der Stadtpark eingeweiht werden konnte. Am 23. Juni 1878 wurde die Alberttreppe, ebenfalls vom Verschönerungsverein angeregt, der Öffentlichkeit übergeben. Nun konnte man unmittelbar von der Stadt in den Park gelangen, während vorher ein steil den Bergabhang hinunterführender Weg nicht ohne Gefahr passierbar war.

42. Die Parkstraße. Sie gehört mit zum älteren Siedlungskern der Stadt. Unterhalb des Schloßgeländes sicdelten sich hier vorwiegend Häusler an. Die Häuser im unteren Teil der Straße sind noch heute sämtlich in der Fachwerkbauweise ausgeführt. Das Straßenpflaster ist ebenso historisch wie die Hausbauten. Besonders im Frühling, wenn das erste Grün im nahegelegenen Stadtpark sprießt und wenn die Obstbäume blühen, ist es hier besonders schön. Und wenn sich bei uns der Schnee ausnahmsweise einmal ein paar Tage hält, haben sich die Kinder schnell eine lustige Rodelbahn zurechtgefahren.

43. Die alte Schule. Als die durch ein Gesetz von 1835 festgelegte Schulpflicht für alle Kinder auch in Riesa energischer durchgesetzt wurde, kam es zu einem raschen Anwachsen der Schulkinderzahlen. Auf Drängen des erwachenden Bürgertums wurde 1841 beschlossen, die alte Schule niederzureißen und auf dem Kirchhofplatz und dem Schulgarten eine neue, größere zu errichten. 1843 war das neue Schulhaus fertig. Der Eingang war vom Kirchplatz her. Im Erdgeschoß befanden sich vier Schuistuben, im ersten Stock und unter dem Dach waren vier Wohnungen für Lehrer eingebaut. In jeder Klasse befanden sich etwa 40 bis 60 Kinder. Zwei Jahrgänge hatten immerzur gleichen Zeit Unterricht im gleichen Zimmer.

44. Der Wasserturm im Bau. Die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren für die Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung. In diese Zeit fällt die Regulierung von Straßen, das Verlegen der Wasserleitung, das Anlegen eines vollständigen Beschleusungssystems, Straßenpflasterung, Fußwegherstellung und Anlegen einer Pferdestraßenbahn. Selbst in auswärtigen Zeitungen wurde auf die immensen Fortschritte der Stadt Riesa mehrfach verwiesen. Für die Wasserleitung wurde neben der Knabenschule, dem höchsten Punkt der Stadt, ein Turmbehälter errichtet. Nachdem das Wasser vom Hauptbrunnen an der Leutewitzer Straße in den Behälter gepumpt worden war, konnte es durch den Eigendruck alle Haushalte der Stadt erreichen.

45. Der Wasserturm. Im Frühsommer 1889 wurde mit dem Bau des Wasserturmes begonnen, pünktlich, wie vorausgesagt, am 1. April 1890 wurde das erste Wasser in den Hochbehälter des Turmes gepumpt. Am 11. April konnten die Einwohner der Stadt erstmals das Wasser aus ihren Hausleitungen entnehmen. Das Bauwerk hatte eine Gesamthöhe von 27 m, überragte die Häuser der Stadt um ein Beträchtliches und war weithin sichtbar. Das Fassungsvermögen des Stahlbehälters betrug 500 000 Liter. Im Inneren des Turmes führte eine eiserne Treppe in die Höhe. Kleinliches Denken führte dazu, daß 1962 einWahrzeichen der Stadt Riesa abgerissenwurde.

~iesa, d.

46. Bliek vom Wasserturm. Eines der älteren Siedlungsgebiete der Stadt war der Käferberg. Hier, wo sich in früherer Zeit die Flügel zweier Windmühlen drehten, hatte ein Symbol der Stadt ihren Platz, die Käferlinde. Bis etwa 1840 war sie sogar eine Zierde des Wappens von Riesa. Der Eigentümer des Bodens, auf dem die Linde wuchs, schlug sie 1837 aus eigennützigen Gründen ab und zog sich damit den Zorn der Riesaer zu. Das gesamte Wohngebiet (im Bild vorn rechts), begrenzt von Dr.Scheider-Straße, Goethestraße, Käferberg und F.-Engels-Straße, wurde in den siebziger Jahren abgebrochen. Die sehr alte Bausubstanz und das Vorhaben, dort einen Busbahnhof zu errichten, waren Gründe dafür.

47. Bliek zum Wasserturm. Dieser Bliek ist wunderschön, aber heute nur noch auf dem Bild zu vollziehen, außer dem Stück Mauer zur linken steht nichts mehr. Das Haus Käferberg Nr. 1 war früher als Fachwerkbau ausgeführt und wurde erst später massiv ausgebaut. Über der Hausnummer war eine Sandsteinplatte eingelassen. Die dargestellten drei erhabenen Herzen, in deren Mitte je ein mandelförmiges Gebilde zu sehen ist, stellen wahrscheinlich Pfefferkuchenherzen dar, die in der ehemals im Haus befindlichen Bäckerei gebacken wurden. Als Bauherr wies die Tafel 'Meister G. Müller' aus, der Schlußstein über dem Türgewände nennt 'Erbaut im Jahre 1834'.

48. Goethestraße 19. Manche werden sich noch an diese drei Häuser erinnern, die bis in die siebziger Jahre hinein die Goethestraße hier zu einern Engpaß machten. Der Giebel vorn gehörte zum Haus Käferberg 1. In der Mitte das Haus Goethestraße 19. Das im Jahre 1834 erbaute Haus zeigt die für diese Zeit typische Fassade , auf die der Volksmund in bezug auf die Fenster den Satz prägte: 'Oben fünfe, unten viere, in der Mitte eine Türe.' Der hintere Giebel gehörte zum Haus Dt.-Scheider-Straße 9. Von der Wasserturmschule ist nur der Turmaufbau zu erkennen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek