Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Thieme
Gemeente
:   Riesa an der Elbe
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5213-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1'

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49. Wasserturmschule. Das Ansteigen der Bevölkerungszahlen führte zwangsläufig auch zu einem Anwachsen der Schülerzahlen. Das alte Schulhaus von 1843 wurde zu eng, man nutzte verschiedene Räume in anderen Häusern für Unterrichtszwecke. Deshalb wurde 1870 an der damaligen Kastanienstraße (heute Goethestraße) die neue Knabenschule errichtet. Zunächst konnten in dem Gebäude zwölf Klassenzimmer und die Aula für schulische Aufgaben genutzt werden. Die anderen Räume wurden den Stadtverordneten für ihre Sitzungen, dem Bürgermeister und den städtischen Kassen als Dienstzimmer übergeben, da es ja immer noch kein Rathaus in Riesa gab. Nach dem Bau des Wasserturmes unmittelbar neben der Schule hatte diese ihren Namen weg - Wasserturmschule.

50. Gartenstraße. Vom Wasserturm geht der Bliek in die Gartenstraße (später Bismarkstraße, jetzt Engelsstraße). 1884 wurde hier in einem Haus die erste Herberge 'Zur Heimat' als eine Wohlfahrtsstätte der Inneren Mission eingerichtet. Sie gab vor allem den fahrenden Handwerksburschen eine vorübergehende Bleibe. 1892 wurde in der Hohen Straße ein neues Haus dafür errichtet. Ganz links erkennt man die Waagenfabrik Zeidier, im Hintergrund ist das Geviert der Kaserne der Feldartillerie, später Siedlung Neue Hoffnung, zu sehen.

51. Marienkapelle. Am 11. November 1849 wurde erstmals in der Riesaer Stadtkirche ein katholischer Gottesdienst abgehalten. Zunächst fanden solche Gottesdienste zweimal im Jahr statt. Das ständige Anwachsen der Katholikenzahl führte dazu, daß die Anzahl der durchzuführenden Gottesdienste größer und die Rufe nach einem eigenen Gotteshaus immer lauter wurden. Die Baumeister Gebrüder Linke in Riesa erboten sich, in einem der von ihnen zu errichtenden Häusern in der Heinrich- Heine-Straße einen Betsaal von 180 m2 Größe einzurichten. Am 2. Juli 1905 wurde die Riesaer Marienkapelle geweiht. In ihr hatten rund 300 Gläubige Platz. Im gleichen Gebäude waren die Geistlichenwohnung sowie Unterrichtsräume untergebracht.

RIESA A ELBE.

OFFIZIERKASI 0 OES FELD - A~TIL LERIE· RE.G NO 68.

52. Die katholische Kirche. Trotzdem gingen die Bemühungen der Riesaer Katholiken um einen Kirchenneubau weiter. Das bereits 1903 gegründete Kirchenbaukomité und die zahlreichen katholischen Vereine in der Stadt führten dafür Sammlungen durch. Doch alle Baupläne wurden dann durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gestoppt. Nach der Beendigung des Krieges gelang es dann, die Kapellenfrage zu lösen. Durch den Ankauf des einstigen Offizierskasinos des Feldartillerie-Regiments auf der Lessingstraße konnten ein hinlänglicher Gottesdienstraum und ein Pfarrhaus geschaffen werden. Am 15. März 1920 wurde die St.-Barbara-Kapelle benediziert, am 1. September 1921 wurden die beiden Glocken geweiht.

53. Handelsschule. Durch das ständige Anwachsen von Industrie und Handel in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde die fachgerechte Ausbildung des Nachwuchses zu einer zwingenden Notwendigkeit. Am 10. März 1877 schlossen sich deshalb zahlreiche Riesaer Firmen zu einem Handelsschulkonsortium zusammen. Am 26. April begann der Unterricht in einem Schulzimmer der neuen Wasserturmschule. Aus Platzgründen zog man 1882 in das Haus Goethestraße 23 urn, das dem Direktor der Schule, Lehrer Hermann Nöthlich, gehörte. Am 24. Oktober 1911 wurde das nach einem Entwurf des Dresdner Architekten von Mayenburg gebaute neue Handelsschulgebäude in der Carolastraße seiner Bestimmung übergeben.

54. Das Gesellschaftshaus. Dieses Haus kann auf eine recht bewegte Geschichte zurückblicken. 1903 erwarb Emil Oskar Moritz das an der Kastanienstraße gelegene, zum Hotel Münch gehörige Gartenlokal und ließ dort dieses Haus errichten. Es war Hotel, Gaststätte, Vereinslokal und hatte einen Saal, der später Kinoraum (UT-Lichtspiele) wurde. 1909 wird eine Marie Colditz als Wirtin genannt, 1913 war Reinhold Gerstenberger Chef des Lokals. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen die Gewerkschaften das Haus als Volkshaus, aber nur für einige Jahre. 1925 wird im Adreßbuch Ernst Thalmann als Besitzer der Gaststätte 'Zum Lichtspielhaus' ausgewiesen. Als das Kino schloß, wurde es Probensaal für das Ensemble 'Joliot Curie'. 1990 wurde Gottfried Thalmann als letzter Wirt des Restaurants 'Zur Klause' genannt.

55. Das Volkshaus. Als die Gewerkschaften nach einer gegen sie geführten Räumungsklage das ehemalige Gesellschaftshaus verlassen mußten, wurde der schon lange geplante Volkshausbau ernsthaft in Angriff genommen. Am 5. Januar 1928 war die Gründung der Volkshaus Riesa G.m.b.H. Nach umfangreichen Vorbereitungen erfolgte am 27. Juli 1929 die Grundsteinlegung. Durch die Firma Louis Schneider wurde der Bau zügig ausgeführt, sodaß am 1. März 1930 die Eröffnung des Hauses erfolgen konnte. Im Haus befinden sich 22 Büroräume, 3 Sitzungszimmer, ein Saal für 300 Personen, Restaurant und Café, 12 Fremdenzimmer, 4 Wohnungen, Bäder, Auskleideräume und eine Kegelbahn. Es schließt sich ein Wohnungsblock an. Der Bau ist ein reiner Zweckbau mit einfacher klarer Architektur im BauhausstiI.

56. Städtisches Versorghaus. 1852 kaufte ein Komité vom Rittergutsbesitzer Welck den Weinberg mit dem 1715 errichteten Winzerhaus und richtete darin nach dem Beispiel von Joharm Heinrich Wiehern aus Hamburg ein Rettungshaus für verwahrloste Jugendliche ein. Bis 1900 leistete diese Einrichtung ein gutes Werk, dann wurde sie nach Moritzburg verlegt. Die Stadt Riesa kaufte das Haus und nutzte es fortan als Hospital und Armenhaus. Mit der Vergrößerung der Stadt wurde das Haus bald zu klein, auch war es baufällig. Es wurde bis auf die Grundmauern abgerissen und dieser Neubau wurde errichtet. Am 6. Februar 1926 wurde das neue städtische Versorgheim durch Bürgermeister DI. Scheider seiner Bestimmung übergeben. Es konnte 18 alte Leute, 40 Kinder. 12 Säuglinge und das entsprechende Pflegepersonal aufnehmen.

XI. Kuffenhaus, l(iesa, pausitzerstrasse. (;elephon)§ 172

Çruss aus l(iesa

57. Kleines Kuffenhaus. Wie gut hatten es doch unsere Vorfahren. Kein Fernsehen hielt sie an lauschigen Sommerabenden davon ab, mit dem Fahrrad ein Stückchen in die nähere Umgebung zu fahren. Ein lohnendes Ziel war das Restaurant 'Kleines Kuffenhaus' am Rand der Stadt, das schon im Adreßbuch von 1895 genannt wird. Man konnte dort wunderschön im Gatten sitzen und den Abend genießen. Und wenn man vor der Heimfahrt mit einem Bekannten noch ein Schwätzchen mitten auf der Straße machen wollte, wen störte es. Heute gehört das Haus mit zur Firma Boden. Der Name könnte zurückgeführt werden auf das Wort Kuffe - ein als Verpackung dienender Weidenkorb , z. B. für Weinballons.

58. Gräflich Einsiedelsches Eisenwerk 1852. Als Heinrich Schönberg in den Jahren 1843-1845 ein Eisenwerk in Riesa erbauen ließ, ahnte er nicht, daß er damit Riesas Entwicklung stark beeinflussen wird. Bereits 1850 ging das Werk in den Besitz des Grafen EinsiedeI über. Von Anfang an wurde Altmaterial verarbeitet. Mit Schiffen oder mit der Eisenbahn kam das Schrottmaterial in Riesa an, wurde zu Stabeisen und zu Rohrbandeisen verarbeitet. 1872 kaufte die A.G. Lauchhammer das Eisenwerk. Aus dem Jahr 1883 sind folgende Zahlen bekannt: von den 397 Beschäftigten wurden eine Gesamtproduktion von 13,6 Millionen Kilogramm und ein Umsatz von 1,89 Millionen Mark erbracht.

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