Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Siegfried Thieme
Gemeente
:   Riesa an der Elbe
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5213-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Kaserne am Weidaer Weg. Am 3. Januar 1858 wurde Riesa erstmals Garnisonsstadt. Die dritte Schwadron des 1. ReiterRegiments 'Kronprinz Albert' zog in Riesa ein. Mannschaften und Pferde waren ausschließlich in Bürgerquartieren untergebracht. In den Folgejahren wechselten mehrfach die Regimenter, mit dem Kriegsausbruch gegen Frankreich 1870 verlor Riesa seine Garnison. Am 2. April 1881 zogen zwei Batterien des 1. Feldartillerie-Regiments in Riesa ein. Da die Artillerie mehr Platz brauchte, wurde die Kaserne am Weidaer Weg gebaut. Das langgestreckte Gebäudeviereck wurde auf drei Seiten von den Batteriekasernen mit zwischengelegenen Ställen begrenzt, die vierte Seite wurde durch eine bedeekte Reitbahn und das Kammergebäude gebildet.

70. Die Kaserne des 3. Feldartillerie-Regiments Nr. 32. Die vorgesehene Verlegung des 3. Feldartillerie-Regiments Nr. 32 aus Freiberg und Roßwein nach Riesa bedingte für die Stadt die Schaffung bedeutender Kasernen und anderer Garnisonsanlagen. So wurde die Kaserne an der Friedrich-August-Straße (jetzt Heinrich-Heine-Straße) errichtet. Begrenzt wurde das gesamte Areal durch die Schützenstraße (Dr.-Külz-Straße). Maxstraße (später Lindenstraße) und die Bergstraße (Schillerstraße). Neben den beiden Kasernengebäuden gehörten das Reithaus, Fahrzeug- und Kammergebäude, Werkstätten, Waschküchen und das Rauhfuttermagazin zu dem Objekt. Der erste Spatenstich dazu wurde Mitte August 1891 getan, im September und November 1892 wurde die Anlage von der Militärbaudirektion übernommen.

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71. Das Wenzelsehe Privatkasernement. Zur gleichen Zeit hatte der Baumeister Hermann Wenzel den Auftrag übernomrnen, an der Poppitzer Straße vor dem neuen Friedhof ein Kasernement zu erbauen. Die Bezahlung der Leistungen und Materialien übernahm er zunächst selbst, und diese wurden erst nach Übernahme des Objektes erstattet, deshalb 'Privatkasernernent'. Diese Kaserne wurde am 25. August 1892 fertiggestellt und am 27. September von den zwei vom Manöver zurückkehrenden Abteilungen belegt. Heute befindet sich irn linken größeren Kasernenteil das Heimatmuseum der Stadt Riesa, das 1923 mit einem Ausstellungsraum im gleichen Gebäude eröffnet wurde.

72. Pionierkaserne. Der letzte Kasernenbau erfolgte Anfang dieses Jahrhunderts an der Kirchbachstraße (jetzt Lommatzscher Straße). Dort entstanden die Kaserne für das 2. Pionierbataillon Nr. 22, das Artilleriedepot, die Militärbäckerei und andere zugehörige Einrichtungen. Bereits vorher wurde an der Maxstraße ein Militärlazarett gebaut. Riesa war damit drittgrößte Garnison Sachsens. Am 1. Oktober 1913 kamen auf die etwa 16 000 Einwohner 2 344 Mann Garnison. Und den seit 1874 bestehenden Truppenübungsplatz Zeithain soll mindestens jeder sächsische Soldat gekannt haben.

73. Siedlung 'Neue Hoffnung'. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die alte Artilleriekaserne nicht wieder belegt. Da in den schweren Nachkriegsjahren die Zahl der Wohnungssuchenden auch in Riesa beträchtlich angestiegen war, ließ die Stadt die alten Kasernenbauten in vorwiegend Einfamilienhäuser umstrukturieren. Im März 1924 war der Umbau beendet. Obwohl nicht mit besonderem Komfort ausgestattet, bot die Siedlung 138 Familien eine neue Heimat mit neuen Hoffnungen. Reichlich fünfzig Jahre später mußte die Siedlung den Betonklötzen des neuzuerrichtenden Stadtzentrums weichen. Der Auszug aus der ruhigen Ecke fiel manchem älteren Bürger sehr schwer.

74. Elbbrücke. Eines der wichtigsten Bauwerke der ersten Ferneisenbahn Deutschlands war die Riesaer Elbbrücke. Die erste, 1839 fertiggestellt, ruhte auf 11 Pfeilern und bestand im Überbau völlig aus Holz. Eine 1875 rekonstruierte eiserne Brücke stürzte schon nach wenigen Wochen ein. Der Neubau, 1878 errichtet, bestand aus vier eisernen Bogenteilen. Während der linke Teil zweigleisig dem Bahnverkehr diente, wurde der rechte von Fußgängern und Fahrzeugen genutzt. Noch in den letzten Kriegstagen 1945 wurde die Brücke teilweise zerstört.

75. Der Elbkai. Eine wesentliche Lebensader für die Stadt neben der Eisenbahn war von jeher der EIbestrom. Am stadtseitigen Elbufer gibt es zwischen den EIbezuflüssen Jahna und Döllnitz eine etwa 2 Kilometer lange Kaianlage, die teilweise mit einer Kaimauer oder einer Pflasterböschung versehen ist. Hier wurden die verschiedensten Güter vom Schiff auf die Bahn und umgekehrt verladen. Dafür ist ein 9,3 km langes Gleisnetz verlegt worden, das unmittelbar Verbindung zum Bahnhof und zum Hafen in Riesa-Gröba hat. Bergeschuppen sind im Bereich des Elbkais nicht vorhanden. Auf dem Bild hat man auch einen schönen Bliek zur Elbbrücke.

76. Die Dampfschiffhaltestelle. Unmittelbar unterhalb der Elbbrücke inmitten des EIbekais befindet sich die Anlegestelle der Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffahrtsgesellschaft. Nachdem die 'Weiße Flotte' zwischen Dresden und Leitmeritz schon einige Jahre verkehrte, dehnte sie ihre Fahrtstrecke im Sommer 1853 erstmals bis Riesa, später sogar bis Torgau, aus. Mit den Schaufelraddampfern wurden Personen und Handgepäck transportiert. In der Dampfschiffwartehalle (am rechten Bildrand) konnte man die Fahrkarten erwerben und sich vor dem Fahrtantritt noch einmal stärken.

77. Reger Betrieb auf der Eibe. Das Leben und Treiben auf der Elbe glich um die Jahrhundertwende dem auf den Straßen von heute. In beiden Richtungen war stets starker Verkehr zu verzeichnen, und manchmal verpesteten die qualmenden Schornsteine der Schaufelraddampfer das Elbtal gewaltig. Der Fährmann, der die Leute von Riesa nach Promnitz und umgedreht brachte, mußte ganz höllisch aufpassen, um eine Lücke zu erspähen. Da ging es früher, als die Kähne vom Leinpfad am Ufer aus noch gezogen wurden, sicherlich ruhiger zu. Dafür war die Arbeit der Treidler sehr anstrengend.

78. Kettenschiepper. Eine wesentliche Verbesserung waren danach die KettenschIepper. Dabei war das Schiff mit einer auf die Sohle des Flusses gelegten Kette, die an den Enden verankert war, verbunden. Diese wurde über zwei auf den Schiffen angebrachten Trommeln, die sich durch Maschinenkraft drehten, vom vom Flußbett heraut- und hinten wieder auf dieses hinabgewickelt. Dadurch bewegte sich das Schiff mit den ihm angehängten Schleppkähnen stromauf. Auf der EIbe fand dieses System ab 1866 auf der Strecke Hamburg-Magdeburg Anwendung. Bis Dresden wurde die Kettenschleppschiffahrt 1868 eingeführt. Später lag die Kette bis Leitmeritz. Das Bild zeigt einen Kettendampfer bei Riesa.

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